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Lichtspielhäuser Kinobetreiber AMC braucht frisches Kapital

Der Kinobetreiber will sich über eine Kapitalerhöhung vor weiteren Folgen der Pandemie schützen. Ein Konkurrent muss Häuser vorübergehend schließen.
14.10.2020 - 11:06 Uhr Kommentieren
Die Pandemie hat das Verbraucherverhalten weltweit verändert und den Trend zu digitalen Videodiensten verstärkt. Quelle: AFP
AMC-Kino

Die Pandemie hat das Verbraucherverhalten weltweit verändert und den Trend zu digitalen Videodiensten verstärkt.

(Foto: AFP)

Leawood Wegen ausbleibender Zuschauerzahlen in Corona-Zeiten erwägt der weltweit größte Kinobetreiber AMC Entertainment, sich eine Finanzspritze über eine Kapitalerhöhung zu sichern. Es gebe derzeit keine weitere Notfallplanung, außer zusätzliches Kapital zu beschaffen, sagte Vorstandschef Adam Aron der Nachrichtenagentur Reuters.

Über das Volumen einer Kapitalerhöhung machte er keine Angaben. Aron dementierte einen früheren Bloomberg-Bericht, wonach AMC eine Reihe von Optionen in Betracht ziehe, darunter einen möglichen Insolvenzschutz. Der Bericht sei „falsch“ und „völlig ungenau“.

„Im Moment ziehen wir keinen Plan B in Betracht“, betonte der Manager. „Wenn uns buchstäblich das Geld ausgehen würde, müssten wir uns einen Plan B ausdenken, und wir haben ein ziemlich gutes Gespür dafür, was dieser Plan B sein würde, aber das ist etwas, worüber wir heute nicht aktiv nachdenken.“

Die Pandemie hat das Verbraucherverhalten weltweit verändert und den Trend zu digitalen Videodiensten verstärkt. AMC hat inzwischen den Betrieb von etwa 494 seiner 598 US-amerikanischen Kinos zwar wieder aufgenommen, jedoch die Sitzplatzkapazitäten auf 20 bis 40 Prozent begrenzt.

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    Unterdessen hat die Nummer Zwei der Branche, Cineworld, angekündigt, alle Häuser in den USA und Großbritannien vorübergehend zu schließen. Es gebe keine Alternative, hatte Cineworld-Chef Mooky Greidinger jüngst den Schritt begründet. „Aus Liquiditätssicht verlieren wir mehr Geld, wenn wir offen haben.“

    Wegen der Zurückhaltung der Kinobesucher angesichts steigender Infektionszahlen haben die großen Film-Studios zahlreiche Premieren ausgesetzt. Zuletzt war der Kinostart des neuen James-Bond-Films „No time to die“ erneut verschoben worden - diesmal auf Frühjahr 2021 und damit ein Jahr später als geplant. Auch Marvels „Black Widow“ wurde auf die lange Bank geschoben. „Dune“ soll nun statt im Dezember erst im Oktober 2021 in die Kinos kommen.

    Mehr: Blockbuster bleiben aus: Der Kinobranche droht ein Kahlschlag.

    • rtr
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