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Marktforscher GfK kippt Prognose und Finanzchefin geht

Nach einem verlorenen Auftrag hat das Marktforschungsunternehmen GfK seine Umsatzerwartung für das Gesamtjahr gesenkt. Die Marge soll stabil bleiben. Ab 2015 soll der Umsatz wieder steigen – mit einem neuen Finanzchef.
12.08.2014 - 13:20 Uhr Kommentieren
Der Hauptsitz des Marktforschungsunternehmens GfK in Nürnberg: Für das Jahr 2014 rechnet die GfK mit einem stagnierenden bis leicht rückläufigen Umsatz. Quelle: dpa

Der Hauptsitz des Marktforschungsunternehmens GfK in Nürnberg: Für das Jahr 2014 rechnet die GfK mit einem stagnierenden bis leicht rückläufigen Umsatz.

(Foto: dpa)

München Das Marktforschungsunternehmen GfK hat sich von seiner Umsatzprognose für das Gesamtjahr verabschiedet. Die verhaltene Entwicklung in der ersten Jahreshälfte könne nicht durch stärkeres Wachstum in den beiden folgenden Quartalen kompensiert werden, teilten die Nürnberger in der Nacht zum Dienstag mit. Im ersten Halbjahr fiel der Umsatz binnen Jahresfrist um gut vier Prozent auf knapp 698 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn (Ebitda) verringerte sich um rund sechs Millionen auf 90,1 Millionen Euro. Ein Hersteller von Konsumentenelektronik habe Umfragen der Franken abbestellt, was wesentlich für die geringeren Einnahmen gewesen sei, erklärte GfK. Die operative Marge sei aber bereinigt um Sondereinnahmen im Vorjahreszeitraum bei knapp einem Zehntel stabil geblieben.

Für das Jahr 2014 rechnet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nun mit einem stagnierenden bis leicht rückläufigen Umsatz. Bislang hatte Vorstandschef Matthias Hartmann ein Wachstum von bis zu zwei Prozent vorausgesagt. Die Margenprognose hielt er aufrecht – zwölf bis 12,5 Prozent des Umsatzes sollen als operativer Gewinn hängen bleiben. Ab 2015 sollen neue Aufträge aus der Medienbranche den Umsatz wieder steigen lassen.

Die Jahresbilanz 2014 wird allerdings bereits ein neuer Finanzchef berechnen. Der bisherige IBM-Manager Christian Diedrich löst Mitte Oktober Pamela Knapp ab, die sich künftig mehr ihrem Privatleben und ihren drei Aufsichtsratsmandaten widmen wolle. Knapp sitzt seit 2009 im GfK-Vorstand. Das Amt des Arbeitsdirektors übernimmt mit dem Wechsel Vorstandschef Hartmann. An der Börse kamen die Nachrichten nicht gut an. Die GfK-Titel verloren am Dienstag im frühen Handel fünf Prozent.

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