Flugverkehr: „Ein Reisebericht des Grauens“: Chaos in der Luftfahrt zermürbt die Passagiere
Weil Bodendienstmitarbeiter fehlen, kann Gepäck oft nicht zeitig ins Flugzeug geladen werden und strandet dann.
Foto: IMAGO/localpicFrankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Peking. Oliver Santen, Geschäftsbereichsleiter beim Bankenverband, hat es den „Reisebericht des Grauens“ genannt. Vergangene Woche wollte er kurzfristig von Berlin nach Frankfurt reisen. Was er erlebte, hat er auf LinkedIn geschildert: ein Chaos in der Luftfahrt, das bisher beispiellos ist.
Eigentlich wollte Santen mit dem ICE fahren, doch zwei Sprinter waren ausgebucht, also musste er auf das Flugzeug wechseln. Am „Weltflughafen BER“ angekommen, trifft er an den Sicherheitskontrollen auf endlose Schlangen. „Nach 67 Minuten Anstehen ist es geschafft“, schreibt Santen.
Doch zwei Minuten später kommt die Nachricht: „Flugzeug-Abfertigung wegen Gewitter eingestellt.“ Schließlich kommt der Jet tatsächlich zum Gate und hebt um 9.59 Uhr ab – Verspätung 74 Minuten. Ankunft in Frankfurt um 10:44 Uhr – das prall gefüllte Flugzeug parkt auf einer Außenposition. Ausstieg über eine Fluggastbrücke, einen sogenannten Finger? Fehlanzeige.
Chaos am Flughafen: Reiche vor
Die Minuten verrinnen. „Die Tür des Flugzeugs öffnet sich. Vier Status-Passagiere werden namentlich aufgerufen und mit einem Porsche abgeholt. Die restlichen Gäste müssen im Flugzeug warten“, schreibt Santen. Einige Minuten später kommt eine Durchsage des Kapitäns: „Der Flughafen Frankfurt hat uns informiert, dass wegen Personalmangels derzeit keine Busse zur Verfügung stehen.“