Lehren aus Germanwings-Katastrophe Flugsicherung will Jets in Notsituationen fernsteuern

Der Chef der Deutschen Flugsicherung spricht sich nach der Germanwings-Katastrophe dafür aus, alle technischen Möglichkeiten zu prüfen. Dazu zählt auch eine Steuerung von Flugzeugen durch die Bodenkontrolle.
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Die Deutsche Flugsicherung denkt über eine Fernsteuerung von Flugzeugen nach. Quelle: dpa
Wenn der Tower alles im Griff hat

Die Deutsche Flugsicherung denkt über eine Fernsteuerung von Flugzeugen nach.

(Foto: dpa)

LangenDie Deutsche Flugsicherung spricht sich nach dem durch den Co-Piloten absichtlich herbeigeführten Absturz des Germanwings-Flugs 4U9525 vor, in solchen Fällen die Kontrolle über das Flugzeug durch Fluglotsen übernehmen zu lassen. „Man muss über die heutige Technik hinausdenken, auch über eine Steuerung vom Boden aus“, sagte Klaus-Dieter Scheurle, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Flugsicherung, am Mittwoch in Langen.

Die DFS habe sich vor einigen Jahren mit anderen Partnern an einem Forschungsprojekt der EU beteiligt. Das habe sich mit solchen Notfällen beschäftigt. Eine Idee dort sei ein Notauslösesystem gewesen. Wenn ein Flugzeug auf einem gefährlichen Kurs sei, könne es automatisch in ein sicheres Fluggebiet geführt werden. „Danach wird dann wird ein neuer Flugplan eingespeist, etwa durch ein System am Boden“, erklärte Scheurle. Diese Flight Reconfiguration System genannte Lösung werde in der Taskforce besprochen, die sich mit den Konsequenzen des Absturzes befasst.

„Wir reden hier nicht über etwas, was morgen eingeführt wird und was auch nicht das Ei des Columbus ist“, sagte Scheurle. Aber man müsse über solche Möglichkeit nachdenken. Trotz des Absturzes biete Fliegen eine hohe Sicherheit, betonte Scheurle. Das würden die Zahlen des vergangenen Jahres belegen. „Es gab im deutschen Luftraum keinerlei Gefährdungen. Es gab fünf Ereignisse, die aber zu managen waren.“

Nach wie vor kämpft die DFS mit einem schwachen Luftverkehrsmarkt in Deutschland. Relevant für die DFS ist die Zahl der Flugbewegungen, nicht die Zahl der beförderten Passagiere. Erstere legte 2014 nur um 0,9 Prozent zu.

„Das ist ein schwächeres Wachstum als in anderen Märkten“, sagte Scheurle und verwies auf Einbrüche in Zielmärkten wie etwa Polen. Zudem würden häufig statt zusätzlicher vor allem größere Flugzeuge von den Airlines eingesetzt.

Auf der Umsatzsatzseite gab es 2014 sogar einen leichten Rückgang von 1,111 auf 1,105 Milliarden Euro. Der DFS-Chef machte dafür auch die Streiks bei Lufthansa verantwortlich. Jeder Streiktag belaste die Flugsicherung mit Mindereinnahmen von 600.000 Euro.

Interner Widerstand gegen Umstrukturierungen
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  • >> Im ersten Bericht den CNN über den Absturz brachte wurde gesagt, die Maschine hätte einen Notfall gemeldet und die Piloten über Funk "Emergency, Emergency!!!" gerufen. Ausserdem wäre beim Aufstieg die Geschwindigkeit um 60 Knoten reduziert worden, immerhin 111 km/h, was laut Experten ein Problem mit den Triebwerken zeige. >>

    Der Flughafen Barcelona soll den Notruf bestätigt haben, hat ihn aber später widerrufen.

    Das alles haben die deutschen Mainshitmedien verschwiegen. Wenn die CNN-Meldung stimmt, dann ist der ganze offizielle Hergang des Absturzes eine Lüge

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Germanwings - War es wirklich ein Selbstmord?

