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Lufthansa-Analyse Der Kranich ist noch krank

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Eigenkapitalquote sinkt rasant

Auch das Konzernergebnis spiegelt nicht den tatsächlichen Gesundheitszustands des Kranichs wider. Finanzchefin Simone Menne konnte hier alleine 503 Millionen Euro aus dem Umtausch einer Wandelanleihe von Jetblue buchen – jener amerikanischen Billigfluggesellschaft also, an der Lufthansa mehrere Jahre beteiligt war, bei der sie nun aber aussteigt. Ohne diesen finanziellen Sondereffekt wäre auch das Konzernergebnis im ersten Quartal noch leicht negativ gewesen, wenngleich es sich verbessern konnte.

Damit nicht genug. Sorge bereitet nach wie vor eine ganz andere Zahl: die Eigenkapitalquote. Sie ist im ersten Quartal auf bedrohliche 7,5 Prozent gesunken. Das sind noch einmal 5,7 Prozentpunkte weniger als Ende vergangenen Jahres.

Grund sind die Pensionsverpflichtungen der kommenden Jahre. Da der Rechnungszins für diese Zukunftsverpflichtungen seit Monaten sinkt und sinkt, zuletzt von 2,6 auf 1,7 Prozent, muss Lufthansa die Lasten höher bewerten. Denn bei solch niedrigen Zinsen kann der Konzern mit den Pensionsgeldern weniger Dividende erzielen, muss deshalb stärker selbst für die Altersvorsorge der Mitarbeiter in die Pflicht gehen.

Das mag zunächst nur ein buchhalterischer Effekt sein, also eine Rechnung auf dem Papier ohne echte Geldflüsse. Doch die steigende Last geht halt zu Lasten des Eigenkapitals. Das aber schauen sich unter anderem Fremdkapitalgeber sehr genau an, bevor sie der „Hansa“ ihr Geld anvertrauen. Deshalb ist der Handlungsdruck groß, will Lufthansa nicht das bislang noch halbwegs attraktive Rating verlieren.

Finanzchefin Menne weiß das: „Wir brauchen dringender denn je nachhaltig finanzierbare Lösungen an Stelle veralteter Strukturen“, mahnt sie mit Blick auf die Pensionslasten.“ Wohl wahr.

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1 Kommentar zu "Lufthansa-Analyse: Der Kranich ist noch krank"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ebenso wahr allerdings bleibt auch die Frage nach den Zeitfenstern in denen ggf erorderlich erscheinende Strukturveränderungen gefahren werden sollen.
    Dass es dabei teurer werden könnte als ursprünglich gedacht erlaubt die Frage, ob es wirklich Sinn machen kann mit Haudraufmethoden zum Strukturwandel beizutragen, wie überhaupt die Frage bleibt, ob man mit Quartalszahlen überhaupt noch vernünftige Unternehmenspolitik betreiben kann oder sollte.

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