Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Limonadenkonflikt Wirtschaftsvereinigung wirft Lemonaid unzulässigen Wettbewerbsvorteil vor

Lemonaid hat mit dem Zuckergehalt seines Produkts eine Debatte ausgelöst. Jetzt mischt sich auch die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke ein.
Kommentieren
Wirtschaftsvereinigung für alkoholfreie Getränke wirft Lemonaid Wettbewerbsvorteil vor. Quelle: dpa
Lemonaid-Limonade

Wirtschaftsvereinigung für alkoholfreie Getränke wirft Lemonaid Wettbewerbsvorteil vor.

(Foto: dpa)

Düsseldorf In die Debatte um den Zuckergehalt der Lemonaid-Limonade hat sich auch die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) eingemischt. Die Vereinigung findet es falsch, dass die Verbraucherschutzbehörde der Stadt Hamburg den Rechtsvollzug gegen das Start-up Lemonaid zurückgenommen hat.

Bei dem Konflikt zwischen der Behörde und dem Erfrischungsgetränkehersteller Lemonaid ging es darum, dass eine Limonadensorte des Unternehmens nicht den vorgeschriebenen Mindestzuckergehalt von sieben, sondern nur sechs Prozent aufweist. Der Vorschlag der Behörde war, dass das Start-up entweder sein Produkt umbenennt oder den Zuckergehalt heraufsetzt. Dem Anschein nach gab die Hamburger Behörde dem Druck aus Politik und von Seiten der Verbraucherschützer nach. Der letzte Stand: Lemonaid darf seine Getränke weiterhin als Limonade bezeichnen.

Der wafg-Hauptgeschäftsführer findet: „Wenn man ein Produkt derart prominent als Limonade bezeichnet und unter dieser klar definierten Kategorie vermarktet, gibt es dafür klare Spielregeln. Diese gelten natürlich für alle Unternehmen gleichermaßen.“ In einem Rechtsstaat könne der Aspekt der Irreführung nicht zur politischen Disposition gestellt werden und im fairen Wettbewerb nicht zur Verfügungsmasse einzelner Unternehmen werden.

Diese klaren Definitionen stehen im Deutschen Lebensmittelbuch und haben keine Gesetzeskraft, aber eine hohe Bindewirkung. In der Lebensmittelbuch-Kommission sind Wirtschaft, Wissenschaft, Verbraucher und Lebensmittelüberwachung gleichberechtigt vertreten. Sie soll für Klarheit und Wahrheit bei Lebensmitteln sorgen und Verbraucher vor Irreführung und Täuschung schützen.

Die aktuelle Debatte löse sich der wafg zufolge von den tatsächlich relevanten Fragen. Daher ergänzt Groß: „Eine Salami ist keine Zwiebelmettwurst, ein Sandkuchen ist kein Dresdner Stollen und ein veganes Fleischersatzprodukt kein Steak.“ Ebenso sei nicht jedes Erfrischungsgetränk eine Limonade.

Die wafg findet deshalb, dass sich Lemonaid einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil verschafft. Es gebe laut Groß eine breite Vielfalt im Erfrischungsgetränkesortiment. Auch andere Unternehmen würden Erfrischungsgetränke mit wenig Zucker herstellen. Diese Hersteller würden aber pflichtgemäß ihre Deklaration prüfen und sich an Recht und Gesetz halten. „Von daher hat es einen deutlichen Beigeschmack, wie das betroffene Unternehmen hier versucht, sich zu positionieren“, sagt Groß.

Startseite

Mehr zu: Limonadenkonflikt - Wirtschaftsvereinigung wirft Lemonaid unzulässigen Wettbewerbsvorteil vor

0 Kommentare zu "Limonadenkonflikt: Wirtschaftsvereinigung wirft Lemonaid unzulässigen Wettbewerbsvorteil vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote