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Lokführergesellschaft GDL will Konkurrenten der Bahn weiter bestreiken

Ein Streik ist gerade vorbei, da plant die Lokführergewerkschaft GDL bereits den nächsten. Ab kommender Woche will sie die Konkurrenten der Deutschen Bank häufiger und möglicherweise auch länger als bisher bestreiken.
16.04.2011 - 11:36 Uhr Kommentieren
Die Lokführergewerkschaft GDL und ihr Bundesvorsitzende Claus Weselky (links) planen neue Streiks gegen Konkurrenten der Deutschen Bahn. Quelle: dpa

Die Lokführergewerkschaft GDL und ihr Bundesvorsitzende Claus Weselky (links) planen neue Streiks gegen Konkurrenten der Deutschen Bahn.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Lokführergewerkschaft GDL will die Konkurrenten der Deutschen Bahn (DB) von der kommenden Woche an häufiger und möglicherweise auch länger als bisher bestreiken. Am Samstagmorgen endete ein weiterer 48-Stunden-Streik bei fünf großen regionalen Wettbewerbern der Bahn. Die Beteiligung lag insgesamt bei rund 70 Prozent, sagte eine GDL-Sprecherin.

Am Freitag hatte die GDL für die rund 20.000 DB-Lokführer eine Tarifeinigung erzielt. Weitere Streiks im Fern- und Regionalverkehr des Marktführers sind damit vom Tisch.

Die Gewerkschaft will an ihrer Streik-Taktik bei den Bahnunternehmen festhalten, obwohl bisher keine Fortschritte zu erkennen sind. „Die sind alle wirtschaftlich gut aufgestellt - es ist einfach der Wille, der fehlt“, sagte die Sprecherin am Samstag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Einen unbefristeten Streik plane die GDL bisher nicht. Anbietern, die ihre Lokführer deutlich schlechter als die DB bezahlen, biete die Gewerkschaft einen Stufenplan zur Anhebung des Lohnniveaus an.

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    Die GDL will auf Basis der Einigung mit der DB einen Branchentarifvertrag für alle 26.000 Lokführer in Deutschland durchsetzen.

    Bestreikt werden die fünf Bahn-Unternehmen Abellio, Netinera (früher Arriva), Benex, Veolia und Hessische Landesbahn sowie deren Töchter. Nur mit Keolis (Eurobahn) konnte die GDL sich zumindest annähern und an den Verhandlungstisch zurückkehren.

    Eine Sprecherin der Hessischen Landesbahn sagte der dpa am Samstag, während des jüngsten Streiks seien trotz der Arbeitsniederlegungen etwa 65 Prozent der Züge gefahren. Man sei aber bereit zu Gesprächen. „Die GDL hat registriert, dass wir verhandeln wollen.“

    Die GDL muss in einem mühsamen Prozess, der gerade erst am Anfang steht, mit den Bahnunternehmen einzeln Tarifverträge aushandeln, nachdem sich die Verhandlungsgemeinschaft der „Großen Sechs“ (G6) aufgelöst hatte. Dies ließe sich auch nicht mehr rückgängig machen, sagte die Sprecherin der Hessischen Landesbahn: „Das hat sich endgültig erledigt.“

    Das neue Tarifpaket bei der Deutschen Bahn umfasst neben einem Einkommensplus von 2,0 Prozent nach GDL-Angaben auch einen Kündigungsschutz und Verbesserungen bei einigen Zulagen. Das Lohnplus gilt rückwirkend zum 1. Januar. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 18 Monate.

     

    • dpa
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