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Luftfahrtkonzern Aufsichtsrat stimmt EU-Auflagen zu: Aktionäre sollen am 25. Juni Lufthansa-Rettung abnicken

Der Luftfahrtkonzern will noch in diesem Monat seine Hauptversammlung abhalten. Dann sollen die Anteilseigner für die staatlichen Hilfen votieren.
01.06.2020 Update: 01.06.2020 - 15:50 Uhr Kommentieren
Die Coronakrise setzt den Konzern unter Druck. Quelle: dpa
Lufthansa-Maschine am Flughafen München

Die Coronakrise setzt den Konzern unter Druck.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Aufsichtsrat der Lufthansa hat das milliardenschwere Rettungspaket für die von der Coronakrise getroffene Fluggesellschaft gebilligt. Nach dem Vorstand akzeptierte am Montag auch das Aufsichtsgremium die von der EU-Kommission aus Wettbewerbsgründen geforderten Auflagen.

Die Aktionäre sollen auf einer Hauptversammlung am 25. Juni zustimmen. Das Handelsblatt hatte vorab über den Termin berichtet. Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte zudem Gespräche mit den Gewerkschaften über Kapazitätsanpassungen an.

Die EU-Auflagen verpflichten Lufthansa, an ihren Drehkreuzen in Frankfurt und München jeweils einem Wettbewerber bis zu 24 Start- und Landerechte für jeweils bis zu vier Flugzeuge zu übertragen. Im Gegenzug wird die Fluggesellschaft mit einem staatlichen Hilfspaket von neun Milliarden Euro gestützt. Neben Krediten und stillen Einlagen sieht dies auch eine staatliche Beteiligung von 20 Prozent vor.

Die Auswirkungen der Krise auf die Lufthansa sind massiv. Der Umsatz wird dem Vernehmen nach in diesem Jahr um rund zwei Drittel auf rund 13 Milliarden Euro einbrechen. Ohne staatliche Gelder drohe die Pleite.

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    „Nach intensiver Diskussion haben wir uns dazu durchgerungen, dem Vorschlag des Vorstands zuzustimmen“, teilte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley mit. Vor Lufthansa liege „ein sehr schwieriger Weg“.

    Vorstandschef Spohr erklärte: „Die zu erwartende, langsame Markterholung im globalen Luftverkehr macht eine Anpassung unserer Kapazitäten unausweichlich. Mit den Sozial- und Tarifpartnern wolle der Vorstand über eine sozialverträgliche Abfederung der Auswirkungen sprechen.

    Dem europäischen Marktführer droht das Geld auszugehen, weil mit den Reisebeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie seit März der Passagierverkehr nahezu eingestellt wurde. Die geplante Kapitalerhöhung zur staatlichen Beteiligung über ein Aktienpaket muss von den Aktionären auf der außerordentlichen Hauptversammlung gebilligt werden. Auch die formelle Genehmigung des Rettungspakets durch die EU-Kommission steht noch aus.

    Mehr: Kritik an Staatshilfen – Wie einflussreiche Lobbyisten Strippen ziehen.


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