Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Lebensmittelkonzern Nestlé will Plastikmüll in Zukunft wiederverwertbar machen

Der Nahrungsmittelriese Nestlé will umweltfreundlicher produzieren und setzt auf recycelbare Verpackungen. Doch der Weg dahin ist weit.
10.04.2018 - 12:28 Uhr Kommentieren
Nestlé News: Aktuelle Meldungen zum Nahrungsmittelkonzern aus Vevey Quelle: dpa
Nestlé

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern will bei Verpackungen künftig auf eine Kombination von Plastik und Papier setzen.

(Foto: dpa)

Zürich Nestlé will die Verpackungen für seine Lebensmittel umweltfreundlicher machen. Bis 2025 soll das dafür verwendete Material vollständig wiederverwertbar sein, damit es nicht mehr als Abfall auf Mülldeponien oder im Meer landet, wie Nestle am Dienstag mitteilte. Der Weg dahin ist weit – auch weil in vielen Ländern die Infrastruktur zur Mülltrennung und Wiederverwertung fehlt.

Wenn diese vorhanden ist, sind aktuell bis zu 80 oder 90 Prozent der Nestlé-Verpackungen zumindest rein technisch wiederverwertbar, wie Nestlé-Nachhaltigkeitsexperte Duncan Pollard sagte. Den größten Nachholbedarf gebe es hier in Südostasien – etwa auf den Philippinen, in Malaysia, Indonesien, Thailand oder in Westafrika.

Um das Ziel zu erreichen, will der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern seine Verpackungen ändern: Im Fokus stehen beispielsweise aufwendige und mehrschichtige Kombinationen – etwa aus Papier und Plastik. Hier wolle Nestlé weniger und einfachere Materialien einsetzen – etwa Papier.

Das ist das Marken-Imperium von Nestlé
Die Gründung
1 von 16

1866 gründete Henri Nestlé, ein Schweizer Apotheker deutscher Herkunft, die Farine Lactée Henri Nestlé lk.A.. Als Logo wählte er sein eigenes Familienwappen, den Vogel bei der Brutpflege – Nestlé bedeutet im Schwäbischen „kleines Nest“. Unternehmensname und -logo blieben in der gesamten Firmengeschichte, über alle Fusionen und Zukäufe hinweg, unverändert.

(Foto: dpa)
Säuglingsnahrung
2 von 16

1867 erfand Nestlé ein Verfahren, um ein lösliches Milchpulver herzustellen, welches als Muttermilchersatz verwendet werden konnte. Der Vertrieb als „Nestle's Kindermehl“ lief an. Dem Geschäft mit Säuglingsnahrung bleibt der Konzern bis heute treu: 2007 übernahm Nestlé für 5,5 Milliarden US-Dollar den US-amerikanischen Kindernahrungshersteller Gerber vom Pharmakonzern Novartis. Damit stieg Nestlé im Bereich Säuglingsnahrung vom Marktführer in den USA auch zur weltweiten Nummer eins auf.

(Foto: Wikipedia Gemeinfrei)
Milchprodukte
3 von 16

Auch das Geschäft mit Milchprodukten begleitet Nestlé bis heute. Die erste Übernahme war 1898 ein Milchpulverwerk in Norwegen, 1905 fusionierte Nestlé mit der Anglo-Swiss Condensed Milk Company. Zum Jahresende 2006 begann Nestlé ein Joint Venture mit dem französischen Milchkonzern Lactatis, Hersteller von Marken wie Le Président. Nestlé behauptete sich durch diesen Schachzug als Nummer eins der weltweiten Milchindustrie.

(Foto: AFP)
Kaffee und andere Getränke
4 von 16

Ein weiterer Durchbruch gelang Nestlé 1938: Das Unternehmen erfand ein Verfahren zur industriellen Herstellung löslichen Kaffees und begann diesen unter der Marke Nescafé zu vertreiben. Der Vertrieb der seit 2010 boomenden Kaffeekapseln und Kapselmaschinen fällt dem innerhalb des Nestlé-Konzerns eigenständig agierenden Unternehmen Nespresso zu. Das Geschäft mit „Getränken in flüssiger und Pulverform“ macht heute den größten Anteil am Unternehmensumsatz Nestlés aus. Das Gemeinschaftsunternehmen Beverage Partners Worldwide (BPW) mit Coca-Cola ist für den Vertrieb von Tee-Getränken mit Fokus auf Europa und Kanada zuständig.

(Foto: dpa)
Kritik an Nespresso
5 von 16

Die NGO Solidar Suisse kritisierte Nespresso 2011 dafür, als größter Kaffeehändler der Welt keinen fair gehandelten Kaffee anzubieten und parodierte die populären Werbevideos mit George Clooney. Nespresso wies die Vorwürfe zurück.

(Foto: dpa)
Cerealien
6 von 16

Mit dem US-Lebensmittelhersteller General Mills gründete Nestlé in den 1990er-Jahren das 50/50-Joint-Venture Cereal Partners Worldwide (CPW). Das Gemeinschaftsunternehmen bedient den Markt für Frühstücksgetreideprodukte außerhalb der USA.

(Foto: Reuters)
Fertigprodukte
7 von 16

1947 fusionierte Nestlé mit der Maggi AG. Neben Brühwürfeln und Flüssigwürze werden unter dem Namen Maggi bis heute vor allem Instantsuppen- und Gerichte vertrieben. Andere bekannte Nestlé-Marken der Fertigsparte sind beispielsweise der Nudelproduzent Buitoni und die Öl- und Soßenmarke Thomy.

(Foto: Reuters)

Dort wo der Konzern weiterhin auf Plastik setzt, soll dieses einfacher wiederverwertbar sein: „Wir arbeiten daran, die Farbe der Plastikverpackung zu ändern, die wir verwenden. Lichte Farben sind einfacher zu recyceln“, sagte Pollard. Hier sei der Konzern mit seinen Zulieferern in Kontakt und wolle künftig mehr wiederverwertetes Plastik einsetzen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Lebensmittelkonzern - Nestlé will Plastikmüll in Zukunft wiederverwertbar machen
    0 Kommentare zu "Lebensmittelkonzern: Nestlé will Plastikmüll in Zukunft wiederverwertbar machen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%