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Lufthansa und Piloten Die Streikhansa ist gelandet

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Piloten haben zu sehr auf Bestandsschutz geachtet
Mit welchen Airlines Sie pünktlich landen – und mit welchen nicht
Platz 10: Qantas (Australien)
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Aus über 500 Quellen haben die Experten von Flightstats ausgewertet, wie viele Flüge der internationalen Airlines im Jahr 2016 mit Verspätung gelandet sind. In der Rangliste der großen Fluggesellschaften kommt die australische Qantas mit 15,7 Prozent unpünktlichen Flügen auf Platz zehn.

Quelle: Flightstats/Bloomberg

Platz 9: TAM Linhas Aéreas (Brasilien)
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Die Airline ist die brasilianische Tochter des südamerikanischen Luftfahrtkonzerns Latam. 2016 waren 14,93 Prozent der Landungen verspätet.

Platz 8: Delta Air Lines (USA)
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Die größte Airline der USA fliegt von ihrem Knotenpunkt Atlanta aus Ziele weltweit an. Das Unternehmen führte 2016 rund 1,9 Millionen Flüge an – nur 14,83 Prozent davon kamen verspätet an.

Platz 7: Singapore Airlines (Singapur)
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Die Fluglinie aus dem ostasiatischen Stadtstaat fliegt Ziele auf der ganzen Welt an. Von den gut 85.000 Flügen im Jahr 2016 kamen 14,55 Prozent unpünktlich an.

Platz 6: ANA (Japan)
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All Nippon Airways ist die größte japanische Airline. Im vergangenen Jahr landeten 14,46 Prozent der Flüge mit Verspätung.

Platz 5: Austrian (Österreich)
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Die Lufthansa-Tochter aus Österreich hat es mit ihrer Pünktlichkeitsbilanz auf den fünften Platz geschafft. 14,26 Prozent der Ankünfte waren 2016 verspätet.

Platz 4: Qatar Airways (Katar)
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Von den angriffslustigen Airlines vom persischen Golf hat es nur die Fluggesellschaft aus dem Emirat Katar in die Spitze geschafft. Hier kamen vergangenes Jahr 13,66 Prozent der Flüge zu spät an.

Beide Seiten haben sich in dem Tarifstreit nicht mit Ruhm bekleckert. Das Management hat mehrfach in den Tarifgesprächen bereits gemachte Zusagen wieder zurückgezogen. Die Vereinigung Cockpit wiederum hat viel stark den Bestandsschutz ihrer Piloten im Fokus gehabt.

Die Gewerkschaft hat zu wenig berücksichtigt, dass der Nachwuchs in dem sich radikal verändernden Umfeld nur dann eine Karrierechance haben wird, wenn sich der Konzern anpasst. Die Folge war ein fast fünf Jahre dauernder Streit, den sich die Lufthansa eigentlich nicht leisten konnte. Denn so lange kein neuer Tarifvertrag abgeschlossen ist, gilt der alte weiter.

Das mag zwar aus Sicht der bereits festangestellten Piloten eine komfortable Verhandlungsposition gewesen sein. Doch nach vorne hat das Lufthansa nicht gebracht. Das Management musste beim Umbau der Airline komplexe Konstruktionen wählen, um nicht gegen den zwar gekündigten, aber eben immer noch gültigen Tarifvertrag zu verstoßen. So wurde der Billigableger Eurowings Europe in Wien angesiedelt, außerhalb des Zugriffsbereichs der Pilotengewerkschaft.

Nun hat die Vernunft gewonnen. Beide Seiten bekommen Planungssicherheit – die Piloten für ihre persönliche Karriereplanung und das Management für die weitere Ausgestaltung der Strategie. Und auch wenn der vorangegangene Streit viel zu lange gedauert hat, könnte die Einigung gerade noch rechtzeitig gelungen sein. Die Marke Lufthansa ist stark und dürfte die Auseinandersetzung noch recht unbeschadet überstanden haben – zum Glück für alle Beteiligten.

