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Luftfahrt Lufthansa stärkt das US-Geschäft

Mitten in der schweren Branchenkrise baut die Lufthansa ihre Präsenz in Nordamerika aus: Europas größte Fluggesellschaft will mit dem US-Billigflieger Jet Blue kooperieren und Kosten und Erträge teilen. Experten erwarten langfristig steigende Passagierzahlen auf dem US-Markt und halten den Schritt für richtig.
Jet-Blue-Passagiere warten in New York auf den Abflug: Der Flughafen JFK soll zur wichtigen Drehscheibe werden. Quelle: ap

Jet-Blue-Passagiere warten in New York auf den Abflug: Der Flughafen JFK soll zur wichtigen Drehscheibe werden.

(Foto: ap)

FRANKFURT. Das Unternehmen teilte gestern mit, die US-Fluggesellschaft Jet Blue über ein sogenanntes Code-Share-Abkommen enger an sich binden. Ein entsprechender Antrag sei beim amerikanischen Transportministerium eingereicht worden. Damit werden beide Gesellschaften nicht nur gemeinsam Flüge unter einer Nummer anbieten, auch die Kosten und Erträge könnten geteilt werden. Die Lufthansa ist seit 2008 an Jet Blue beteiligt.

Somit könnten Lufthansa-Passagiere ab Frankfurt und München nach New York oder Boston fliegen und dort nahtlos auf den jeweiligen Anschlussflug von Jet Blue umsteigen, den sie als Lufthansa-Flug gebucht hätten, hieß es weiter. Jet Blue kann umgekehrt seinen Kunden Transatlantikflüge mit der Lufthansa anbieten.

Der Schritt ist nicht sehr überraschend: In der Luftfahrt ist eine Beteiligung vor allem dann sinnvoll, wenn auch operativ eng zusammengearbeitet wird. Da in der Branche aufgrund nationaler Vorschriften grenzüberschreitende Übernahmen so gut wie ausgeschlossen sind, bleibt am Ende nur eine enge Partnerschaft über das Code-Sharing.

Dennoch ist der Zeitpunkt überraschend, zu dem die Lufthansa bei Jet Blue vorprescht. Die Branche erlebt derzeit eine schwere Krise. Der Weltluftfahrtverband IATA erwartet, dass die Anbieter in diesem Jahr einen kumulierten Verlust von neun Mrd. Dollar einfliegen werden.

Nicht zuletzt das Geschäft innerhalb sowie von und nach Nordamerika ist massiv betroffen. Hier leiden die Airlines besonders im vorher noch ertragsstarken Geschäftsreisendenverkehr. Viele etablierte US-Fluggesellschaften sind tief in die roten Zahlen gestürzt. Branchenexperten erwarten mehrere Pleiten für den Herbst.

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