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Luftfahrt Schwankende Ticketpreise: So will Airbus den Airlines mehr Sicherheit bieten

Mithilfe einer Plattform sollen die Einnahmen der Fluggesellschaften abgesichert werden. Sie soll dieses Jahr an den Start gehen, erste Interessenten gibt es bereits.
20.01.2020 - 17:28 Uhr Kommentieren
Die neue Plattform soll noch 2020 an den Start gehen. Quelle: Reuters
Airbus-Fahne

Die neue Plattform soll noch 2020 an den Start gehen.

(Foto: Reuters)

Paris Nach mehrjähriger Vorarbeit investiert der Flugzeugbauer Airbus in eine neue Tochtergesellschaft, die Fluggesellschaften die Absicherung ihres Risikos auf der Einnahmenseite erlauben soll. Das in London angesiedelte Unternehmen namens Skytra wird Indizes für die Ticketpreise auf 28 Flugrouten in Europa, Nordamerika und Asien anbieten, auf deren Basis Sicherungsgeschäfte (Hedging) getätigt werden können.

„Skytra bietet die Plattform an, wird aber nicht selber Kontrakte für Derivate anbieten oder eingehen“, sagte ein Sprecher dem Handelsblatt. Airbus investiere in Skytra, nicht in das eigentliche Hedging. Der Betrag wird nicht genannt. Er sei aber so überschaubar, dass er die Gewinn- und Verlustrechnung von Airbus „zumindest zunächst nicht“ beeinflusse.

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, sind die Großbank Citi und Finnair als Fluggesellschaft interessiert an der neuen Plattform, die noch im Lauf dieses Jahre an den Start gehen soll. Zunächst muss der britische Regulierer die Erlaubnis erteilen.

„Airlines tätigen langfristige Investitionen für Flugzeuge oder Landerechte auf Flughäfen, doch ihre Einnahmen unterliegen starken kurzfristigen Schwankungen“, sagte der Sprecher. „Im Jahresdurchschnitt beträgt die Schwankung der Preise je Kilometer und beförderten Passagier je nach Flugroute zwischen sieben und 22 Prozent.“

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    Saisonale Schwankungen sind dabei bereits herausgerechnet. Selbst wenn Airlines nur einen Teil dieses Risikos absichern könnten, biete das erhebliche Vorteile.

    Derzeit sichern fast alle Fluggesellschaften ihre Treibstoffkosten, Wechselkursrisiken und Kreditkosten über Derivate ab, also abgeleitete Finanzprodukte, die je nach Entwicklung des zugrunde liegenden Wertes einen Gewinn oder einen Verlust abwerfen.

    Geht die Rechnung auf, lässt sich damit der Effekt einer Preis- oder Wertänderung auffangen oder sogar ein Gewinn erzielen. Liegt man daneben, entsteht ein Verlust in Höhe des eingesetzten Betrages. Im Durschnitt sichern Airlines 60 Prozent ihrer Treibstoffkosten ab, sagte der Skytra-Sprecher. Ticketpreise beziehungsweise Einnahmen lassen sich bislang nicht hedgen.

    Skytra will zunächst sechs verschiedene Indizes aufsetzen, später sollen es 28 werden. Sie bieten die Grundlage für die Bewertung der Derivate-Kontrakte. Die Gründer, darunter zwei ehemalige Airbus-Manager, haben fast drei Jahre an der Datengrundlage gearbeitet.

    Entstanden sei die Idee bei einem Workshop von Airbus mit einem Kunden. Der europäische Flugzeughersteller will sich mit dem Investment in Skytra nicht nur als innovativ darstellen, er hat auch ein direktes Interesse an stabilen Einnahmen der Airlines, weil er dann mehr Flugzeuge verkaufen kann.

    Damit der Markt eine ausreichende Tiefe erreicht, müssen zahlreiche Investoren gefunden werden, die an den Derivaten interessiert sind – und das damit einhergehende Risiko stemmen können.

    Mehr: Die Zahl der Todesfälle in der Luftfahrt ist 2019 wieder gesunken. Ein Sicherheitsranking zeigt, welche der großen Airlines schlecht abschneiden.

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