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Mark Frese Ceconomy hat einen Vorstand voller Kurzzeitkräfte

Erst muss der Finanzchef von Ceconomy schlechte Nachrichten verkünden. Dann rechnet er mit dem alten Management von Media-Markt-Saturn ab.
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Der Finanzchef gönnt sich einige Monate Auszeit. Quelle: dpa
Mark Frese

Der Finanzchef gönnt sich einige Monate Auszeit.

(Foto: dpa)

Es ist eine groteske Pressekonferenz, die Ceconomy da am Mittwoch abhält: Einen richtigen CEO hat das Mutterunternehmen der Elektronikkette Media-Markt-Saturn seit dem Rauswurf von Pieter Haas nicht. Die Zahlen stellt Noch-CFO Mark Frese vor, dessen Abgang seit der Trennung von Haas Mitte Oktober auch schon feststeht und der noch bis Silvester die Stellung hält.

Sein gerade ernannter, ebenfalls interimistischer CFO-Nachfolger Bernhard Düttmann, der vom Aufsichtsrat in den Vorstand wechselt, ist bei der Veranstaltung in Düsseldorf nicht zu sehen. Ein Unternehmen ohne Kopf.

Der Grund für die Personalprobleme sind die schlechten Nachrichten, die Frese kurz vor seinem Abschied noch verkünden muss: Das Ergebnis von Ceconomy ist um knapp 20 Prozent auf knapp 400 Millionen Euro eingebrochen. Die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr fällt aus.

Frese nutzt seinen letzten Auftritt für eine Abrechnung. Der 54-jährige gebürtige Stuttgarter, der seit 2012 bei der früheren Metro schon Finanzvorstand war, kritisierte „die Prognosefähigkeit des ehemaligen Managements von Media-Markt-Saturn“. Sie führte zu Gewinnwarnungen und zur Trennung von Konzernchef Haas.

Frese will die nächsten Monate nutzen, „um eine Auszeit zu nehmen“, wie er erzählt, und sich später nach einem Job umsehen. Wenigstens hat sein Nachfolger Düttmann bereits eine ähnliche Krisenerfahrung: 2017 war er für einige Monate Finanzchef beim Pharmakonzern Stada, der damals nach langem Streit an Finanzinvestoren verkauft wurde.

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