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Logistik Hermes will exakter liefern

Vergebliche Zustellversuche verhageln den Logistikunternehmen die Bilanzen. Darum will der Paketservice Hermes künftig auf individueller auf die Kunden eingehen - und häufiger nach Feierabend zustellen.
14 Kommentare
Ein Hermes-Mitarbeiter beim Scannen eines Pakets. Quelle: Hermes

Ein Hermes-Mitarbeiter beim Scannen eines Pakets.

(Foto: Hermes)

Hamburg Immer mehr Kunden kaufen im Internet ein. Waren im Wert von 27,6 Milliarden Euro orderten die Deutschen 2012 im Netz – ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Branche hat ein Problem, das sie dringend lösen muss: So gern die Kunden im Internet bestellen, so wenig sind sie dauernd zu Hause erreichbar, um die Pakete zu empfangen. Für den Paketdienst erhöhen vergebliche Zustellversuche die Kosten.

„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Verbrauchern einen Weg zu finden, dass sie ihr Paket bekommen, wann und wohin sie es haben wollen“, sagte Hanjo Schneider, Chef des Logistikunternehmens Hermes und Service-Vorstand des Mutterkonzerns Otto-Gruppe, dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Der Weg dorthin erfordert mehr Wissen, Hermes benötigt ein Datenprofil der Empfänger. Darüber erfährt das Unternehmen dann etwa, dass die Zusteller Herrn Müller samstags nicht zu Hause, sondern in seinem Wochenendhaus an der Ostsee antreffen.

Doch das reicht nicht, Hermes, ein Konkurrent der Deutschen Post/DHL, muss den Kunden zudem klarer sagen, wann die Sendungen kommen. „In Zukunft werden wir zeitlich enger eingrenzen können, wann wir zustellen. Die Toleranz soll maximal ein bis zwei Stunden betragen“, verspricht Schneider. „Zudem werden wir verstärkt nach Feierabend zustellen.“ Starten wird Hermes mit dem neuen Service kommendes Jahr, testweise zuerst in Ballungsgebieten.

Europas größte Paketdienste
Deutsche Post - DHL
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Platz 1 - DHL
Die DHL ist der Marktführer unter den europäischen Paketdiensten. Fast jedes vierte Paket (23 Prozent) von Unternehmen an Konsumenten geht durch die Hände von DHL-Mitarbeitern. DHL wurde 1969 in den USA gegründet und ist seit 2002 ein Tochterunternehmen der Deutschen Post.

Quelle der Marktanteile: FTI Consulting

(Foto: dpa)
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Platz 2 - Hermes
Mit 19 Prozent belegt Hermes Platz zwei bei den Marktanteilen. Hermes firmiert in Deutschland als Hermes Logistik Gruppe. Das Unternehmen ist durch seine zahlreichen Paketshops bekannt. Nach eigenen Angaben gibt es davon mehr als 14.000 in Deutschland.

(Foto: PR-Bild)
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Platz 3 - DPD
Die DPD liefert 18 Prozent aller europäischen Pakete von Unternehmen an Konsumenten aus. DPD ist seit 2007 nicht mehr die Abkürzung für „Deutscher Paket Dienst“, sondern für „Dynamic Parcel Distribution“. DPD ist ein Tochterunternehmen der französischen Geopost.

(Foto: PR-Bild)
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Platz 4 - TNT
Das niederländische Unternehmen TNT liefert 15 Prozent aller Pakete im sogenannten „Business to Customer“-Geschäft (B2C) in Europa aus. In Deutschland ist das Unternehmen als TNT Express im Markt für Kurier-Express-Pakete aktiv.

(Foto: PR-Bild)
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Platz 5 - GLS
Sieben Prozent aller europäischen Pakete von Unternehmen an Kunden werden von GLS transportiert. GLS ist die Abkürzung für General Logistics Systems. Das Unternehmen sitzt in Amsterdam und gehört zur Royal Mail, der britischen Post.

