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Lebensmittelhersteller Unilever kauft Malzdrink-Sparte von GlaxoSmithKline für über drei Milliarden Euro

Der Konsumgüterriese hat den Rivalen Nestlé ausgestochen. Für die Malzgetränke-Sparte von GSK zahlt Unilever insgesamt 3,3 Milliarden Euro.
03.12.2018 Update: 03.12.2018 - 11:53 Uhr Kommentieren
Die Traditionsmarke ist beliebt, obwohl der indische Markt für solche mit Milch gemischten Getränke zurückgeht. Quelle: Bloomberg
Horlicks

Die Traditionsmarke ist beliebt, obwohl der indische Markt für solche mit Milch gemischten Getränke zurückgeht.

(Foto: Bloomberg)

London Nach vielen Verhandlungen und unzähligen Gerüchten ist es nun offiziell: Der britisch-niederländische Konzern Unilever hat das Bieterrennen um die indische Getränkesparte Horlicks gewonnen. Unilever bezahlt GlaxoSmithKline (GSK) im Zuge des Deals 3,3 Milliarden Euro in bar und Aktien. Dafür erhält der Milliardenkonzern neben Horlicks in Indien noch das Getränkegeschäft in mehr als 20 anderen, vorwiegend asiatischen Märkten.

Es ist eine klare Ansage: In der Hoffnung auf höhere Margen – wie sie die Unilever-Investoren immer vehementer fordern – setzt Unilever auf Wachstumsmärkte wie Indien. Schon jetzt ist der Konzern mit seinen Marken wie Knorr, Axe oder Domestos in diesen Ländern allgegenwärtig. Und das ist auch Grund, weswegen Unilever von dem Horlicks-Deal sich viel verspricht: In vielen Dörfern stehen Unilever-Produkte in den Regalen des örtlichen Mini-Supermarktes. Dieses Vertriebsnetz kann Unilever nun auch für die Horlicks-Getränke nutzen.

In Großbritannien, vor allem aber in Indien, ist Horlicks eine bekannte Marke: Seit seiner Erfindung vor 140 Jahren galt das Malzgetränk in Großbritannien lange als eine Art Energiedrink, der unter anderem in der Ausrüstung der Armee zu finden war.

In Indien wurde der Malzdrink bekannt nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, als indische Soldaten, die auf Seiten Großbritanniens gekämpft hatten, mit dem Getränk im Gepäck in ihre Heimat zurückkehrten. Auch indische Mütter gaben ihren Kindern gern Horlicks als Start in den Tag.

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    Doch mittlerweile hat sich die Meinung vieler Inder zu Horlicks gewandelt – schließlich enthalten Malzdrinks viel Zucker. Nachdem die Anbieter dieser Drinks lange zweistellige Wachstumsraten beim Umsatz verbuchen konnten, fiel das Plus im vergangenen Jahr nach Hochrechnungen von Euromonitor auf 8,6 Prozent, und wird den Prognosen zufolge bis 2022 auf nur noch 2,7 Prozent zurückgehen.

    Börsianer hatten deswegen vor Bekanntgabe des Deals gewarnt, dass Unilever einen zu hohen Preis zahlen könnte. Zwischenzeitlich war gemunkelt worden, dass der Käufer bis zu vier Milliarden Dollar zahlen müsse – nun sind es etwas weniger geworden.

    Bei GlaxoSmithKline wird man sich jedoch freuen, wenn der Deal von den Behörden genehmigt und abgeschlossen wird. Emma Walmsley, die Chefin des britischen Pharmakonzerns, will das Unternehmen stärker auf das Pharmageschäft ausrichten – Horlicks passt da nicht. Im Frühjahr hatte GSK die Sparte zum Verkauf angeboten. Horlicks sei in den vergangenen Jahrzehnten eine wichtige Sparte für GlaxoSmithKline gewesen, erklärt Walmsley nun, aber „wir sind überzeugt, dass Unilever eine gute Ausgangsposition hat, um das zukünftige Potenzial von Horlicks zu maximieren“.

    Der zukünftige Chef von Unilever, der Schotte Alan Jope, hat damit eine neue Aufgabe auf seiner To-Do-Liste. Jope wurde vor wenigen Tagen zum Nachfolger des langjährigen Unilever-Chefs Paul Polman ernannt, zum 1. Januar tritt er an. Mit Asien kennt sich Jope aus. In den mehr als 30 Jahren, in denen Jope schon für Unilever arbeitet, hat er mehrere Jahre in der Region gelebt.

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