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Lebensmittelkonzern Danone wirbt Barry-Callebaut-Chef als neuen CEO ab

Der bisherige Chef des Kakao-Weltmarktführers Barry Callebaut soll Danone aus der Krise führen. Vor allem in Sachen Nachhaltigkeit hapert es beim Konzern.
17.05.2021 - 17:12 Uhr Kommentieren
Der Franzose kommt vom Schokoladenkonzern Barry Callebaut und übernimmt die Führung von Danone. Quelle: AFP
Antoine de Saint-Affrique

Der Franzose kommt vom Schokoladenkonzern Barry Callebaut und übernimmt die Führung von Danone.

(Foto: AFP)

Paris Danone ist fündig geworden: Zwei Monate nach dem unsanften Abgang von Emmanuel Faber als CEO des französischen Wasser- und Milchprodukte-Multis wird der Verwaltungsrat Unternehmenskreisen zufolge am Abend den Franzosen Antoine de Saint-Affrique zum Nachfolger ernennen. Die Aktie des Konzerns legte nach Bekanntwerden der Personalie um mehr als ein Prozent zu.

Der 57-Jährige leitet seit fünf Jahren den Schweizer Kakao-Weltmarktführer Barry Callebaut. Zuvor arbeitete er 15 Jahre bei Unilever in der Nahrungsmittel- und der Hautpflegesparte. Auch bei Danone war er bereits tätig, als Manager der damaligen Tochter Amora-Maille, eines Herstellers von Senf und Essig, der mittlerweile zu Unilever gehört.

De Saint-Affrique soll im September seinen neuen Job antreten. Die Erwartungen an ihn sind hoch. Sowohl bei der Nachhaltigkeit als auch bei der Steigerung des Aktienkurses soll er die Anteilseigner, das breitere Publikum und vor allem die Mitarbeiter überzeugen.

Einem Insider zufolge fiel die Wahl auf den Franzosen, weil er große Erfahrung aus einem Konsumgüterunternehmen mitbringe und mit der Danone-Kultur kompatibel sei. Zudem habe er einen großen Teil seiner Karriere in anderen Ländern absolviert und seine operative Exzellenz unter Beweis gestellt.  

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    Sein Vorgänger Faber galt in Frankreich lange als Vorzeigemanager, war aber seit einiger Zeit in die Kritik geraten. Zuerst kritisierten ihn aktivistische Fonds, später die Mehrheit des Verwaltungsrats dafür, dass er zwar viel über soziale und ökologische Verantwortung von Unternehmen rede. Doch hielten seine Taten nicht Schritt mit der Rhetorik. Gleichzeitig habe er die Ausrichtung des Unternehmens auf eine höhere Rentabilität und einen besseren Aktienkurs vernachlässigt.

    Konkurrent Nestlé steht besser da als Danone

    Der starke Konkurrent Nestlé ist an der Börse mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22 bewertet, Danone kommt auf 16. Hinsichtlich der Rentabilität gibt es ebenfalls eine Differenz, doch kann sich die Marge von 14 Prozent, die Danone erreicht, durchaus sehen lassen.

    Faber hat sich bei Danone durch teure Zukäufe in den USA für die Öffnung hin zu leichteren, auch veganen Produkten stark gemacht. Das betraf vor allem die mehr als elf Milliarden Euro schwere Übernahme von White Wave, einem Hersteller von Bio- und pflanzlichen Produkten.

    Doch richtig konsequent war der Umbau nicht. So findet man bei Danone heute nicht weniger gezuckerte Getränke oder gesünderen Joghurt als vor Fabers Amtsantritt. Danone blieb auch ein Konzern, der wie seine ganz konventionellen Mitbewerber stark vom – wegen seiner ökologischen und sozialen Folgen stark umstrittenen – Wassergeschäft abhängig ist. Den großen Trend zum Konsum von mehr lokalen Produkten hat Faber nach eigener Aussage zu spät erkannt.

    Mehr: So mischen vegane Milch-Alternativen den Markt auf

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