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/03/germanwings-war-es-wirklich-ein.html#ixzz3XOXFKcB1

  • n24.de hat das Video entfernt.

    Was anderes war auch bei der "Untergrabung" der Tatsache auch nicht zu erwarten.

    Lügenpresse in allen Ehren !

  • Hab' den Link mal in die Adressleiste reinkopiert und nachgesehen.

    An oberster Stelle erscheint da:
    http://www.pravda-tv.com/2015/03/germanwings-absturz-das-flugzeug-war-wie-pulverisiert-gab-es-einen-notruf-oder-nicht-videos/

    Sehr aufschlussreich. Was anderes hatte ich auch nicht erwartet.

  • @Frau Annette Bollmohr

    >> Außerdem heißt das "unterschlagen", nicht "untergraben".>>

    Unterschlagen tut man etwas, was man überhaupt NICHT erwähnt.

    Untergraben tut man eine Tatsache, die schon mal erwähnt wurde, aber nicht ins gestrickte Konzept passt.

    Lachnummer ! :-)

  • "(...) warum man diese Tatsache untergraben hat"

    Ah ja, hat man? Und woher wissen Sie das dann so genau?

    Außerdem heißt das "unterschlagen", nicht "untergraben".

  • http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/6361704/-airbus-hat-einen-notruf-abgesetzt-.html

  • @ @ Frau Annette Bollmohr

    Falls Sie Ihren Grips doch mal einsetzen sollten, so stellen Sie sich doch mal ganz einfach die Frage, was mit dem NOT-Ruf der Germanwings geschehen ist ( sendet denn einer, der Suizid begehen will, einen Notruf ? ) und warum man diese Tatsache untergraben hat !

  • @ Frau Annette Bollmohr

    >> glauben Sie den Quatsch, den Sie laufend hier im Forum von sich geben eigentlich wirklich >>

    Bei Ihnen bin ich mir sicher, dass Sie das Märchen mit dem Co-Piloten glauben.....ja glauben wollen, damit Sie Ihren Grips schonen können !

    Und ich glaube lieber dem Quatsch des gesunden Menschenverstandes !

  • @ Herr Helmut Metz


    >> Profi-Piloten kennen vermutlich zahlreiche Möglichkeiten. >>

    Falls die Profi-Piloten solche Möglichkeiten NICHT kennen, empfiehlt sich ein Tablet zum googeln, wie der Co-Pilot der abgestürzten Germanwings es getan haben sollte....:-)

    Der muss wohl gegoogelt haben, an welcher Bergstelle der Aufprall am effektivsten sei ! Hat allerdings sein Tablet nicht mitgenommen....:-)

  • Ach ja, wie 9/11. Die Fernsteuerung hat prächtig funktioniert.

    Wer solche Ideen in Umlauf bringt, statt die überforderte Siebmaschine der Pilotenausbildung zu durchleuchten, lässt sich von den Sand-in-die-Augen-Streuern leicht blenden. Offenbar kann man da nach einem gewissen Punkt einfach alles haben/machen, schlimmstenfalls landdert die B-Klasse eben bei einer Billigtochter.
    Da liegt der Hase im Pfeffer.

    Es lässt sich ja da noch einiges weiteres denken:
    Dann kommen die autonom fahrenden Autos, die uns automatisch im Konsumtempel abliefern und ohne ausreichenden Umsatz auf der Kreditkarte nicht nach Hause wollen. Wer dann rumnölt oder anfängt zu toben, landet in der Klapse. Diagnose: depressiv, asozial, antikapitalistisch... oder was die Fahr-ma-mehr-Gewinn-ein-Industrie sich da noch ausdenkt.
    RFID und KI sei Dank!
    Man beobachte mal die Verschiebungen in den offiziellen Diagnoselisten der Ärztemafia, äh WHO....

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