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Luftfahrt Lufthansa streicht Kurzflüge zwischen Nürnberg und München

Kurzstreckenflüge sind wegen ihrer hohen Umweltbelastung umstritten. Die Grünen wollen sie am liebsten abschaffen. Eine Verbindung kappt die Lufthansa nun von sich aus.
22.06.2021 - 21:11 Uhr Kommentieren
Die Diskussion über Sinn und Unsinn von Kurzstreckenflügen ist längst auch im Bundestagswahlkampf angekommen. Quelle: dpa
Flughafen in München (Oberbayern)

Die Diskussion über Sinn und Unsinn von Kurzstreckenflügen ist längst auch im Bundestagswahlkampf angekommen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Lufthansa nimmt ihre umstrittenen Ultrakurzflüge zwischen Nürnberg und dem Drehkreuz München nicht mehr auf. In der Coronakrise war die nur knapp 150 Kilometer lange innerbayrische Strecke eingestellt worden.

Umsteige-Passagiere mit Ziel oder Start in Nürnberg werden künftig auf Verbindungen über die übrigen Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt, Zürich und Wien verwiesen oder können München mit einem Express-Bus der Lufthansa erreichen, wie eine Unternehmenssprecherin bestätigte. Zuerst hatte das Portal „airliners.de“ berichtet.

Kurzstreckenflüge sind wegen ihrer hohen Umweltbelastung in die Kritik geraten. Die Luftverkehrswirtschaft argumentiert, dass man sie an manchen Standorten als Zubringerflüge weiter benötige, um Umsteiger nicht an ausländische Fluggesellschaften und Flughäfen zu verlieren.

Die Kooperation mit der Bahn soll ausgebaut werden. Es gebe aktuell nicht überall ausreichend schnelle Zugverbindungen als Alternative, kritisierte die Lufthansa-Sprecherin. „So ist beispielsweise der Flughafen in München nicht an das ICE-Netz der Bahn angeschlossen.“

Die Diskussion über Sinn und Unsinn von Kurzstreckenflügen ist längst auch im Bundestagswahlkampf angekommen. So hatte sich Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock dafür ausgesprochen, die Kurzstrecken- und Billigflüge abzuschaffen. Es sei unfair, dass mit Steuergeldern das Kerosin für Flugzeuge subventioniert werde, während Fernfahrten mit der Bahn insbesondere zu Stoßzeiten teuer seien, kritisierte sie.

Im vergangenen Jahr ging mehr als jeder zweite Flug über eine kurze Distanz von weniger als 1000 Kilometer. Die Kurzstreckenflüge hatten einen Anteil von 53 Prozent an allen Passagierflügen, die auf den deutschen Hauptverkehrsflughäfen starteten oder landeten, hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt.

Die Linke plädiert dafür, öffentliche Verkehrsmittel langfristig für alle kostenlos zu machen und Kurzstreckenflüge bis 500 Kilometer verbieten. Die SPD wirbt zumindest dafür, stärker die Bahn zu nutzen. Sie reise auf allen Strecken innerhalb Deutschlands seit Jahren mit der Bahn, sagte Parteichefin Saskia Esken dem Handelsblatt. „Dadurch gewinne ich sogar Zeit, da ich in Ruhe arbeiten kann und der Anfahrt zum sowie dem Stress am Flughafen entgehe.“

Sie würde es begrüßen, wenn mehr Menschen diesem Beispiel folgen würden. Sie wolle das aber niemandem vorschreiben, fügte die SPD-Vorsitzende hinzu. Bahnfahren als Alternative müsse aber attraktiver und damit auch für den kleinen Geldbeutel bezahlbar werden.

Mehr: „Extrem kurzsichtig gedacht“: Wie der Baerbock-Vorstoß zu Kurzstreckenflügen polarisiert

  • dpa
  • ska
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