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Luxuskonzern Louis Vuitton, Fendi und Christian Dior treiben das Wachstum von LVMH

Der französische Luxuskonzern LVMH steigert seinen Umsatz vor allem wegen seines starken Geschäfts mit Mode und Lederwaren. Er profitiert wie Hermès vom erstarkten Chinageschäft.
24.07.2018 - 20:22 Uhr Kommentieren
Bernard Arnault ist seit 1989 Vorsitzender des Luxusgüter-Konzerns LVMH Moët Hennessy. Quelle: Reuters
Bernard Arnault

Bernard Arnault ist seit 1989 Vorsitzender des Luxusgüter-Konzerns LVMH Moët Hennessy.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf CEO und Vorsitzender Bernard Arnault zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Geschäft des französischen Luxuskonzerns LVMH in diesem Jahr. „Die exzellenten Ergebnisse im ersten Halbjahr zeigen die starke Begehrlichkeit unserer Marken und die Effizienz unserer Strategie“, sagte er zu den aktuellen Zahlen. Der Umsatz von LVMH stieg um zehn Prozent auf 21,8 Milliarden Euro. Allein im zweiten Quartal legte er im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent zu.

Damit setzt sich der Trend fort, der bereits im ersten Quartal begonnen hatte, als der Luxuskonzern seinen Umsatz um zehn Prozent steigern konnte. Vor allem die Sparte für Mode und Lederwaren mit Marken wie Louis Vuitton, Fendi oder Christian Dior steigerte ihren Umsatz damals deutlich um 25 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Und selbst das organische Wachstum, also ohne Zukäufe, stieg noch um 16 Prozent in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2018.

Auch im zweiten Quartal gehörten Mode- und Lederwaren, Parfüm und Kosmetik sowie die Uhren- und Schmucksparte mit zweistelligem Wachstum zu den dynamischsten Bereichen. Die Mode- und Ledersparte erzielte ein Ergebnisplus von 27 Prozent. Vor allem die Marke Louis Vuitton wuchs einmal mehr kräftig. Trotz der Währungsrisiken und der geopolitischer Unsicherheiten will Arnault die „Führungsposition im weltweiten Luxusmarkt behaupten“.

Haupttreiber für das Wachstum bei dem Luxusgüterkonzern ist China. Vor allem junge Chinesen aus den aufstrebenden Bevölkerungsschichten des Riesenlandes wollen sich etwas Teures aus Europa leisten. Sie sorgen mit dafür, dass der gesamte Luxusmarkt dieses Jahr weltweit um sechs bis acht Prozent auf 276 bis 281 Milliarden Euro wachsen wird. Das erwarten die Unternehmensberatung Bain und der italienische Luxusgüterverband Fondazione Altagamma in ihrer neuesten Studie zur Luxusbranche.

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    Im vergangenen Jahr war der Umsatz nur um vier Prozent auf 260 Milliarden Euro gestiegen. Im Vorjahr war er sogar erstmals leicht gesunken. Vom neuen Luxusboom profitieren die Konzerne aber unterschiedlich. Der größte Gewinner ist der französische Kering-Konzern. Er bekommt das immense Wachstum der Marke Gucci zu spüren. Im ersten Quartal trieb die Modemarke ihren Umsatz um 51,4 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro in die Höhe.

    Damit konnte Gucci im fünften Quartal hintereinander um mehr als 30 Prozent wachsen. Dem Konzern ist es gelungen, sein Image mit ausgefallenen Kreationen deutlich zu verjüngen und so entsprechend jüngere Kunden anzulocken. Ob der Trend im zweiten Quartal anhält, wird sich am Donnerstag zeigen, wenn Kering seine aktuellen Zahlen vorlegt. Kering-CEO und -Chairman François-Henri Pinault jedenfalls arbeitet daran, den Konzern zum reinen Luxusanbieter umzubauen, der nachhaltig wächst.

    So kündigte er die Trennung vom Sportartikel-Konzern Puma sowie von der Modemarke Stella Paul McCartney an. Der französische Luxuskonzern Hermès hat dieses Problem nicht. Er konzentriert sich auf eine Marke, wächst aber dafür nicht ganz so rasant.

    Wie der durch seine Handtaschen und Seidentücher bekannte Konzern vor Kurzem bekanntgab, erhöhte er seinen Umsatz im zweiten Quartal um gut sieben Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. In der Region Asien-Pazifik – ohne Japan – (plus 8,6 Prozent) und im Heimatland Frankreich (plus 9,9 Prozent) lief das Geschäft am besten.

    Hermès schafft es, durch eine sehr geradlinige Geschäftspolitik und eine Produktion, die zum größten Teil aus eigenen Manufakturen in Frankreich kommt, seit Jahren kontinuierlich zu wachsen. Doch nicht alle großen Unternehmen verstehen es, die neue Lust auf Luxus für sich zu nutzen. Burberry  hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Stichtag: 30. Juni) den Einzelhandels-Umsatz nur auf vergleichbarer Basis um drei Prozent auf 478 Millionen britische Pfund (rund 535 Millionen Euro) gesteigert.

    Aber der neue CEO Marco Gobetti sieht den durch seine Karo-Schals bekannten Luxushersteller in „einem Jahr des Übergangs“ voll im Plan. Er will die Traditionsmarke stärker auf das Luxussegment konzentrieren und hofft auf die Wirkung des neuen Kreativchefs Riccardo Tisci.

    Doch auch bei erfolgreichen Konzernen wie LVMH wird sich zeigen, wie es ihnen gelingt, neue Marken zu integrieren. Alle warten gespannt darauf, wie der Kölner Kofferhersteller, an dem sich der Konzern 2016 mit 80 Prozent beteiligte, auf das hohe Umsatz- und Ergebnisniveau angehoben werden kann.

    Erst einmal haben die Franzosen alle Verträge mit Vertriebspartnern gekündigt. Sie können sich neu bewerben, wenn sie die hochgeschraubten Kriterien erfüllen. Im Herbst wird sich zeigen, welcher langjährige Handelspartner künftig noch Rimowa verkaufen darf.

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