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Luftfahrt Zehn Millionen Passagiere mehr pro Jahr: Münchener Airport soll ausgebaut werden

Die Lufthansa und der Münchener Flughafenbetreiber wollen gemeinsam das Drehkreuz erweitern. Beide Seiten haben eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben.
16.12.2019 Update: 16.12.2019 - 17:28 Uhr 2 Kommentare
Lufthansa und der Münchener Flughafen bauten bereits das 2003 eröffnete Terminal 2 zusammen und betreiben es gemeinsam. Quelle: dpa
Lufthansa-Maschinen am Münchener Flughafen

Lufthansa und der Münchener Flughafen bauten bereits das 2003 eröffnete Terminal 2 zusammen und betreiben es gemeinsam.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Lufthansa verstärkt die Zusammenarbeit mit dem Münchener Flughafen. Beide Seiten unterzeichneten am Montag eine Grundsatzvereinbarung („Letter of Intent“) zum Ausbau des Terminals 2 in der bayerischen Landeshauptstadt.

Damit soll die Passagierkapazität des bereits heute fast ausgelasteten Terminals mittelfristig um bis zu zehn Millionen Fluggäste pro Jahr erhöht werden. Im vergangenen Jahr fertigte der nach Frankfurt zweitgrößte Airport Deutschlands rund 46 Millionen Passagiere ab. Lufthansa und der Münchener Flughafen hatten bereits das 2003 eröffnete Terminal 2 zusammen gebaut und betreiben es gemeinsam.

Lufthansa setzt seit Längerem auf das zweitgrößte deutsche Drehkreuz. Die Lufthansa-Spitze hadert mit der Qualität am Heimatflughafen Frankfurt. Dort ist der Platz eng.

Das liegt auch daran, dass der Airport anders als der in München über Jahrzehnte nur innerhalb begrenzter Möglichkeiten wachsen konnte. Gerade läuft zumindest der Bau eines dritten Terminals. Die Enge führt unter anderem dazu, dass es immer wieder zu langen Wartezeiten kommt, etwa an der Sicherheitskontrolle.

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    Auch für die Weihnachtstage haben der Betreiber Fraport und die Bundespolizei schon dazu aufgerufen, mit viel Zeitpuffer an den Flughafen zu reisen. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Lufthansa hat deshalb bereits mehrere Großraumjets des Typs A380 nach München verlagert. Und die neuen A350 werden in München stationiert.

    Allerdings ist auch der Ausbau des Terminals in München nur eine vorübergehende Lösung. Um weiter wachsen zu können, braucht der Flughafen eine dritte Bahn.

    Die ist politisch jedoch sehr umstritten. Die bayerische Koalition aus CSU und Freien Wählern hat eine Entscheidung erst einmal bis 2023 auf Eis gelegt. Für den Flughafen München war das ein herber Rückschlag. Denn selbst nach einer positiven Entscheidung wird es noch einige Zeit dauern, bis eine neue Bahn in Betrieb gehen kann – vielleicht zu lang.

    Denn der Luftverkehr wird weiter stark wachsen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am Montag in einer Studie vorgerechnet, dass sich die Zahl der Fluggäste weltweit von rund vier Milliarden im Jahr 2016 auf über 9,4 Milliarden im Jahr 2040 mehr als verdoppeln wird.

    Und die Experten haben eine eindringliche Warnung parat: Rund 255 Millionen Passagiere werden 2040 nicht bedient werden können, weil die Kapazitäten dafür schlicht nicht vorhanden seien. So ist es auch keine Überraschung, dass Jost Lammers, der die Leitung des Flughafens in München zum Jahreswechsel übernehmen wird, schon vor seinem Amtsantritt klargemacht hat, dass die dritte Bahn gebraucht werde.

    Auch sein Vorgänger Michael Kerkloh, der in wenigen Tagen in den Ruhestand geht, hat vehement für das Vorhaben gekämpft – und sich damit nicht nur Freunde gemacht.

    Mehr: Die Lufthansa baut das Management unterhalb des Vorstands um. Die Personalien sind der Vorlauf für eine größere Umstrukturierung.

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    2 Kommentare zu "Luftfahrt: Zehn Millionen Passagiere mehr pro Jahr: Münchener Airport soll ausgebaut werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Schade, dass die Lufthansa ihrer eigentlichen Heimatstadt - Berlin - nach wie vor feige den Rücken kehrt! Eigentlich sollte man sich hier stark machen und endlich mal ein Drehkreuz im Osten errichten, als drittes in Deutschland, und auch Interkontinentalverbindungen anbieten! Das würde FRA und MUC entlasten (auch die dortigen Anwohner) und es würde das Henne-Ei-Problem dieser Region zu lösen helfen.

    • Immerhin ist der Flugverkehr nicht ganz so umweltschädlich wie die Schifffahrt. Da werden die Anlieger in den Einflugschneisen sicherlich kein Problem mit weiteren 10 Millionen Passagieren und entsprechenden Flug-Bewegungen haben.

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