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Luftverkehr US-Airlines wollen massiv Jobs streichen

Die Fluggesellschaften leiden erneut unter sinkender Nachfrage. Alleine bei American Airlines droht 25.000 Mitarbeitern ab Oktober der Zwangsurlaub.
16.07.2020 Update: 16.07.2020 - 14:28 Uhr Kommentieren
Wegen der erneut steigenden Corona-Zahlen droht in den USA eine weitere Kündigungswelle im Herbst. Quelle: AP
American Airlines

Wegen der erneut steigenden Corona-Zahlen droht in den USA eine weitere Kündigungswelle im Herbst.

(Foto: AP)

Frankfurt Die Nachricht kommt nicht unerwartet. Die US-Fluggesellschaft American Airlines hat angekündigt, dass wegen der Folgen der Corona-Pandemie bis zu ein Fünftel der Beschäftigten – in Summe 25.000 Mitarbeiter – ab Oktober in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt werden könnten. Das geht aus einer internen Mitteilung hervor.

Hintergrund der Ankündigung: Angesichts der massiv steigenden Infektionszahlen in den USA werden Restriktionen wieder eingeführt, die Nachfrage nach Flugreisen sinkt. Darauf verweisen auch die beiden Konzernchefs Doug Parker und Robert Isom in ihrem Schreiben.

Das Coronavirus macht den US-Airlines heftig zu schaffen. Delta Air Lines meldete vor wenigen Tagen für das zweite Quartal einen Verlust von 5,7 Milliarden Dollar, umgerechnet rund fünf Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,4 Milliarden Dollar eingeflogen. Delta-Chef Ed Bastian sprach von Belastungen, die „wahrhaft erschütternd“ seien.

Wegen der wegbrechenden Umsätze und Gewinne hatte kürzlich auch United Airlines angekündigt, unter Umständen 36.000 Mitarbeiter in Zwangsurlaub schicken zu müssen. Laut US-Recht sind die Unternehmen verpflichtet, die Belegschaft 60 Tage vorab über solche Maßnahmen zu informieren. Ob diese dann auch so umgesetzt werden, ist damit noch nicht gesagt.

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    Doch Judson Rollins vom Fachinformationsdienst Leeham News ist mittlerweile davon überzeugt, dass der Passagierverkehr in der Luft weltweit frühestens 2024 wieder auf das Niveau von 2019 zurückkehren wird. Vielleicht werde sich das auch bis 2028 hinziehen. Bei der Betrachtung des Neustarts im Luftverkehr werde viel zu stark auf die Kapazitätssteigerungen etwa von US-Airlines geschaut, viel zu wenig dagegen auf Daten wie Passagierzahlen oder den Umsatz, der erlöst wird.

    Die amerikanischen Fluggesellschaften haben von der Regierung in Washington direkte Hilfen mit einem Volumen von 25 Milliarden Dollar erhalten. Die waren jedoch an Bedingungen geknüpft, unter anderem die, bis Ende September keinen Personal abzubauen. Das erklärt, warum in diesen Tagen mehrere Airlines ihre Belegschaft auf den möglichen Zwangsurlaub im Herbst hinweisen.

    Die Mitteilungen dürften allerdings auch ein deutliches Signal an die Gewerkschaften sein, mit dem Management in Verhandlungen über Gehaltsverzicht und andere Arbeitszeitmodelle einzutreten, um so den Stellenabbau möglichst gering zu halten. Nach Angaben von Delta haben sich zum Beispiel bisher bereits 15.000 Mitarbeiter gemeldet, die bereit wären, entweder gegen eine Abfindung auszuscheiden oder vorzeitig in den Ruhestand zu gehen.

    Hinzu kommt: Anfang November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Wenn sich unmittelbar davor mehrere Zehntausend Luftfahrtmitarbeiter arbeitslos melden müssten, wäre das für Amtsinhaber Donald Trump und seine Wiederwahl verheerend. In Branchenkreisen geht man deshalb davon aus, das nun mit allen Mitteln nach Alternativen zum Zwangsurlaub gesucht werden wird.

    Mehr: „Wir gehen durch die Hölle“ – So kritisch ist die Lage bei den US-Airlines.

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