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Lufthansa Pilotengewerkschaft zeigt sich verhandlungsbereit

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sucht im Tarifkonflikt ein Spitzengespräch mit Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber. Zwei Tage vor dem drohenden Pilotenstreik zeigt sich die Gewerkschaft damit kompromissbereit - und will Missverständnisse ausräumen.
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Verkehrsminister Peter Raumsauer: Ich appelliere an die Vernunft der Verhanldungsführer. Quelle: ap

Verkehrsminister Peter Raumsauer: Ich appelliere an die Vernunft der Verhanldungsführer.

(Foto: ap)

HB BERLIN/FRANKFURT/HAMBURG. Die Vereinigung Cockpit habe Lufthansa ein Gesprächsangebot unterbreitet, sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg am Samstag. Es gebe "deutliche Missverständnisse" über die Forderungen der Piloten. Diese könnten nur in direktem Gespräch mit dem Konzernchef aufgeklärt werden.

Falsch sei etwa, dass die Piloten Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen forderten, fügte der VC-Sprecher an. Es gehe lediglich um gleiche Arbeitsbedingungen. "Wir hoffen, dass Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber sich direkt an dem Gespräch beteiligt."

Eine Sprecherin der Lufthansa sagte dazu auf Anfrage, das Luftfahrtunternehmen habe mehrfach seine Gesprächsbereitschaft signalisiert. Dazu gehöre auch das Angebot, Gespräche auf Spitzenebene zu führen.

"Wir suchen das Gespräch auf Spitzenebene, denn ein Streik ist definitiv nicht in unserem Interesse", sagte ein Sprecher der Vereinigung Cockpit dagegen am Samstag zu Reuters.

Vekehrsminister Peter Ramsauer (CSU) rief die Streikparteien zu Verhandlungen auf. Gegenüber der "Bild am Sonntag" sagte er: "Ich appelliere deshalb eindringlich an die Vernunft der Verhandlungsführer von Lufthansa und Vereinigung Cockpit, noch vor Streikbeginn an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Keiner darf mit seinen Forderungen abheben. Ein vernünftiger Kompromiss muss her, um Schaden von der deutschen Volkswirtschaft abzuwenden." Bei dem Konflikt geht es um Gehaltsforderungen, Arbeitsplatzsicherung und den Einfluss der Gewerkschaft auf die Konzernpolitik.

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3 Kommentare zu "Lufthansa: Pilotengewerkschaft zeigt sich verhandlungsbereit"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Liebe Pilotengewerkschaft Cockpit, bei allem Verständnis für ihr Anliegen, so sollten Sie es nicht machen! Vier Tage Streik ist als Maßnahme nicht mehr verhältnismäßig. Denken Sie bitte auch an viele Arbeitnehmer, die erheblich weniger Einkommen haben und "mit dem Rücken an der Wand stehen!" Wenden Sie diesen Schaden für uns alle ab!

  • Klar das die Piloten mehr Geld haben wollen, wer will das nicht.
    Aber persönlich kot*t diese Mitnahme Mentalität etwas an. ich fordere auch jährlich mehr Einkommen, messe aber das an der Mehrleistung die ich erbracht habe. z.b. habe ich von 2002 bis 2008 nachweislich meine Erfolge verfünffacht, aber leider hat sich mein Gehalt nicht dem angepasst. Trotzdem habe ich 2009 (und werde dies auch nicht 2010) irgendwelche irrealistischen Forderungen stellen, da im Endeffekt der Arbeitgeber auch nur das bezahlen kann was rein kommt.
    Wegen dem Thema der Mitbestimmung, einen gewissen Einfluss hat auf dieser Ebene jeder, jedoch kann niemand verlangen Grundsatz Entscheidungen mit zu bestimmen.
    Auch die Ansatz für seine Kollegen gerade zu stehen und deshalb zu fordern das diese nicht in 'billigere' Töchter ab zu schieben ist löblich, aber selbst in dem Vergleich ist es so da jeder bei der billigsten Tochter Germanwings noch weit mehr erhält als z. b. bei Air berlin um nicht gar von Nikki oder Ryanair zu sprechen.
    Es ist einfach so das Lufthansa wesentlich höhere Personalkosten hat als die Low budget Flieger aber dafür dem Kunden auch was zurückgibt. Und was macht der Deutsche Durchschnittskunde? Mit LowFair XY fliegen damit EUR 30 pro Flug sparen und sich über die geizige und Arbeitnehmerfeindliche Lufthansa zu beschweren.
    Sorry, aber das gute, alte Made in Germany sollte mach wieder etwas an Wert gewinnen. Da sind uns die ach so verhassten Amis und die Australier weit voraus.

  • Das ist ein Vorgeschmack auf das, was in den kommenden Zeiten die regel sein wird: Arbeitskämpfe,die den tollen aufschwung behindern. ein ausweg existiert hier kaum, denn die Lufthansa ist schwer unter druck durch die Konkurrenz. Die Piloten sind scheinbar entschlossen, ihre Pfründen zu verteidigen, was ich irgendwo auch nachvollziehen kann. denn im täglichen trott ist der beruf sicherlich alles andere als ein traumjob. Wir werden sehen, ob der Streik stattfindet und welche folgen er hat. Die Piloten haben meines erachtens jedenfalls das recht zum Streik, ob nun das wachstum geschädigt wird oder nicht. Da wird Ramsauer nichts ändern. Das ganze könnte dann werden wie der Lokführer-Streik vor ein paar Jahren. die Lufthansa allerdings kann dadurch letztendlich in Schwierigkeiten geraten.

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