(Foto: PR-Bild)
UPS: Umweltfreundliche Paktzustellung per Fahrrad
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Platz 6 - UPS
Der United Parcel Service of America, kurz UPS, ist bei Paketdienstleistungen von Unternehmen zum Kunden nur schwach vertreten. UPS kommt dort nur auf zwei Prozent Marktanteil. Der Logistikdienstleister wurde bereits 1976 gegründet und war 1976 der erste Konkurrent der damaligen Deutschen Bundespost.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)
huGO-BildID: 5813500 FedEx courier Geno Cruz loads packages into his truck 22 December 2005 in San Francisco, California. FedEx Corp. posted a 33 pe
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Platz 7 - Fedex
In den USA ist Fedex ein Riese im Paketgeschäft. In Europa hat das Logistikunternehmen nur einen Anteil von ein Prozent am Privatkundengeschäft. Fedex wurde 1971 gegründet und hat in Deutschland sein Drehkreuz am Flughafen Köln/Bonn.

(Foto: AFP)

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14 Kommentare zu "Logistik: Hermes will exakter liefern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Yap... mit 1600 Ebay bewertungen und der entsprechenden Erfahrung muss ich immer wieder feststellen. Ich sollte es lassen. Waren bleiben ohne erkennbare Gründe an Niederlassungen liegen, das Trackking Zwischenschritte nicht an, eine Laufzeit von 5 Tagen bei 250KM Entfernung ist indiskutabel. Da kann man nix schön reden, auch wenn die Herren und Damen der PR das verzweifelt versuchen. Vielleicht wäre ein erster Schritt eine FaireBezahlung der Mitarbeiter und deren Aufwendungen durch das Bereitstellen der privaten Fahrzeuge. Arbeitsnehmerzufriedenheit erhöht die Motivation, Erfolgsprovision die Begeisterung.

  • Die Auslieferung ist bei mir das kleinste Problem bei Hermes. Wir haben tatsächlich einen angestellten Auslieferer mit offiziellem Fahrzeug und Uniform (ich wusste gar nicht dass es so was noch gibt).
    Das Problem ist, dass man nie vorher weiß wie versandt wird. Es fehlt einfach die Möglichkeit zu sagen "bin eh nie zu Hause - bitte an der Tankstelle abgeben" (das betrifft im Prinzip jeden Lieferservice). Das beste war beim der Auslieferung vom iPad 3:
    Lieferzeit von Apple damals ca. 3 Wochen. Nach bereits vier Tagen bekam ich die Bestätigung, dass das iPad auslieferbereit sei und die auf die Abholung durch Hermes warten. Das dauerte dann genau 5 Tage. Der Weg durch die Lagerstätten von Hermes dauerte dann 7 (!) Tage. Als es dann bei unserem Auslieferfahrer angekommen war, sah ich den fehlgeschlagenen Zustellversuch. Ich habe dann bei Hermes angerufen, ob die das nicht abends direkt an einer Abholstelle hinterlegen könnten... wäre ja so einfach. Antwort des Service Centers: das Paket muss abends zurück in die Zentrale, dann umgekennzeichnet werden (1 Tag) und dann wieder mit dem Fahrer raus zur Abholstelle (noch ein Tag). - Super Lösung, bei UPS wäre ich abends ab sieben zum Lager gefahren und hätte es abgeholt, kein Wunder das so erhöhte Kosten entstehen.
    Als ich nach der arbeit Tanken war, kam gerade unser Hermes Mensch vorbei. Ich habe Ihn angesprochen und hatte nachdem er das kurz gescannt hatte, sofort mein iPad!
    Der einfache Fahrer ist also persönlich besser organisiert, als die von Managern vorgegebenen Orgapläne!

  • Hermes ist eine absolute Katastrophe - Pakete, die wie frisch aus der Raucherlounge riechen; Fahrer ohne GPS im Fahrzeug, die eine Adresse nur jedes zweite Mal finden; Pakete, die ohne zweiten Zustellversuch wieder zurückgehen, etc. - Wir meiden mittlerweile Webstores, welche mit Hermes versenden.

