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Lebensmittelkonzern Schwellenländer retten den Nestlé-Umsatz

Die wachsende Nachfrage aus den aufstrebenden Nationen gleicht den Konsumverzicht in den Industrieländern aus. Der Umsatz des Lebensmittelriesen steigt sogar. Analysten hatten aber mehr erwartet.
18.10.2012 Update: 18.10.2012 - 08:40 Uhr 11 Kommentare
Nestlé-Fabrik auf den Philippinen: Die Schwellenländer retten das Geschäft. Quelle: AFP

Nestlé-Fabrik auf den Philippinen: Die Schwellenländer retten das Geschäft.

(Foto: AFP)

Zürich Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé kann mit starkem Wachstum in den Schwellenländern die schwächelnde Nachfrage aus den von der Schuldenkrise geplagten Industrieländern weiterhin ausgleichen. Wie aus einer Mitteilung des Herstellers von Nescafe, Kitkat-Schokoriegeln und Maggi-Tütensuppen vom Donnerstag hervorgeht, stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2012 im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 67,57 Milliarden Franken (55,83 Milliarden Euro). Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 67,13 Milliarden Franken gerechnet.

Das organische Wachstum, das Wechselkurs- und Akquisitionseffekte ausschließt, lag mit 6,1 Prozent allerdings leicht unter den Erwartungen und verlangsamte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr aufgrund der schwierigen globalen Wirtschaftslage.

In den Industrieländern wuchs Nestlé „trotz der allgemein kränkelnden Wirtschaftslage und dem schwachem Konsumentenvertrauen“ immerhin noch um 2,4 Prozent, wie Konzernchef Paul Bulcke erklärte.

Für das laufende Jahr bestätigte Nestlé dennoch den Ausblick für ein organisches Wachstum von fünf bis sechs Prozent. „Die anhaltende Dynamik unseres internen Realwachstums, verknüpft mit einem leichten Nachlassen des Rohstoffkostendrucks erlaubt es uns, den Ausblick für das Gesamtjahr zu bestätigen“, sagte Bulcke. Zudem soll die operative Marge währungsbereinigt anziehen.

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    • rtr
    • dpa
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    11 Kommentare zu "Lebensmittelkonzern: Schwellenländer retten den Nestlé-Umsatz "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Flaschenwasser stand ja auch nicht zur Diskussion: Wasserrechte, um wenig mehr ging und geht es.
      Und auch da mischt das Haus mehr mit als man annehmen könnte.

    • Vielleicht als Ergänzung...Der Anteil des Flaschenwassers am Gesamtwasserverbrauch ist minimal.

      Eine moderne Abfüllanlage füllt einige zig - Mio. L im Jahr für ein Land. Das sind ein paar 1000 m3. Ein Deutsches Dorf verbraucht (Landwirtschaft ohne Bewässerung) soviel an einem Tag.

      Vandale

    • vandale

      ..."Wenn Nestlé mit staatlicher Genehmigung Brunnen bohrt und das Wasser in Flaschen abfüllt und dabei eine Wertschöpfung generiert, lokaler Anteil sofern der Preform im Lande gespritzt wird ca. 90%, sollte dies sehr positiv sein. "...
      _____________________________________

      Wieviel "staatliche Genehmigungen" in "Schwellenländern" kosten das unterschlagen Sie bei Ihrer Häme - auch nicht schlimm.

      So ist es nun mal das Geschäftsprinzip: Menschen zahlen oder bluten zu lassen für einen konsolidierten Geschäftsbericht.

    • Für all diejenigen die etwas weniger Revolutionsromantik mit pösen Konzernen pflegen:

      Nestlé bezahlt im Gegensatz zu manchen anderen Unternehmen keine "Fördermitgliedschaften" und "Spenden" an NGO´s (Stand 2006). Deshalb steht Nestlé bei diesen in der Kritik. Die Geschäftsmodelle mancher NGO ähneln denen bekannter süditalienischer Organisationen.

      Wenn Nestlé mit staatlicher Genehmigung Brunnen bohrt und das Wasser in Flaschen abfüllt und dabei eine Wertschöpfung generiert, lokaler Anteil sofern der Preform im Lande gespritzt wird ca. 90%, sollte dies sehr positiv sein.

      Vandale

    • langsamer leser mit "flinken" Vertippern...

      Erratum:
      Natürlich heißt es nicht Neokolonialsimus sondern Neokolonialismus.

    • Nestlé und die "Schwellenländer" - feiner kann man Neokolonialsimus bald nicht mehr euphemisieren.

    • Eine weitere Facette von Nestle finden wir in Mali:

      Der dänische Filmemacher Miki Mistrati hat in Mali und an der Elfenbeinküste in Westafrika zum Teil mit versteckter Kamera gedreht.

      Ab 3:30 Min beginnt die Reportage ("Wenn Schokolade bitter schmeckt...") mit der Dokumentation der Situation vor Ort in Afrika:

      http://www.youtube.com/watch?v=97etvV8IoHs

      Wird der Grundstoff unserer Schokolade, wie zu Zeiten des Sklavenhandels in den Zuckerrohrplantagen in Lateinamerika, durch Sklaven und noch verwerflicher durch Kindersklaven gewonnen.

      Konzerne verweisen die Verantwortung auf die Situation vor Ort. Dabei sind sie es, die die Verantwortung für diese Kindersklaven tragen.

      Die Profitgier kennt keine Skrupel.

    • jep, und wer sich dagegen wehren will, wird kalt gestellt, verprügelt und mit dem Leben bedroht.
      Ist das Gerichtsverfahren in der Schweiz schon abgeschlossen?

    • Tütenkochwettbewerb? lol
      Wer bezahlt eigentlich die Fett- und Insulinsucht, die aus dieser Nahrungsmittelphilosophie resultiert?
      Nach mir die Sintflut ...

    • Man lese und bilde sich seine eigene Meinung zu den Geschäftspraktiken von Nestle:

      http://www.swissinfo.ch/ger/Home/Archiv/Aktionsplaene_gegen_Privatisierung_des_Wassers.html?cid=4420844

      Und hier noch ein weiterer Artikel über unabhängigen Journalismus zum Fall Nestle in Pakistan:

      http://www.edito-online.ch/aktuelleausgabe/ergaenzungenzumheft/nestleblocktjournalistenfragenab.html

      Wenn man so seinen Gewinn aus der Dritten Welt erzielt, dann schreit dies geradezu nach einem Produktboykott in der Ersten Welt, hier bei uns!

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