London City Airport Investoren aus Kanada und Kuwait kaufen Business-Flughafen

Investoren aus Kanada und Kuwait haben den Londoner City Airport erworben. Die Allianz wollte bei dem Deal auch mitmischen – Insidern zufolge war dem Versicherungskonzern aber der Kaufpreis zu hoch.
Der City Airport ist vor allem bei Geschäftsleuten beliebt, weil er günstiger liegt als Heathrow oder Gatwick. Quelle: dpa
London City Airport

Der City Airport ist vor allem bei Geschäftsleuten beliebt, weil er günstiger liegt als Heathrow oder Gatwick.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Londoner City Airport gehört künftig Investoren aus Kanada und vom Golf. Die kanadischen Pensionsfonds OTPP und OMERS und der kuwaitische Staatsfonds kauften den kleinsten der vier Londoner Flughäfen vom US-Finanzinvestor Global Infrastructure Partners (GIP), wie die Beteiligten am Freitag bestätigten. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Im Vorfeld waren rund zwei Milliarden Pfund (umgerechnet 2,55 Milliarden Euro) genannt worden.

Der Versicherungsriese Allianz, der sich stark für solche Infrastruktur-Investments interessiert, hatte sich mit den Kanadiern verbünden wollen, war aber Insidern zufolge wegen des hohen Kaufpreises vor einem Gebot letztlich zurückgeschreckt. Die Allianz wollte sich dazu nicht äußern. Große Versicherer suchen angesichts niedriger Zinsen nach langfristigen lukrativen Geldanlagen, die eine verlässliche Rendite abwerfen.

GIP hatte vor zehn Jahren rund 750 Millionen Pfund für den City Airport gezahlt. Seither ist die Zahl der Passagiere dort von zwei Millionen auf 4,3 Millionen im Jahr nach oben geschnellt. Der City Airport ist vor allem bei Geschäftsleuten beliebt, weil er günstiger liegt als Heathrow oder Gatwick und das traditionelle Banken- und Börsen-Viertel von dort aus ebenso gut erreichbar ist wie Canary Wharf im ehemaligen Hafengebiet, wo sich viele Finanzunternehmen angesiedelt haben.

OMERS ist einer der größten Pensionsfonds in Kanada und hat mit Borealis einen eigenen Infrastruktur-Fonds. OTPP legt die Pensionsgelder für die Lehrer in der Provinz Ontario an. Ihm gehören bereits vier Flughafen, darunter die in Birmingham und Bristol. Auch der kuwaitische Staatsfonds KIA hat mit Wren House seit 2013 einen eigenen Infrastruktur-Investor.

„Eine unhygienische Kloake von Flughafen“
Platz 10 – London Luton Airport, England
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Platz zehn geht an den Londoner Flughafen Luton. Nach Heathrow, Gatwick und Stansted ist dies der viertgrößte Airport der britischen Hauptstadt und liegt etwa 50 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Hauptkritikpunkt am Flughafen ist, dass für so ziemlich alles extra obendrauf bezahlt werden muss. So kostet schon die Einfahrt auf das Flughafengelände zweieinhalb Pfund Gebühr, auch die Benutzung eines Koffertrolleys und Wlan schlagen extra zu Buche. An den Schaltern bilden sich oft lange Schlangen, auch das Essen am Airport wird als schlecht bewertet.

Regelmäßig küren die User der Bewertungswebseite „The Guide to Sleeping in Airports“ in einer großen Umfrage den miesesten Flughafen der Welt. Dabei haben diesmal mehr als 26.000 Reisende teilgenommen. Sie bewerteten ihre besuchten Flughäfen nach dem Gesamteindruck, der Sauberkeim im Terminal, den Einkaufsmöglichkeiten, dem Service, dem Komfort und der Möglichkeit, auf dem Flughafen zu schlafen.

Platz 9 – Flughafen Bergamo, Italien
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Am Flughafen Bergamo scheinen sich vor allem Diebe wohl zu fühlen, aber keine Flugpassagiere: „Leute laufen durch den Flughafen und beklauen schlafende Passagiere“, schreibt ein Reisender auf sleepinginairports.net. Dabei soll die Security wenig Interesse an Diebstählen haben. Manche Reisende berichten, dass die Sicherheitsleute die Gäste dafür oft aus dem Schlaf reißen, damit sie gefälligst selbst auf ihre Sachen aufpassen.

Platz 8 – Flughafen Brüssel-Charleroi, Belgien
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Was treibt der Flughafen Brüssel-Charleroi nur mit seinen Fluggästen? Die Kommentare lassen absolut nichts Gutes erahnen: „Ich habe das Gefühl, dieser Flughafen tut alles dafür, dass man ihn hasst“, schreibt da jemand. Der Airport, 50 Kilometer von Brüssel entfernt, wird vor allem von Billigfliegern angeflogen. Hier gibt es nicht genug Sitzmöglichkeiten, zu wenig Einkaufsmöglichkeiten – und die Heizung streikt auch regelmäßig. Außerdem gibt es nachts keine Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Brüssel.

Platz 7 – Flughafen Rom-Ciampino, Italien
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Hier fliegt auch mal der Papst ab – und wartet auf dem Rollfeld: Der Flughafen Rom-Ciampino ist hinter dem Airport Fiumicino der kleinere Flughafen der italienischen Hauptstadt und wird eher von Billig-Airlines genutzt. Fluggäste bemängeln hier vor allem die düstere Atmosphäre, lange Schlangen und wenig Sitzmöglichkeiten. so schreibt ein Gast in seiner Bewertung: „Es gibt nirgends genug Sitze für die Anzahl der Leute, die diesen Flughafen nutzen.“

Platz 6 – Flughafen Korfu, Griechenland
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So schön Korfu auch ist: der Flughafen der Insel ist es nicht. In einer Bewertung eines Reisenden auf „The Guide to Sleeping in Airports“ findet sich ein sehr drastischer Vergleich für die Verhältnisse auf dem Airport: „Unsere Gefangenen haben im Vergleich zu dieser unhygienischen Kloake von Flughafen wahre Luxusstandards beim Essen, Unterhaltung und Komfort.“ Weitere Mängel sind zu wenig Sitzgelegenheiten, schlechte Beleuchtung, kaum Restaurants und andere Shopping-Möglichkeiten.

Platz 5 – Flughafen Berlin-Schönefeld, Deutschland
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Der Flughafen Berlin-Schönefeld hat die zweifelhafte Ehre, der einzige deutsche Vertreter im Ranking zu sein. Der ehemalige DDR-Flughafen direkt neben der Großbaustelle BER ist ordentlich in die Jahre gekommen, internationale Reisende fühlen sich hier nicht wirklich wohl. So lange der Hauptstadtflughafen noch auf sich warten lässt, müssen Reisen in Schönefeld ebenfalls mit zu wenig Restaurants und Shops auskommen.

Platz 4 – Flughafen Iraklio, Kreta, Griechenland
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Wieder Griechenland, wieder ein grausamer Flughafen. Dieses Mal geht es um den Flughafen Iraklio auf Kreta. Hier bilden sich Schlangen vom Terminal bis hinaus auf dem Parkplatz. Kommentar eines Reisenden: „Das ist der schlechteste Flughafen, an dem ich jemals war. Unfähiges Personal und ein lächerliches System, bei dem die meiste Zeit nur ein Gepäckscanner im Einsatz ist.“ Zumindest zwei Sofas auf der zweiten Etage können im ungünstigen Fall einer Flughafen-Übernachtung genutzt werden, doch hier ist Eile geboten: Die Security des Airports lungert hier auch gerne rum.

  • rtr
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