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Lufthansa Rekord-Streik hinterlässt deutliche Spuren

Deutlich weniger Passagiere und Rückgänge im Frachtgeschäft: Der Rekordstreik der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat deutliche Spuren bei der Lufthansa hinterlassen. Und noch immer gibt es offene Tarifbaustellen.
09.12.2015 - 17:51 Uhr
Der Rekordstreik der Flugbegleiter hat die Airline hart getroffen. Quelle: Reuters
Lufthansa

Der Rekordstreik der Flugbegleiter hat die Airline hart getroffen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der längste Streik in der Geschichte der Lufthansa hat deutliche Spuren hinterlassen. Im November sank die Zahl der Passagiere bei den bestreikten Airlines Lufthansa und Germanwings um 12,5 Prozent auf knapp 5,2 Millionen, wie das Unternehmen am Mittwoch berichtete. Konzernweit wurden mit 7,2 Millionen Passagieren 8,9 Prozent weniger transportiert als ein Jahr zuvor. Auch das Frachtgeschäft ging deutlich zurück.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hatte ihre Mitglieder in dem Monat an sieben Tagen in den bislang härtesten Arbeitskampf bei Europas größtem Luftverkehrskonzern geführt. Zwischen dem 6. und dem 13. November fielen nach Angaben des Unternehmens rund 4700 Flüge aus, auf die rund 550.000 Passagiere gebucht waren. Drei weitere Streiktage wurden der Lufthansa angedroht, aber nicht vollzogen.

Ein zweiter Streik der Flugbegleiter konnte nach Spitzengesprächen mit dem Lufthansa-Vorstand noch abgewendet werden. Die offenen Rentenfragen sollen in Verhandlungen abschlussreif gemacht werden, bis am 19. Januar der bereits bei der Bahn erfolgreiche Schlichter Matthias Platzeck seine Mission zu weiteren Problemen der Kabinenbeschäftigten aufnimmt. Für das Bodenpersonal sind die Verhandlungen bereits abgeschlossen, während sich bei den ebenfalls streikfreudigen Piloten noch kein Ende des Tarifkonflikts abzeichnet.

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