L'Oreal soll Verkauf prüfen Franzosen schminken sich wohl Body Shop ab

Der Kosmetikweltmarktführer L'Oreal soll Berichten zufolge einen Verkauf von The Body Shop prüfen. Die Naturkosmetikmarke habe den Ansprüchen der Franzosen nicht genügt. Die Verkaufssumme liegt bei einer Milliarde Euro.
1 Kommentar
„Während zahlreiche Marken des Unternehmens in den vier Hauptabteilungen zulegen, bleibt der Body Shop zurück“, sagt Nicholas Micallef, Analyst von Euromonitor International. Quelle: AFP
The Body Shop

„Während zahlreiche Marken des Unternehmens in den vier Hauptabteilungen zulegen, bleibt der Body Shop zurück“, sagt Nicholas Micallef, Analyst von Euromonitor International.

(Foto: AFP)

ParisL'Oreal plant offenbar sich von der Marke The Body Shop zu trennen. Rund ein Jahrzehnt nach der Übernahme, erwägt der französische Kosmetikhersteller die ethische Kosmetikmarke zu verkaufen. Laut Medienberichten prüfen die Franzosen derzeit den Verkauf über die Bank Lazard. Der Kosmetikweltmarktführer wollte die Gerüchte allerdings bislang nicht kommentieren.

Es soll um eine Verkaufssumme von einer Milliarde Euro gehen. Gekauft hat L'Oreal die Marke im Jahr 2006 für umgerechnet 940 Millionen Euro. The Body Shop, gegründet 1976 in Brighton in England, hat derzeit 3.000 Geschäfte in 66 Ländern. Die Marke beruht im Gegensatz zu traditionellen Marken ausschließlich auf Naturkosmetik. Aber die Geschäfte laufen seit einiger Zeit nicht gut, während es bei der Gesamtgruppe L'Oreal stetig  aufwärtsgeht.

Nicholas Micallef, Analyst von Euromonitor International, betonte, ein Verkauf von The Body Shop wäre nicht überraschend: „Während zahlreiche Marken des Unternehmens in den vier Hauptabteilungen zulegen, bleibt der Body Shop zurück.“

Als L'Oreal die Marke übernahm, hatten Insider damit gerechnet, dass die Nachfrage nach Naturkosmetik kräftig steigen würde. Doch The Body Shop genügt den Ansprüchen von L'Oreal nicht. Im ersten Halbjahr 2016 hat Body Shop einen Umsatz von 398,6 Millionen Euro erwirtschaftet, 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Marktumfeld wuchs dagegen um 4,2 Prozent. Es handelt sich dabei um die einzige defizitäre Marke in der Konzerngruppe. Im Gesamtjahr 2015 hatte Body Shop einen Umsatz von 967,2 Millionen Euro, 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Wofür die Europäer am meisten ausgeben
Platz 10: Hosen (Damen)
1 von 10

Mode geht immer: Im Jahr 2016 liegt der Umsatz mit Hosen und Jeans aus dem Bereich Damenbekleidung in Europa bei insgesamt 30,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Herren kommen nur auf einen Umsatz von 26,6 Milliarden Euro.

Quelle: statista.com. Die Rangfolge beruht auf den Daten des Statista Consumer Market Outlook und zeigt die Anteile der wichtigsten Produktkategorien am gesamteuropäischen Inlandsangebot von Fast Moving Consumer Goods und Bekleidung.

Platz 9: T-Shirts und Unterhemden
2 von 10

Laut der Studie lassen sich die Männer und Frauen aus Europa T-Shirts und Unterhemden jährlich um die 32,4 Milliarden Euro kosten. Der Wachstum in diesem Markt fällt allerdings zurück.

Platz 8: Brot
3 von 10

Deutsches Brot ist weltweit beliebt, seit 2011 befindet es sich auf dem Weg, zum Weltkulturerbe der Unesco zu werden. Europaweit wird in 2016 Brot in einem Gesamtwert von 34,6 Milliarden Euro gekauft.

Platz 7: Tafelwein
4 von 10

Laut Statista wurden im vergangenen Jahr allein in Italien rund 20,5 Millionen Hektoliter Wein getrunken. In Europa wird in diesem Jahr Wein im Gesamtwert von 38,9 Milliarden Euro gekauft. Außerdem auf Platz sieben: Lederschuhe.

Platz 6: Käse
5 von 10

Käse oder Wurst? Die Europäer mögen lieber das Milcherzeugnis. 39,2 Milliarden Euro geben sie dafür im Jahr 2016 aus, für Wurst nur 31 Milliarden.

Platz 5: Aufschnitt, Braten und Fleischwaren
6 von 10

Dafür schlagen sie beim Fleisch zu: 46,7 Milliarden Euro beträgt der Umsatz in diesem Bereich (ohne Wurstwaren, Schinken und Speck).

Platz 4: salzige und süße Kuchen und Gebäcke
7 von 10

Nach herzhaft kommt süß – oder in diesem Fall davor, denn Kuchen und Gebäck schaffen es auf Platz 4. 48,8 Milliarden Euro geben die Europäer für die Leckereien aus.

Bei L'Oreal mit einem Jahresumsatz von 25,26 Milliarden Euro im Jahr 2015 dagegen, fielen im November die Ergebnisse für das dritte Quartal stärker aus als erwartet, weil es im Nordamerika-Geschäft gut lief. Die Verkaufsgerüchte kommen zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt: Donnerstag legt L'Oreal die Jahresergebnisse vor. Insider gehen davon aus, dass der Konzern mitteilen wird, ob Body Shop abgestoßen wird oder nicht.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: L'Oreal soll Verkauf prüfen - Franzosen schminken sich wohl Body Shop ab

1 Kommentar zu "L'Oreal soll Verkauf prüfen: Franzosen schminken sich wohl Body Shop ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Produktserien haben alle das „Body Shop“ Design. Was hinter den englischen Produktnamen steckt ist nicht für jeden Europäer zu erkennen. Die Webseite ist aber gut, auch wenn man bei einigen Zutaten die Websuche benutzen muss. Dem gegenüber haben andere Marken den Vorteil das sie sich stärker unterscheiden, auch was die Positionierung beim Händler und Verbraucher betrifft. L’Oréal sollte sich mal die Frage stellen was L’OCCITANE besser macht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%