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Logistikunternehmen Unregelmäßigkeiten bei Mitarbeiter-Befragung der Post

Bei einer Befragung des Unternehmens 2019 sollen mehrere leitende Angestellte Bögen ausgefüllt haben – von länger krankgeschriebenen Mitarbeitern.
06.01.2020 - 14:20 Uhr Kommentieren
Unregelmäßigkeiten bei Mitarbeiter-Befragung der Post Quelle: Imago
Deutsche Post

Ein Post-Sprecher bestätigte, dass bei der Befragung im vergangenen Jahr erstmals Unregelmäßigkeiten aufgetreten seien.

(Foto: Imago)

Bonn Bei einer Mitarbeiter-Befragung der Deutschen Post sollen etliche Fragebögen manipuliert worden sein. Bei der Befragung im vergangenen Jahr seien erstmals Unregelmäßigkeiten aufgetreten, wie ein Post-Sprecher bestätigte. Zuvor hatte das Portal „Business Insider“ darüber berichtet.

Dem Bericht zufolge sollen mehrere leitende Angestellte in Bremen und Nordhessen die Bögen länger krankgeschriebener Mitarbeiter ausgefüllt und damit die Ergebnisse verfälscht haben. Diese Details zu den Geschehnissen wollte der Postsprecher nicht bestätigen.

„Fakt ist: Es sind Führungskräfte involviert gewesen“, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Diese hätten mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen - auch die Entbindung von Aufgaben sei möglich. Laut „Business Insider“ sollen bereits im Dezember Verantwortliche beurlaubt worden sein.

Der Post-Sprecher betonte, das Ergebnis der Befragung sei dennoch weiterhin repräsentativ und aussagekräftig, da „der Anteil dieser Antwortbögen an allen abgegebenen Antwortbögen in Deutschland im geringen einstelligen Prozentbereich“ liege. Diese seien vor der Auswertung aus dem Verkehr gezogen worden.

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    Die Befragung findet bei der Post – wie in Großkonzernen üblich – einmal im Jahr statt, um ein Stimmungsbild unter den Mitarbeitern zu erfassen. Die Teilnahme ist nach Angaben des Unternehmens freiwillig und anonymisiert. Mit der Durchführung und Auswertung beauftragt der Konzern einen externen Dienstleister.

    Mehr: Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Beschwerden über die Post fast verdreifacht. Dabei geht es nicht nur um verspätet zugestellte Briefe.

    • dpa
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