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Luftfahrtindustrie Airline SAS im dritten Quartal mit Milliardenverlust

Die skandinavische Fluggesellschaft erhält in der Coronakrise Staatshilfen – aktuelle Zahlen zeigen, wieso. Der Quartalsverlust fällt hoch aus.
25.08.2020 - 11:18 Uhr Kommentieren
Fehlende Passagiere sorgen bei der skandinavischen Airline für einen massiven Umsatzeinbruch. Quelle: AP
SAS

Fehlende Passagiere sorgen bei der skandinavischen Airline für einen massiven Umsatzeinbruch.

(Foto: AP)

Stockholm Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat wegen des Corona-Ausbruchs einen Milliardenverlust erlitten. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sank die Zahl der Passagiere im vergangenen dritten Geschäftsquartal (Mai bis Juli) um 86 Prozent. Der Gesamtumsatz ging um 81 Prozent von 13,4 Milliarden schwedischen Kronen (1,3 Milliarden Euro) im Vorjahresquartal auf 2,5 Milliarden Kronen (rund 242 Millionen Euro) zurück. Infolgedessen lag der Vorsteuerverlust bei minus 2,1 Milliarden Kronen (rund 203 Millionen Euro), nach rund 1,5 Milliarden Kronen (rund 145 Millionen Euro) Gewinn im Vorjahr.

Die Airline hat von ihren drei größten Anteilseignern eine Finanzspritze von rund 12 Milliarden schwedischen Kronen bekommen. Im Gegenzug muss SAS in den nächsten Jahren allerdings die Betriebskosten deutlich senken und 5000 Arbeitsplätze abbauen. 4000 Entlassungen seien inzwischen abgeschlossen, sagte SAS-Chef Rickard Gustafson der Mitteilung zufolge.

„Obwohl noch erhebliche Herausforderungen bevorstehen, bin ich zuversichtlich, dass SAS nach einer erfolgreichen Umsetzung des Rekapitalisierungsplans als nachhaltige und profitable Fluggesellschaft zurückkehren wird“, betonte Gustafson.

Inzwischen zöge die Nachfrage wieder an, vor allem bei Inlandsreisen und Flügen in attraktive europäische Sommerdestinationen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Hochlaufphase für die Luftfahrtindustrie bis 2022 dauern kann, bevor die Nachfrage ein normaleres Niveau erreichen kann, und einige Jahre später wieder auf das Niveau vor Covid-19 zurückkehren wird“, betonte der SAS-Chef.

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    • dpa
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