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Luftfahrt Wie die Airlines einen Chaos-Sommer verhindern wollen

Verspätungen und Ausfällen im Ausmaß wie 2018 sollen sich nicht wiederholen. Doch trotz vieler Maßnahmen bleiben einige Risiken für Airlines und Passagiere.
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Fluggesellschaften sorgen mit Ersatzkapazitäten vor, um Verspätungen auszugleichen. Quelle: NurPhoto/Getty Images
Tui-Flieger

Fluggesellschaften sorgen mit Ersatzkapazitäten vor, um Verspätungen auszugleichen.

(Foto: NurPhoto/Getty Images)

FrankfurtAm 28. März ist es so weit. An dem Tag treffen sich die Spitzen der deutschen Luftfahrt in Hamburg unter Moderation von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zum zweiten Luftfahrtgipfel. Dann soll geschaut werden, was die Beteiligten unternommen haben, um eine Wiederholung des Verspätungs- und Ausfall-Chaos 2018 zu verhindern.

Das Datum ist gut gewählt. Wenige Tage später, am 31. März, beginnt der Sommerflugplan. Es dürfte ein Sommer der Wahrheit werden. Denn auch wenn einiges unternommen wurde, um Verzerrungen im Flugplan zu vermeiden, viele Maßnahmen brauchen Zeit.

So spart die europäische Organisation für die Flugsicherheit Eurocontrol in diesen Tagen nicht mit Warnungen vor einem erneuten Stau über den Wolken. Eurocontrol rechnet in Europa mit einem Wachstum der Verkehrsbewegungen um 3,3 Prozent in diesem Jahr. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Fluglotsen nicht verändert. Die Ausbildung dauert drei bis fünf Jahre.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) befreit die Lotsen deshalb vorübergehend von anderen Aufgaben wie etwa Schulungen. Die sollen Externe übernehmen. Auch wird Verkehr aus dem überfüllten oberen Luftraum in tiefer gelegene Bereiche verlagert, was allerdings die Treibstoffkosten erhöht. Bei Lufthansa sind allein 100.000 Flüge betroffen.

Engpässe dürfte es auch weiterhin bei den Sicherheitskontrollen an Flughäfen geben. Zwar hat die Bundespolizei erste neu gestaltete Kontrolllinien etwa in Frankfurt in Betrieb genommen. Doch wann moderne und effizientere Technologie zum Einsatz kommen wird, ist nach wie vor unbekannt.

Dennoch ist Björn Maul, Partner bei der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman, grundsätzlich zuversichtlich: „Auch wenn einige Themen kurzfristig nicht lösbar sind, bin ich davon überzeugt, dass die Situation im laufenden Jahr doch besser werden wird. Viele Marktteilnehmer haben ihre Hausaufgaben gemacht.“

Zudem habe es 2018 einige Sonderbelastungen gegeben, die sich wohl nicht wiederholen würden. „Dass jetzt so stark vor einem erneuten Chaos gewarnt wird, halte ich zum Teil für Erwartungsmanagement.“

Letztlich ruht die Hoffnung stark auf den zusätzlichen Reserven, die die Fluggesellschaften planen, um Verspätungen auszugleichen. „Wir halten für diesen Sommer eigene Ersatzkapazitäten vor – im Volumen von etwa fünf Prozent der angebotenen Kapazität“, sagt Tuifly-Chef Oliver Lackmann.

Und Lufthansa-Konzernvorstand Harry Hohmeister verspricht: „Wir setzen 600 zusätzliche Mitarbeiter zur Qualitätsverbesserung ein, wir planen mehr Reserveflugzeuge ein, um Unregelmäßigkeiten ausgleichen zu können.“

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