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18 Kommentare zu "Lufthansa und Piloten: Die Streikhansa ist gelandet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sehr geehrter Herr Koenen,

    wenn Tarifgespräche zu einer Einigung und zu einem neuen Tarifvertrag führen, berichten die Medien über den Inhalt der Einigung. Kompromisse kann man bewerten und lange darüber diskutieren. Auch in Leserbriefen.

    Aber wie ist das bei einer bloßen Annäherung? Sollen wir zusammen über inhaltslose Themen diskutieren? Uns stundenlang darüber freuen, dass sich die Tarifparteien nun weniger unversöhnlich und kompromißbereiter gegenüber stehen?

  • Besserverdienern

  • Sorry Lufthanseaten und Piloten, aber dass musste jetzt einfach mal gesagt werden, auch wenn es nicht primär so massiv euch betrifft, da ihr ja immer noch zu den Besserdienern in diesem Land gehört. Und das durchaus zurecht! Meine Solidarität habt ihr, ich hoffe, ihr zeigt im Gegenzug auch mal für die kleinen Leute am Flughafen oder anderswo eure Solidarität, wenn es darauf ankommt.
    ich wünsche happy landings!

  • Und wer weiss, vielleicht gehen die Niederländer heute bei Ihrer Wahl auch auf die Barrikaden und erteilen der EU und dem Euro eine Absage?!

  • Die da oben wissen, was hier unten passiert, aber es interessiert sie einen feuchten Dreck.
    Genau deshalb nimmt der Rechtspopulismus zu, genau deshalb traten die Briten aus der EU aus, genau deshalb wurde Trump zum US-Präsidenten gewählt, genau deshalb hat die AfD solchen Zuspruch ...

    Dazu passt auch aktuell der HB-Artikel:
    „Logistikpartner von Ikea (ein Weltkonzern) sollen Hungerlöhne zahlen“

  • Natprlich fehlt bei den Gutachten auch nicht die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)“, die mit der tatsächlichen „Sozialen Marktwirtschaft“ so rein gar nichts mehr am Hut hat.
    Deshalb steht ja auch „Initiative Neue ...“ vor dem eigentlichen Namen.
    „Initiative Neue“ bedeutet übersetzt = neoliberal, global, transatlantisch, dereguliert, Unternehmerfreundlich, Arbeitnehmerfeindlich,

  • Sie sehen bei Hüther ja auch, wer die „Gutachten“ vergibt und bezahlt.
    Meist zahlungsstarke Unternehmen aus dem Finanzdienstleistungsbereich oder der Bund.
    Wo wir dann wieder bei Roß und Reiter und wes Brot ich ess, des Lied ich sing angekommen wären.
    Jede/r ist sich in diesen lobbyverseuchtem Haifischbecken selbst der Nächste.
    Hüther könnte ja einmal Arbeitnehmer und Rentnerfreundlich rechnen, tut er aber nicht, weil er ja nicht aus dieser Richtung bezahlt wird und somit diese Klientel nicht vertritt.
    Geld stinkt ja bekanntlich nicht!

  • Hüther, sorry:
    https://www.iwkoeln.de/institut/personen/detail/19670

  • Da wird bei der Rentenberechnung ...

  • Der IW und Hürther haben es ja gerade atuell mal wieder gezeigt, wie manipulativ mit Statistiken und Zahlen umgegangen wird.
    Der wird bei der Rentenberechung der „Standardrenter mit 45 Beitragsjahren“ Einzahlung zugrunde gelegt, obwohl ich so gut wie niemanden mehr kenne, der auf 45 Beitragsjahre kommt. Viele waren zwischendurch längere Zeit arbeitslos oder lange in der Leiharbeit unter niedrigen Bruttolöhnen beschäftigt, was wiederrum die zukünftige Rentenhöhe massiv nach unten drückt. Das gleiche bei der Mittelschichtdiskussion und der IW Berechnung. Zudem steht das IW den Unternehmern nahe, somit wird immer so gerechnet, dass es für die Unternehmen passt.

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