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Luftfahrt Easyjet hält wegen Reiserestriktionen noch mehr Flieger am Boden

Umsatz und Passagierzahlen sind bei dem Billigflieger im abgelaufenen Quartal eingebrochen. Easyjet fährt daher die Kapazitäten weiter herunter.
28.01.2021 - 09:55 Uhr Kommentieren
Im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember brachen Umsatz und Passagierzahlen bei Easyjet fast um 90 Prozent ein. Quelle: Reuters
Easyjet-Flugzeuge in Berlin

Im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember brachen Umsatz und Passagierzahlen bei Easyjet fast um 90 Prozent ein.

(Foto: Reuters)

London Die verschärften Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie belasten den Billigflieger Easyjet schwer. Die Airline rechnet für Januar bis März nur noch mit zehn Prozent der Kapazität, die sie im Vorkrisenjahr 2019 erreichte, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Einen Ausblick zur Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr wagte Easyjet nicht wegen der Unklarheit, wann Reisewarnungen, Test- und Quarantänepflichten im Kampf gegen die Pandemie in Europa wieder gelockert werden können.

Die britische Regierung will die sehr hohen Covid-Infektionszahlen unter anderem mit verschärften Reiseregeln bekämpfen. Einreisende aus Hochrisikoländern müssen zehn Tage in Quarantäne in eine staatlich kontrollierte Unterkunft. Wer verreisen will, muss einen triftigen Grund haben – Urlaub zähle nicht dazu, hatte Innenministerin Priti Patel am Mittwoch erklärt.

Im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember brachen Umsatz und Passagierzahlen bei Easyjet fast um 90 Prozent ein. Easyjet beförderte 2,9 Millionen Kunden und erlöste damit umgerechnet 185 Millionen Euro. Dem standen Kosten von 662 Millionen Euro gegenüber.

Die Airline senkte die Kosten durch befristete Verträge mit den meisten ihrer Piloten, weniger externe Wartungsaufträge und günstigere Verträge mit Dienstleistern an den Flughäfen. Flugzeuge wurden verkauft, 30 Prozent der Stellen gestrichen. Sollte die Flotte komplett am Boden bleiben müssen, flössen derzeit pro Woche 40 Millionen Pfund ab, bei verfügbaren liquiden Mitteln von 2,5 Milliarden Pfund Ende 2020.

Easyjet brauche in nächster Zeit kein frisches Geld, erklärte Analyst Daniel Röska von Bernstein Research. Eine Kapitalerhöhung sei dennoch nicht auszuschließen, wenn die Krise noch lange dauern sollte. Vor Ostern erwartet der Airline-Experte keine Erholung in der Luftfahrt.

Mehr: Lufthansa-Chef Spohr kämpft um die Urlauber – und die Zukunft des Konzerns

  • rtr
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