Lufthansa-Wunschpartner Turkish Airlines mit Gewinnsprung

Steigende Passagierzahlen und schrumpfende Kosten: Turkish Airlines hat im letzten Quartal einen Gewinnsprung hingelegt, den Analysten in diesem Ausmaß nicht erwartet hatten. Das sorgte an der Börse für Bewegung.
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Eine Maschine von Turkish Airlines. Quelle: Reuters

Eine Maschine von Turkish Airlines.

(Foto: Reuters)

Ankara/IstanbulTurkish Airlines geht nach einem Gewinnsprung aus einer Position der Stärke in die Gespräche über eine engere Kooperation mit der Lufthansa. Der Überschuss sei im dritten Quartal um 40 Prozent auf 705 Millionen Türkische Lira (306 Millionen Euro) gestiegen, teilte die größte Fluggesellschaft der Türkei am Montag mit. Damit toppte die Fluglinie die Erwartungen von Analysten, die lediglich mit 403 Millionen Lira gerechnet hatten.

"Die Passagierzahlen des Unternehmens steigen, während die Kosten zurückgehen", sagte Branchenexperte Kenan Turan vom Brokerhaus Tera. An der Istanbuler Börse griffen die Anleger daraufhin zu: Die Turkish-Anteilsscheine schnellten um gut sechs Prozent nach oben.

Die türkische Vorzeige-Airline und die Lufthansa spielen derzeit Pläne für eine vertiefte Kooperation durch. Welches Ausmaß der Schulterschluss haben soll, ist unklar. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" von Anfang November ist auch eine mögliche Überkreuzbeteiligung denkbar. Auf Aktien des türkischen Staats, der 49 Prozent an der Fluggesellschaft hält, darf die Kranich-Airline aber nicht hoffen. Der Verkauf von Turkish-Aktien aus Regierungsbesitz an die Lufthansa sei nicht geplant, sagte der türkische Finanzminister Mehmet Simsek und bekräftigte damit frühere Aussagen.

Eine Lufthansa-Sprecherin wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Bedeckt hält sich auch Konzernchef Christoph Franz. "Ich rede nicht über ungelegte Eier", sagte er in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" auf die Frage nach seinen Plänen mit Turkish.

Die türkische Seite ist seit Wochen redseliger. Lufthansa und Turkish begännen im Dezember mit den Verhandlungen über eine engere Zusammenarbeit, sagte Turkish-Verwaltungsratschef Hamdi Topcu. Zuvor hatte Finanzminister Simsek mitgeteilt, die Fluglinien arbeiteten an einer engeren Kooperation.

Ministerpräsident Tayyip Erdogan hatte gesagt, er stimme mit Bundeskanzlerin Angela Merkel überein, eine "gemeinsame Verwaltung" der Konzerne aufzubauen, die bereits bei der Star Alliance zusammenarbeiten. Er sei bei den Gesprächen nicht dabei gewesen, sagte Lufthansa-Chef Franz der Zeitung. "Ob sich daraus noch mehr entwickelt, wird sich zeigen."

 
  • rtr
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  • http://www.worldairlineawards.com/Awards_2012/europe.htm

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