Lufthansa und digitales Reisen Mit der App in die Business-Lounge

Die Lufthansa testet in München neue lokale Dienste. Fast jeder arbeitet in der Luftfahrt mittlerweile an solchen digitalen Services. Was auf der Touristik-Messe ITB vorgestellt wird.
„Millennials erwarten solche neuen Dienste einfach.“ Quelle: PR
Lufthansa-Lounge

„Millennials erwarten solche neuen Dienste einfach.“

(Foto: PR)

BerlinWer als Lufthansa-Fluggast künftig in München startet oder landet, sollte nicht überrascht sein, wenn er auf seinem Smartphone plötzlich eine kleine Nachricht seiner Airline findet. Für 25 Euro wird ihm ein Zugang zu einer Business-Lounge angeboten, die um die Ecke liegt.

Es ist ein erster Versuch mit so genannten iBeacons, den Europas größte Fluggesellschaft nun gestartet hat. Diese in Gebäuden verteilten kleinen Sender werden von Smartphones in der Nähe erfasst, der Nutzer identifiziert, und es können ihm lokale Angebote und Tipps unterbreitet werden. „Das geschieht natürlich nur, wenn der Kunde nicht sowieso schon die Berechtigung für die Lounge hat und wenn dort noch genügend Platz zur Verfügung steht“, sagt Jens Bischof, der für den Vertrieb zuständige Manager von Lufthansa. Der Lounge-Zugang sei nur der Auftakt, es würden viele weitere Services dazukommen.

Lufthansa setzt damit auf einen Trend, der nach Ansicht von Experten unaufhaltsam ist. „47 Prozent der über unsere Systeme gebuchten Reisen kommen mittlerweile von Millennials“, sagt Greg Webb, Vice Chairman von Sabre. Gemeint sind Menschen, die mit digitalen Endgeräten aufwachsen. „Diese Kunden erwarten solche neuen Dienste einfach“, sagt Webb. Sabre ist auf Technologie und Dienstleistungen für die Reisewelt konzentriert und zählt mit Amadeus und Travelport zu den weltweit führenden Anbietern.

Die Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, scheinen fast unbegrenzt. Webb denkt dabei etwa an die neuen Brillen für virtuelle Realität: „Mit diesen kann man vor der Reise-Buchung das Land oder die Stadt digital erkunden und sich spannende Ziele raussuchen.“ Dass die Menschen deshalb weniger reisen, fürchtet er nicht: „Die Reiselust wird dadurch eher noch gesteigert“, glaubt der Manager.

Häufig sind es kleine Ideen, die aber im Alltag der Reisenden große Erleichterungen bringen. So können Lufthansa-Kunden ihr Gepäck seit kurzem „digital“ verfolgen – über die Lufthansa-App. Sie meldet etwa, ob der Koffer schon an Bord ist oder wann genau das Gepäckband diesen ausspucken wird. „Wir bieten das derzeit in Frankfurt, Stuttgart und Mailand an, bauen das aber sukzessive aus“, sagt Manager Bischof.

So geht Fliegen im Jahr 2020
Flug in die Zukunft
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Wir schreiben den 20. Februar 2020. Der Winter hält das Land fest im Griff. Seit Wochen liegt Schnee, nervt die Kälte. Meine Frau und ich sind genervt, sehnen uns nach Sonne. Im Fernsehen läuft ein Bericht über den bevorstehenden Mobilfunk-Kongress in Barcelona. Bilder werden gezeigt von Menschen, die in der spanischen Metropole in T-Shirts die ersten Sonnenstrahlen genießen. Wir schauen uns an: Barcelona – ja das wäre es jetzt. Meine Frau greift zum iPhone und startet die Suche.

Flugsuche
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Blitzschnell wird meine Frau fündig. Mit wenigen „Handgriffen“ kaufen wir die Tickets und checken auch mobil schon mal ein. Fünf Jahre zuvor wäre das noch unmöglich gewesen. Damals musste man auf zig Seiten schauen, waren die Preissysteme der Airlines komplex und teilweise intransparent. Dank der Technologie und klaren Verbraucherschutz-Regeln hat sich das mittlerweile radikal geändert.

Anreise
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Schon während der Anreise übermittelt unser Auto den aktuellen Standort an die Airline und den Flughafen Düsseldorf. Deren IT nennt unserem Navigationssystem einen Parkplatz nahe am Abflug-Gate. Dort übernimmt ein Park-Roboter das Auto, wir können sofort zum Gate aufbrechen, müssen nicht mühsam einen Parkplatz suchen.

Gepäck
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Sobald wir den Flughafen betreten, meldet sich unser Smartphone und führt uns zum Gepäck-Automaten, wo der Koffer ohne Zeitverzögerung aufgegeben werden kann. Gerade einmal 25 Sekunden dauert das Prozedere, Schlange stehen ist Vergangenheit.

Der Weg zum Gate
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Das Smartphone sagt, dass wir etwa zehn Minuten bis zum Gate brauchen, der Flug aber 15 Minuten später starten wird. Wir erhalten persönlich abgestimmte Einkaufsmöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung angezeigt, um die Zeit zu überbrücken. Später meldet sich das Smartphone und sagt, es sei Zeit zum Aufbruch.

An der Security
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Zwei andere Interkontinentalflüge starten verspätet, ungewöhnlich viele Menschen müssen deshalb durch die Kontrolle. Kein Problem: Dank der Funksignale der Smartphones kann der Flughafen die Passagierströme analysieren und der Security rechtzeitig sagen, dass kurzfristig mehr Personal benötigt wird. Unsere Kontrolle dauert nur wenige Minuten.

Kurz vor dem Gate
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Die Verspätung des Fluges hat sich auf 30 Minuten erhöht. Die Fluggesellschaft schickt uns einen Gutschein für einen kostenlosen Kaffee auf das Smartphone, gültig für eine Kaffee-Bar in unmittelbarer Nähe zum Gate.

Der Koffer-Hersteller Rimowa hat zudem einen digitalen Anhänger in sein Gepäck integriert. Damit kann der Lufthansa-Passagier seinen Koffer per App schon zu Hause einchecken. Alle wichtigen Informationen sind auf dem Display am Koffer sichtbar, und er muss beim Abflug nur auf das „Drop-Off-Band“ gestellt werden.

Auch der Flughafenbetreiber Fraport ist kräftig dabei, mit digitaler Hilfe neue Dienste für die Passagiere zu entwickeln.

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