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LVMH-Chef Jean-Claude Biver „Ich zünde jeden Tag eine Kerze an“

LVMH-Chef Jean-Claude Biver erklärt im Interview, warum er hofft, dass Apple möglichst viele seiner Uhren verkauft.
15.07.2015 - 20:00 Uhr Kommentieren
„Für mich ist die Apple Watch die größte Verkaufsförderung, die wir uns vorstellen können.“ Quelle: Reuters
LVMH-Chef Jean-Claude Biver:

„Für mich ist die Apple Watch die größte Verkaufsförderung, die wir uns vorstellen können.“

(Foto: Reuters)

Der gebürtige Luxemburger Jean-Claude Biver, 65, absolvierte in der Schweiz sein Wirtschaftsstudium. Er arbeitete bei der Swatch Group und machte später die Marke Hublot groß, die dann vom Luxuskonzern LVMH gekauft wurde. Seit eineinhalb Jahren ist er Chef der Uhrensparte von LVMH.

Herr Biver, schadet die Apple Watch Ihrem Geschäft?
Im Gegenteil. Für mich ist die Apple Watch die größte Verkaufsförderung, die wir uns vorstellen können.

Wieso?
Apple wird einen großen Teil der Uhren an junge, technologie-interessierte Leute verkaufen, die bislang keine Uhr getragen haben. Wenn die sich über die Apple Watch daran gewöhnen, überhaupt eine Uhr zu tragen, dann sind sie auch potenzielle Kunden für uns.

Aber viele junge Apple-Kunden können sich doch keine Luxusuhr von Tag Heuer oder Hublot leisten.
Das stimmt. Aber einige könnten sich für eine neue Smartwatch von Tag Heuer interessieren. Die fertigen wir zusammen mit Intel und Google. Sie wird mit 1400 Euro nicht viel teurer sein, als wenn sich jemand für 800 Euro ein iPhone und zusätzlich für 400 Euro eine Apple Watch kauft.

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    So sieht Apples erste Smartwatch aus
    Apple-Fans im Kaufrausch
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    Gadget-Geeks und Apple-Jünger in Japan waren erfreut: sie konnten am Freitag, 10. April 2015 als erste die neue Smartwatch ausprobieren, hier in einem Apple Store in Tokio. Mitnehmen durften sie die Uhr aber noch nicht, weil der offizielle Verkaufsstart erst am 24. April beginnt.

    (Foto: dpa)
    Schnell ausverkauft
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    Die Uhren können bislang nur vorbestellt werden. Im Online-Store von Apple ging es am Freitag hoch her. Dort waren bereits nach wenigen Minuten nur noch einige Modelle zum eigentlichen Verkaufsstart in zwei Wochen verfügbar.

    (Foto: dpa)
    Zeit mitbringen ins Uhrengeschäft
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    Momentaufnahme aus einem Apple Store in Hongkong am 10. April: Man muss Schlange stehen, um die Smartwatch selber anlegen und ausprobieren zu dürfen.

    (Foto: AFP)
    Rückseite einer Apple Watch
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    Natürlich war die neue Smartwatch auch auf Twitter ein heißes Thema angesichts des Verkaufsstarts. Der Hashtag #AppleWatch führte zeitweise die sogenannten Trending Topics an, der Zeitmesser wird also ganz besonders häufig in Tweets erwähnt. Ob sich innerhalb der getweeteten Kurztexte und Bilder mehr Lob oder eher Kritik zeigen, ist aber zunächst nicht ersichtlich.

    (Foto: Reuters)
    Im Apple Store in Berlin
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    Natürlich hatte das Verkaufspersonal im wahrsten Wortsinn alle Hände voll zu tun, um die verschiedenen Funktionen zu erklären ...

    (Foto: Reuters)
    Lob und Kritik
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    Gut zwei Wochen vor dem Marktstart von Apples Computeruhr sind die ersten Testberichte zu dem neuen Gerät erschienen. In den Testberichten wird durchgängig die hohe Verarbeitung der Uhr sowie die Qualität der Software gelobt, die das häufige Nachschauen auf dem iPhone erspare.

    (Foto: dpa)
    Apple Watch Edition
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    Der Akku der Smartwatch hält demnach gut einen Tag lang durch - wie von Apple zugesagt. „Die Batterie war zum Schlafgehen abends fast leer, insbesondere wenn ich sie für Sportübungen eingesetzt habe“, schrieb Geofferey A. Fowler, im „Wall Street Journal“. „Aus einer technologischen Perspektive ist die Apple Watch eine Erweiterung des iPhones. Und wie das Smartphone verändert sie deine Gewohnheiten“, heißt es etwa im US-Blog Recode.

    (Foto: Reuters)

    Wie groß schätzen Sie den Markt für eine solche Uhr?
    Wenn Apple rund 50 Millionen Uhren verkauft, wären ein Prozent des Marktes schon viel. Das wären 500.000 Uhren. Selbst wenn wir davon noch einen Teil an Konkurrenten abgeben würden, bliebe noch ein großer Markt übrig.

    Also springen Sie mit der neuen Uhr auf den Apple-Zug auf?
    Nicht nur. Die Apple-Kunden werden nach Jahren feststellen, dass die Uhr obsolet ist. Sie hält nicht ewig und wird ständig von neuen Versionen überlebt. Die Kunden erleben also die Endlichkeit des Produkts.

    Aber das gilt doch für jede Uhr.
    Nein, eine Uhr von Hublot oder Zenith lässt sich auch nach vielen, vielen Jahren noch mit einem Schraubenzieher reparieren. Da haben Sie nicht wie bei einer Smartwatch das Problem, dass es vielleicht einen bestimmten Computerchip nicht mehr gibt.

    Sie wollen Smartwatch-Kunden von Apple und Tag Heuer/Intel zu Ihren Kunden machen?
    Ja, ich denke, dass sich langfristig sicherlich einige gewinnen lassen. Ich gehe deshalb jeden Tag in die Kirche, um eine Kerze anzuzünden, dass Apple möglichst viele Uhren weltweit verkauft.

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