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Lockdown-Maßnahmen Einzelhändler kassieren Prognose für Weihnachtsgeschäft

Der Lockdown zur umsatzstarken Zeit schockiert den Einzelhandel. Der Branchenverband HDE rechnet nun mit einem Umsatzminus von rund sieben Prozent.
15.12.2020 - 14:25 Uhr Kommentieren
Bund und Länder haben beschlossen, dass bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs alle Läden ab Mittwoch schließen müssen. Quelle: dpa
Leere Straße

Bund und Länder haben beschlossen, dass bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs alle Läden ab Mittwoch schließen müssen.

(Foto: dpa)

Berlin Die deutschen Einzelhändler haben ihre Prognose für das Weihnachtsgeschäft wegen der Lockdown-Maßnahmen gesenkt. Der Branchenverband HDE rechnet für November und Dezember nun mit einem Umsatzminus von rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp 98 Milliarden Euro.

Bislang war ein Wachstum von 1,2 Prozent auf fast 104 Milliarden Euro erwartet worden. „Die sonst so umsatzstarke Phase zum Jahresende wird für viele Händler zum Fiasko“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Dienstag.

Dabei könne der Online-Handel in dieser Zeit seine Umsätze um fast ein Drittel auf knapp 20 Milliarden Euro steigern, während der stationäre Handel ein Minus von 14 Prozent auf rund 79 Milliarden Euro hinnehmen müsse. Bund und Länder beschlossen angesichts steigender Infektionszahlen, dass bis auf Lebensmittelgeschäfte und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs alle Läden ab Mittwoch schließen müssen – zunächst bis zum 10. Januar.

Der Lockdown hat für die Unternehmen extrem unterschiedliche Folgen. Während Online-Shops und Lebensmittelhändler gute Geschäfte machen, muss der von den Schließungen betroffene Handel in diesem Jahr ein Fünftel seiner Umsätze abgeben, was etwa 36 Milliarden Euro entspreche, wie der HDE schätzt.

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    Für den stationären Handel insgesamt bedeute das für 2020 ein Minus von 2,7 Prozent oder rund 13 Milliarden Euro. „Das kann die Branche ohne passgenaue Hilfen nicht mehr überstehen“, sagte Genth. „Insbesondere im Modehandel stehen viele Betriebe kurz vor der Insolvenz.“

    Der HDE fordert deshalb von der Bundesregierung eine Gleichbehandlung mit der Gastronomie beim Umsatzausgleich für den Dezember. Die ab kommenden Jahr geplanten Überbrückungshilfen seien bisher an vielen Stellen nicht passend ausgerichtet. Es müsse unbürokratisch und schnell ausgezahlt werden, sonst könne es für bis zu 50.000 Geschäfte mit 250.000 Beschäftigten keine Perspektive mehr geben.

    Mehr: „Bis zu 250.000 Jobs gefährdet“: Einzelhandel fordert umfassendere Hilfen

    • rtr
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