Lidl-Schwester Kaufland Iglo und Mars boykottieren Supermarktkette

Der Tiefkühlkosthersteller Iglo und der Lebensmittelkonzern Mars haben die Zusammenarbeit mit der Handelskette Kaufland beendet. Händler und Hersteller wurden sich bei den Preisen nicht einig.
Käpt'n Iglo, die beliebte Werbefigur des Tiefkühlkostherstellers, wirbt für Fischstäbchen. Diese finden Kunden von nun an nicht mehr im Sortiment von Kaufland. Quelle: PR
Iglo

Käpt'n Iglo, die beliebte Werbefigur des Tiefkühlkostherstellers, wirbt für Fischstäbchen. Diese finden Kunden von nun an nicht mehr im Sortiment von Kaufland.

(Foto: PR)

DüsseldorfDer Tiefkühlkosthersteller Iglo und der Lebensmittelkonzern Mars haben die Zusammenarbeit mit der Handelskette Kaufland beendet. Nach wochenlangen Verhandlungen konnten sich Hersteller und Händler dem Vernehmen nach nicht über Preise einigen. Eine Kaufland-Sprecherin bestätigte der Wirtschaftswoche, dass sowohl Iglo als auch Mars die Belieferung von Kaufland eingestellt haben.

Kaufland ist wie Discounter Lidl eine Tochter der Schwarz-Gruppe und setzt mit 650 Filialen in Deutschland und ebenso vielen Läden in sieben Auslandsmärkten rund 20 Milliarden Euro um.

Bei Iglo, das seit Mitte 2015 dem börsennotierten Finanzinvestor Nomad Food mit Sitz auf den britischen Jungferninseln gehört, ist das gesamte Fisch-, Gemüse und Fertiggerichte-Sortiment betroffen.

Zusammen mit Dr. Oetker und Landliebe zählt Iglo zu den beliebtesten Lebensmittelmarken der deutschen Verbraucher. Die deutsche Tochtergesellschaft des US-Lebensmittelriesen Mars (Miracoli, Uncle Ben's ) liefert keine Süßwaren wie Mars, Bounty, Twix, Milky Way, Balisto oder M&M's mehr an Kaufland.

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
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Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

Platz 9: Rossmann
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Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

Platz 8 : dm
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Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Platz 7: Tengelmann
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2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

Platz 6: Lekkerland
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Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
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Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

Platz 4: Aldi
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Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

Hersteller und Händler kämpfen zwar schon seit jeher um Konditionen und Preise. Doch seit Aldi vor Monaten damit begonnen hat, Marken wie Pampers, Nivea, Ariel, Funny-Frisch-Chips oder Krombacher ins Sortiment zu nehmen, ist der Ton zwischen Markenartiklern und Handel deutlich rauer geworden.

Billigangebote bei Aldi zwingen Wettbewerber wie Edeka, Rewe oder eben Kaufland oft, ihre Verkaufspreise ebenfalls zu senken. Preiserhöhungen seitens der Hersteller akzeptiert der Handel daher kaum noch, heißt es in der Branche, auch wenn diese, etwa wegen gestiegener Rohstoffpreise, berechtigt sein mögen. Derzeit zeige sich Kaufland als besonders unnachgiebig.

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