Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Luxusmode Chinesen wollen Hermès

Die Flaute im chinesischen Luxusmarkt lässt den französischen Hermès-Konzern weitgehend unbeeindruckt. Immer mehr Kunden aus Asien wollen seine Seidentücher, Krawatten, Handtaschen und andere Accessoires kaufen.
21.07.2015 - 11:57 Uhr Kommentieren
Die Luxusmarke hat ihren Umsatz im zweiten Quartal erneut gesteigert. Quelle: AFP
Hermès

Die Luxusmarke hat ihren Umsatz im zweiten Quartal erneut gesteigert.

(Foto: AFP)

Paris Es ist in diesem Sommer heiß in Paris, sehr heiß. Dennoch lassen sich viele Touristen nicht davon abhalten, zur Pariser Luxusmeile Rue du Faubourg St. Honoré zu pilgern. Viele Chinesen auf Europa-Tour wollen vor allem zum Haus mit der Nummer 24, gleich am Anfang der Faubourg in der Nähe des Place de la Concorde. Denn dort befindet sich das Mutterhaus von Hermès.

Jeden Tag kommen durchschnittlich „mindestens 2000 Kunden in unser Haus“, sagt die Pressesprecherin. In dem riesigen Flagshipstore, der rund um das alte Stammhaus von Hermès entstanden ist, breitet das Luxusunternehmen seine ganze handwerklich hergestellte Welt aus: von Sitzmöbeln und Schmuck bis zu Kleidern, Schreibgeräten und Krawatten.

Doch nicht nur in Paris läuft das Geschäft derzeit gut für Hermès. Im zweiten Quartal steigerte das fast 180 Jahre alte Unternehmen seinen Umsatz zu konstanten Währungskursen um knapp zehn Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro. Trotz Börsencrash und Flaute bei Luxusgütern in China konnte Hermès in der Region Asien-Pazifik auf der Basis vergleichbarer Wechselkurse noch um sechs Prozent zulegen. Wenn auch der Konzern auf „die schwierigen Rahmenbedingungen in Hong Kong und Macau“ hinweist.

Die Luxusgüterbranche bekommt derzeit das Ende des jahrelangen Booms in China zu spüren. Viele Chinesen kaufen vor allem in China weniger ein. Sie bringen lieber Luxus-Souvenirs von ihren Auslandsreisen zurück. Denn da ist vieles wegen des gefallenen Eurokurses und wegen Importzöllen billiger zu kaufen. Einige Luxuskonzerne wie Chanel haben ihre Preise in China gesenkt, um die Kunden zurück zu gewinnen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die hochpreisigen Uhrenmarken spüren vor allem die Folgen der neuen Antikorruptionsgesetze der chinesischen Regierung. Das bremst den Verkauf von Uhren, die gerne als Bestechungsgeschenke verwendet wurden. Auch bei Hermès gehören Uhren zu den Sparten mit dem geringsten Wachstum (plus 1,2 Prozent). Doch Branchenkenner wie Jean-Claude Biver, Chef der Uhrensparte des französischen Luxusriesen LVMH, sehen noch gute Wachstumschancen in China. „Wir sind in China mit unseren Marken Tag Heuer und Hublot noch viel zu klein“, sagte er dem Handelsblatt. „Wir müssen das Geschäft massiv ausbauen.“

    Das sind die stärksten deutschen Luxusmarken
    15. Poggenpohl
    1 von 15

    Küchen von Poggenpohl werden stets maßgefertigt und genau an Raum und Haushaltsgröße des Kunden angepasst. Gegründet wurde das Unternehmen 1892 von Friedemir Poggenpohl als kleine Tischlerei mit Ausstellungsraum. Heute stehen Poggenpohl-Küchen in mehr als 70 Ländern.

    Quelle: Luxury Business Report 2015

    (Foto: Imago)
    14. Koch und Bergfeld
    2 von 15

    Seit 185 Jahren fertigt die Manufaktur hochwertige Silberwaren in Handarbeit. Das Unternehmen ist damit eine der ältesten noch aktiven Silberwarenfabriken Deutschland. Es fertigt unter anderem Messer, Gabeln, Löffel und andere Besteckteile aus verschiedenen Epochen wie Klassizismus, Jugendstil, Barock, Rokoko oder Art déco.

    (Foto: Screenshot)
    13. Bechstein Piano
    3 von 15

    1853 nahm Carl Bechstein in Berlin die „Pianofortefabrikation“ auf. Bis heute baut das Unternehmen Flügel und Klaviere, die mit ihrem Klang Maßstäbe setzen. Voller Stolz zitiert das Unternehmen Claude Debussy mit dem Satz: „Man sollte Klaviermussik nur für den Bechstein schreiben.“

    (Foto: Imago)
    12. Dedon
    4 von 15

    Bobby Dekeyser war Fußballprofi und Torwart des TSV 1860 München, als er Dedon 1990 gründete. Heute ist das Unternehmen eine der weltweit führenden Outdoor-Möbelmarken. Die Stühle, Tische oder Liegen werden in Handarbeit geflochten und sind mit ihrer speziell entwickelten Kunsststofffaser besonders widerstandsfähig. Gleichzeitig hat das Unternehmen schon viele renommierte Design-Preise gewonnen.

    (Foto: Imago)
    11. Robbe & Berking
    5 von 15

    Schon seit 1874 schmiedet das Familienunternehmen hochwertige Silberstecke und Tafelgeräte – inzwischen in der fünften Generation. Rund 20 Tonnen Silber verarbeiten die knapp 200 Beschäftigten pro Jahr. Das Flensburger Unternehmen handelt auch mit Edelmetallen und seit 2008 baut eine Tochterfirma Yachten aus.

    (Foto: Imago)
    10. BWM i8
    6 von 15

    Der bayerische Premiumhersteller hat einen Sportwagen entwickelt, der einen Energieverbrauch und Schadstoffemissionen wie ein Kleinwagen hat. Dank einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor beschleunigt das Fahrzeug zwar in 4,4 Sekunden auf 100 Stundenkilometer, verbraucht auf 100 Kilometern aber im Schnitt nur 2,1 Liter Benzin und 11,9 Kilowattstunden Strom.

    (Foto: obs)
    9. Porsche
    7 von 15

    Automarken gibt es viele in Deutschland, aber keine hat so einen Kultstatus wie der Sportwagenhersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen. Die Volkswagen-Tochter sieht sich selbst nicht nur als größter und traditionsreichster Sportwagenhersteller der Welt, sondern auch noch als das weltweit profitabelste Automobilunternehmen.

    (Foto: Reuters)

    Er setzt wie Hermès auf die wachsende finanzkräftige Mittelschicht in China, die sich Luxus aus dem Westen leisten kann und will. So ist Hermès sicher, das der Konzern seinen Umsatz im gesamten laufenden Jahr um rund acht Prozent steigern kann. Er hofft auch auf Europa, wo das Geschäft im zweiten Quartal bei vergleichbaren Wechselkursen um neun Prozent wuchs.

    Startseite
    0 Kommentare zu "Luxusmode: Chinesen wollen Hermès"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%