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Berlin

Ein Foodora-Lieferant vor dem den Delivery Hero Headquarters in Berlin

(Foto: Reuters)

Lieferdienst Delivery Hero verkauft Lieferheld, Foodora und Pizza.de an Takeaway.com

Milliarden-Deal in der Lieferdienst-Branche: Das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero soll im Austausch gegen Barmittel und Aktien den Besitzer wechseln.
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Berlin Der Lieferdienst Delivery Hero verkauft sein Deutschland-Geschäft für knapp eine Milliarde Euro an den niederländischen Konkurrenten Takeaway.com. Delivery Hero werde dabei seine deutschen Lieferdienste Lieferheld, Pizza.de und Foodora abgeben und im Gegenzug Bargeld und Aktien der Takeaway.com im Volumen von 930 Millionen Euro erhalten, teilte das im MDax gelistete Unternehmen in der Nacht zum Freitag mit.

Die Delivery-Hero-Aktie reagiert am Freitagmorgen mit einem deutlichen Plus. Das Papier liegt um kurz vor halb zehn gut 20 Prozent im Plus.

Delivery Hero geht davon aus, durch die Aktienbeteiligung im Zuge der Transaktion einen Anteil von ungefähr 18 Prozent an Takeaway.com aufzubauen. Rund die Hälfte des Barerlöses von etwa 508 Millionen Euro will der Konzern in weiteres Wachstum investieren.

Lieferando und Lieferheld aus einer Hand

Die Unternehmen wollen den Deal den Angaben zufolge in der ersten Jahreshälfte 2019 abschließen. Über eine Fusion der beiden Schwergewichte des hart umkämpften Liefermarkts wird schon länger spekuliert. Takeaway ist in Deutschland für seine Marke Lieferando bekannt, ein weiterer großer Rivale ist Deliveroo.

Delivery Hero liefert sich mit Takeaway.com, JustEat und Deliveroo aus Großbritannien sowie Uber Eats einen scharfen Wettbewerb. Die Berliner konzentrieren sich verstärkt auch auf die Auslieferung der Essensbestellungen über ihren eigenen Dienst Foodora, was besonders kostenintensiv ist.

Mitte August hatte das Unternehmen noch angekündigt, seinen Dienst in zehn deutschen Städten einstellen zu wollen – darunter Dresden, Düsseldorf und Stuttgart. Stattdessen wollte der Lieferdienst mehr in denjenigen Städten investieren, „in denen wir schnell expandieren“ wie Berlin, München, Köln, Hamburg und Frankfurt.

Bislang liefert Uber Eats in rund 250 Städten Essen aus, darunter auch in europäischen Metropolen wie Amsterdam, Paris und Wien. In Deutschland sind die Amerikaner noch nicht vertreten.

Anfang November hatte Delivery Hero sich nach einem Umsatzsprung im dritten Quartal höhere Ziele für das Gesamtjahr gesetzt. Es werde nun mit Erlösen zwischen 780 und 785 Millionen Euro gerechnet, hieß es. Bis dahin waren 760 bis 780 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden.

Bereits Sommer hatte das in 39 Ländern aktive Unternehmen angekündigt, zusätzliche 80 Millionen Euro zu investieren. Firmenchef Niklas Östberg hatte komplett auf eine Prognose verzichtet, wann sein Unternehmen schwarze Zahlen schreiben werde. Im dritten Quartal war der Umsatz aber währungsbereinigt um 62 Prozent auf 202 Millionen Euro gestiegen.

  • rtr
  • dpa
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