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Luftfahrt Airline-Konzern IAG kämpft mit hohem Verlust in Coronakrise

Der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG hat im dritten Quartal einen Milliardenverlust gemacht. Die Zahlen fielen schlechter aus als erwartet.
22.10.2020 - 10:34 Uhr Kommentieren
Die Lage bei IAG ist ähnlich wie bei der Lufthansa, die von Oktober bis Dezember mit einem Angebot von nur 25 Prozent plant. Quelle: Reuters
Flugzeuge von British Airways

Die Lage bei IAG ist ähnlich wie bei der Lufthansa, die von Oktober bis Dezember mit einem Angebot von nur 25 Prozent plant.

(Foto: Reuters)

London Das vorübergehende Abflauen der Corona-Pandemie im Sommer hat dem britisch-spanischen Luftfahrtkonzern IAG keine Erleichterung verschafft. Der British Airways-Mutterkonzern verbuchte im dritten Quartal infolge der Reisebeschränkungen einen Betriebsverlust von 1,3 Milliarden Euro, kaum weniger als im zweiten Quartal.

Damit schnitt die Airline-Gruppe, zu der auch Iberia und Vueling aus Spanien sowie die irische Aer Lingus gehören, deutlich schlechter ab als von Analysten erwartet. Diese hatten lediglich einen Verlust von 920 Millionen Euro prognostiziert. Wegen der Abweichung veröffentlichte IAG am Donnerstag die Zahlen eine Woche früher als geplant.

Der Vorstand reduzierte die angebotene Flugkapazitäten für das vierte Quartal auf 30 Prozent von zuvor geplanten 40 Prozent des Vorjahresvolumens. Mit der zweiten Welle der Pandemie sind die meisten Regionen der Welt wieder Risikogebiete, für die Reisewarnungen und bei der Rückkehr von dort Quarantänepflichten gelten. Das drückt die Buchungen.

Die Lage bei IAG ist damit ähnlich wie bei der Lufthansa, die von Oktober bis Dezember mit einem Angebot von nur 25 Prozent plant. Die Airline-Gruppe informierte in dieser Woche über einen operativen Verlust von 1,26 Milliarden Euro im dritten Quartal. Der Markt hatte hier noch schlechtere Zahlen erwartet. Auch die Billigflieger Ryanair und Easyjet strichen das Flugprogramm wieder zusammen.

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    Normalerweise verdienen die Airlines im Sommer das meiste Geld - so etwa IAG 1,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Doch durch die Coronakrise liegt die Passagierluftfahrt am Boden. Und die wenigen Flüge, die British Airlines und ihre Schwestern abheben ließen, waren nur zu knapp 50 Prozent ausgelastet.

    Der Umsatz brach von Juli bis September um 83 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Eine beachtliche Zahl der Flüge brächten nur Verlust ein, erklärte Daniel Röska, Analyst von Bernstein Research. Alle großen Airlines liefen Gefahr, einen zu umfangreichen Flugplan anzubieten.

    Anders als erhofft wird IAG im Schlussquartal den Geldabfluss nicht stoppen können. Doch nach einer Kapitalerhöhung wuchs das Finanzpolster des Konzerns auf 9,3 Milliarden Euro.

    Mehr: Chefwechsel mitten in der Krise: Sean Doyle übernimmt bei British Airways

    • rtr
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