L'Oreal Männerbärte sollen für Wachstum sorgen

2013 war ein Rekordjahr für L'Oreal, 2014 soll noch besser werden: Der Kosmetikriese will nicht nur die Konkurrenz angreifen, sondern vor allem neue Produkte verkaufen wie die Pflege für Drei-Tage-Bärte.
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L'Oreal hat im vergangenen Jahr in Deutschland mit einem Umsatzplus von 6,3 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke erzielt. Quelle: dpa

L'Oreal hat im vergangenen Jahr in Deutschland mit einem Umsatzplus von 6,3 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke erzielt.

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DüsseldorfDer Kosmetikkonzern L'Oreal will nach einem Rekordjahr in Deutschland auch 2014 seinen Wachstumskurs fortsetzen. „Wir sind sehr ehrgeizig, unser Umsatzwachstum sollte im laufenden Jahr dem des Vorjahres ähneln“, kündigte die neue Deutschland-Chefin des französischen Kosmetikriesen, Nathalie Roos, am Mittwoch in Düsseldorf an.

L'Oreal will dabei nicht nur die Konkurrenz angreifen – Roos will vor allem erreichen, dass die Verbraucher neue Produkte kaufen. Im Fokus sind dabei etwa Männer mit Bart und Frauen im Alter über 55 Jahre. Die Franzosen bieten etwa Pflege für Drei-Tage-Bärte an, Damen sollen dagegen zum Beispiel zu "Lösungen für dünnes Haar" greifen - L'Oreal sieht hier Potential. Roos will dabei - wie etwa auch der Wettbewerber Henkel - auf "Blockbuster" setzen und die einzelnen Produktlinien verschlanken: "Wir hatten in der Vergangenheit zu viele neue Produkte", räumte sie ein. Henkel-Chef Kasper Rorsted arbeitet ebenfalls daran, den Markendschungel bei dem Düsseldorfer Konsumgüterriesen zu lichten.

2013 hatte L'Oreal in der Bundesrepublik den Umsatz um 6,3 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro gesteigert - ein solches Wachstum habe es für den Konzern in Deutschland "bis dato noch nicht gegeben", sagte die seit August amtierende Roos. Auch weise Deutschland damit für L'Oreal die höchste Wachstumsrate in Europa auf.

Die Franzosen sind Roos zufolge in der Bundesrepublik Marktführer vor den heimischen Konkurrenten Beiersdorf und Henkel sowie dem US-Riesen Procter&Gamble. Bis zu 40 Millionen Bundesbürger nutzten Produkte des Konzerns, zu denen auch die Marken Vichy, Biotherm und Garnier gehören. Bis 2025 sollen 24 Millionen neue Konsumenten hinzukommen, kündigte Roos an.

Deutschland ist für L'Oreal Roos zufolge der siebtgrößte Markt weltweit und habe das größte Wachstumspotenzial in Europa. L'Oreal beschäftigt in der Bundesrepublik rund 2000 Menschen. Die Franzosen setzten 2013 weltweit rund 22,98 Milliarden Euro um. Für 2014 hatte die Pariser Konzernzentrale im Februar angekündigt, Umsatz und Gewinn steigern zu wollen. Eine konkrete Prognose hatte L'Oreal aber nicht abgegeben.

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