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Lebensmittelkonzern Wem Nestlé das Wasser abgräbt

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé eckt mit seinen Geschäftsgebaren immer wieder an. Bald könnten die Schweizer auch in Deutschland eine umstrittene Einnahmequelle ausbauen, fürchten Kritiker – unser Grundwasser.
14.02.2013 - 10:51 Uhr 76 Kommentare
Riesengeschäft: Nicht nur die Deutschen kaufen immer mehr abgefülltes Trinkwasser.

Riesengeschäft: Nicht nur die Deutschen kaufen immer mehr abgefülltes Trinkwasser.

Düsseldorf Morgens ein Kaffee von Nescafé, dazu ein Brot mit Wurst von Herta. Das Baby bekommt Alete-Nahrung, der Hund Futter von Beneful. Mittags gibt es Nudeln von Buitoni mit einer Tomatensoße von Maggi, zwischendurch eine After-Eight-Schokolade oder ein Mövenpick-Eis und einen Schluck aus der Wasserflasche mit dem Namen Pure Life. Wie kaum ein anderer Konzern ist der Lebensmittelmulti Nestlé in unserem Leben präsent. Unter mehr als 2.000 Marken verkaufen die Schweizer Süßigkeiten, Babynahrung, Kaffee, Cornflakes, Fertiggerichte, Tierfutter und vieles mehr. Nestlé hat 461 Fabriken in 83 Ländern und beschäftigt 330.000 Mitarbeiter.

Und das Unternehmen breitet sich immer weiter aus. Wie aus den am Donnerstag vorgelegten Zahlen hervor geht, ist der Umsatz im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent auf 92,2 Milliarden Franken (64,3 Mrd Euro) gestiegen. Ohne Übernahmen, Verkäufe und Währungsschwankungen, also organisch, wuchs der Konzern um 5,9 Prozent. Auf dieser Basis strebt Nestlé pro Jahr ein Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent an. Konzernchef Paul Bulcke sagte, Nestlé sei zuversichtlich, dieses Ziel „trotz der vielen Herausforderungen, die uns das Jahr 2013 bestimmt bringen wird”, zu erreichen.

Den Zuwachs haben dem Konzern vor allem die Verbraucher in den Schwellenländern beschert, die Nachfrage in Europa schwächelt. Dennoch hatte das Unternehmen sein langfristiges Wachstumsziel von 5 bis 6 Prozent Plus in den Jahren 2010 und 2011 übertroffen. Den Gewinn verbesserte Nestlé im vergangenen Jahr um 1,1 Milliarden auf 10,6 Milliarden Franken.

Bei seiner Ausbreitung eckt Nestlé allerdings immer wieder an. In der Vergangenheit gab es bereits Proteste gegen Nestlés Schokoriegel Kitkat, für dessen Bestandteil Palmöl verwendet wird. Kritiker behaupten, dass für dessen Gewinnung Regenwald gerodet wird. Auch für den Verkauf seiner Süßigkeiten Butterfinger und Baby Ruth, die umstrittene gentechnisch veränderte Pflanzen enthalten, muss das Unternehmen immer wieder Angriffe von Verbraucherschützern einstecken. Das aktuelle Thema ist Nestlés Rolle bei der Privatisierung von Wasser – eine weiteres Gebiet, in das das Unternehmen immer mehr vordringt. Schon jetzt ist der Konzern weltweiter Marktführer für in Flaschen abgefülltes Trinkwasser.

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    76 Kommentare zu "Lebensmittelkonzern: Wem Nestlé das Wasser abgräbt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Liebe Kommentar-Redaktion

      Wo hört die Nettiquette-Toleranz auf - und wo beginnt die Zensur??
      Bei derart Zorn-Erregenden Themen muss es ja wohl auch erlaubt sein KLARTEXT zu schreiben! - So lange Niemand persönlich angegriffen wird und die Kritik/Zorn sich gegen die beteiligten Akteure des zu Grunde liegenden Sachverhalts richtet.

    • und solange man nicht alles sieht, sieht man auch nur die Teilwahrheit.
      Und vielleicht kommt man so zum Schluss, dass nicht immer nur böse Mächte am wirken sind.

    • @Ohnmaechtiger

      Es kommt darauf an wo man etwas sieht !

      Ich kann das schon unterscheiden, keine Sorge .

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Nein, denn wer an der kommunalen Wasserversorgung beteiligt ist muss auch in die Leitungsinfrastruktur investieren. Die sind viel gerissener. Sie bohren das Grundwasser an und verkaufen es in Flaschen. Dadurch sinkt das Grundwasserspiegel und die Bevölkerung kann sich aus ihren Brunnen nicht mehr selbst versorgen und müssen das Flaschenwasser, Cola oder sonstige Zuckerbrühe teuer kaufen. Toll, nicht ?
      Man soll sich besser informieren bevor man die Firmenpropaganda weiterpredigt.
      Grundwasser in Flaschen abzufüllen von Privatunternehmen gehört gesetzlich verboten. Sollen sie doch in wasserarmen Regionen das Wasser einfliegen und verteilen wenn sie etwas für die Bevölkerung tun wollen.

    • Ich bin anderer Meinung. Ich habe nicht nur TV gemeint. Sondern Info und Fakten, woher auch sie kommen mag. Je mehr, desto besser. Irgendwann lernt man auch wichtigen von unwichtigen zu unterscheiden. Es gibt gute TV Sendungen und auch schlechte. Nicht alles in einem Topf werfen.
      Sie haben Ihre Infoquelle aber nicht genannt.

    • an kuac:

      Glauben Sie wirklich, sie kriegen mit Konsumieren Infos und Fakten aufgetischt? Staaten anderer Kulturen schaffen den blinden, dummen Bürger mit Bildungsunterlass. Deutschland mit Fernsehen.

    • Nochmals zum Mitschreiben: Nestle ist in keinem Land und keiner Kommune an der Wasserversorgung beteiligt. Wer anderer Meinung ist, bitte Beispiele. Ich kenne keine Kommune,die Wasser abfuellt und verkauft. Wer andere Info
      hat, bitte Beispiele. In der dritten Welt ist die einzige
      Moeglichkeit sauberes Trinkwasser zu bekommen, Flaschenwasser. Welcher Staat stellt das zur Verfuegung?
      Auch in 100 Jahren wird dort das Leitungswasser (falls es
      ueberhaupt Leitungswasser gibt) nicht trinkbar sein. Wenn
      man Wasser schonen will, soll man Bierherstellung verbieten, die ein vielfaches an Wasser erfordert in bezug
      auf das abgefuellte Produkt. Alles andere ist billige Meinungsmache, die gerade im Handelsblatt nicht vorkommen
      sollte.

    • @Gerd
      Genau, so viel Unwissenheit, RAF und Ablehnung der Privatisierung der Wasserversorgung in einem Atemzug zu nennen.

    • @kuac
      Soviel Unwissen habe ich erwartet.
      Frag mal einen Fünzigjährigen.

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