  • Beim Hermes-Tracking fahnden Sie vergeblich nach IRGENDEINER Kontaktmöglichkeit. Nach Googeln landet man dann meist bei irgendeinem Zwischenlager, wos dann wieder hängt. Die haben es in einem besonders drastischen Fall geschafft, eine Sendung an eine größere Kanzlei in München nach 14 (!) Tagen völlig zerrissen vor meine Tür zu werfen, kommentarlos. Meine Tür (!), die sie bislang noch NIE (ich schwörs) wirklich NIE gefunden haben, wenn es darum ging, mir etwas zuzustellen.

  • "Lustigerweise" bin ich schon seit Jahren kein Kunde mehr bei Amazon. Damals waren die Arbeitsbedinungen dort noch nciht in den Schlagzeilen. Ich habe aufgehört, bei denen zu bestellen, weil einige Läger mit HERMES zusammenarbeiten und ich die Ware nie, wirklich nie problemlos erhalten habe. Grund sind ein paar Stufen zum Briefkasten. Prekäre Bezahlung nach Stückzahl wecken kein Interesse an aufwändigen Zustellungen. Interessant nur, dass ich damti gleich ZWEI Richtige "erwischt" habe;-)

  • Dabei wäre es relativ einfach: Mittlerweile ist es schon fast üblich, dass man vom Versender einen Tracking-Link des Kurierdienstes kriegt, sobald die Ware versandt wird. Auf der entsprechenden Seite des Kurierdienstes sollte es zusätzlich möglich sein, Lieferinstruktionen abzusetzen (z.B. beim Nachbar XY abgeben) oder ähnliches. Das würde die Sache für beide Seiten sehr vereinfachen. Ich hab mich auch schon geärgert über Notizzettel seitens der Kurierdienste nach dem Motto "Wir kommen morgen wieder". Ist ja toll, aber um welche Uhrzeit?

  • Hermes gehört ja der Otto-Gruppe. Die armen "Hermes-Selbständigen" bekommen pro Paket eine Vergütung, welche noch nicht einmal die Kosten für´s Fahrzeug decken. Die Otto-Gruppe spielt hier wirklich das Spiel mit der kaufmännischen Unwissenheit ihrer "Logistikpartner". Ich möchte hier jetzt nicht nach dem Staat rufen, allerdings ist dieses Gebaren der Otto-Gruppe für meine Begriffe ganz klar ein Fall für den Staatsanwalt, da hier menschenunwürdige Knebelverträge abgeschlossen werden, welche nur die Ausbeutung der Arbeitskraft zum Nachteil eines Vertragspartners zum Ziel haben. Solche Dinge haben für mein dafürhalten in diesem Land nichts verloren!

  • Der Punkt in dem Hermes verbesserungsfähig ist wäre die Paketbehandlung. Und wenn mal was schief geht, die undenbehandlung.

    Bei Hermes trainiren alle wahrscheinlich Paket-Weitwurf. Irgendein Hermes-Manager muß wohl erzählt haben, das wird bald olympische Disziplin. Ohne solche Parolen vom Hermes-Management würden sicher mehr Pakete heil ankommen. Immerhin ist Hermes schon Weltmeister im Abwimmeln von Kundenansprüchen. Bisher 2 x Hermes benutz, beide Male war alles zertrümmert! Dabei macht Hermes Reklame: Alles ist versichert! Was der Kunde leider nicht weiß: Die Leute welche in der Sortierung fehlen sitzen in der Kunden-Abwimmelabteilung.

    Ist ja auch ein Geschäftsmodell.
    Aber für mich nicht sooo attraktiv.

  • Anrufen lassen,das sage ich denen allen schon seit Jahren,aber das habe ich bisher nur einmal bei UPS erlebt.

  • Das ist wohl ein schlechter Witz.DHL ist der allerletzte Saftladen.Wenn sie ein Paket nachverfolgen(ohne Sendeverfolgung können sie es gleich wegschmeißen),dann können sie beobachten,wie es drei Tage zum Zielszustellungszentrum braucht,dann passiert eine Woche nichts und dann lesen sie,dass es ein Problem gab und das Paket geht zurück ins Ausgangszentrum und dann von dort wieder ins Zielzustellungszentrum.
    Nach ca,11 Tagen hatte ich dann mein Paket.Innerhalb Deutschlands wohl gemerkt.

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