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Marktführer McKinsey legt in Deutschland kräftig zu

McKinsey zeigt sich vor dem anstehenden Chefwechsel in guter Verfassung. Deutschlands größte Managementberatung ist mit deutlichem Abstand Marktführer in Deutschland – und ein Indikator für die Lage der Branche insgesamt.
  • Bert Fröndhoff
Frank Mattern wird zum Jahresende neuer Chef des deutschen Büros von McKinsey. Foto: dpa Quelle: dpa

Frank Mattern wird zum Jahresende neuer Chef des deutschen Büros von McKinsey. Foto: dpa

(Foto: dpa)

BERLIN. Der Honorarumsatz von McKinsey werde in diesem Jahr um sieben Prozent auf 600 Mill. Euro steigen, teilte das Unternehmen mit. Wachstumstreiber seien vor allem Projekte zur Optimierung der Produktion, im Marketing sowie zur IT-Strategie, sagte Jürgen Kluge, der als Leiter des deutschen McKinsey-Büros Ende Dezember ausscheidet.

McKinsey ist mit deutlichem Abstand Marktführer in Deutschland und ein Indikator für die Lage der Branche insgesamt. 2005 hat der Markt acht Prozent auf 13,2 Mrd. Euro zugelegt. Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater erwartet, dass das Wachstum dieses Jahr sogar „in die Nähe von zehn Prozent geht“. Nach Angaben mehrerer großer Beratungsgesellschaften ist auch die Auftragslage für das kommende Halbjahr ordentlich.

Doch nicht nur wegen der guten Konjunktur dürfte 2007 für die Berater spannend werden. Die Branche blickt auf zwei Entwicklungen: Das rasante Wachstum spezialisierter Anbieter, die sich auf bestimmte Industriezweige oder Beratungsfelder konzentrieren. Und den Kampf der Großen um die Topmandate.

Diesen Kampf treten gleich zwei der führenden Managementberatungen mit einer neuen Spitze an: Bei McKinsey übernimmt der 44-jährige Frank Mattern Anfang nächsten Jahres die Leitung des deutschen Büros. Beim Münchener Rivalen Boston Consulting Group (BCG) wird der 47-jährige Christian Veith neuer Deutschlandchef.

Experten werten dies als Generationswechsel, wie ihn schon die Kunden der Berater – etwa die Dax-Konzerne – erfasst hat: Dort sind mit Siemens-Chef Klaus Kleinfeld oder dem Allianz-Vorstandsvorsitzenden Michael Diekmann zwei Manager an der Spitze, die nüchtern und ergebnisorientiert arbeiten. „Für diese Generation stehen die künftigen Spitzen von McKinsey und BCG“, sagt ein langjähriger Branchenkenner.

Der bisherige McKinsey-Chef Jürgen Kluge galt als kerniger Typ, dem trotz westfälischer Herkunft rheinischer Humor nachgesagt wird. In seiner achtjährigen Amtszeit hat sich der Umsatz des deutschen Büros fast verdoppelt, die Zahl der Partner stieg von 75 auf derzeit 135.

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