Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Marktplätze bei Amazon und Ebay Tausenden Onlinehändlern droht die Insolvenz

Eine Studie enthüllt alarmierende Zahlen: Weil viele Hersteller und Markeninhaber den Verkauf ihrer Produkte übers Netz behindern, kämpfen kleine Händler um ihre Existenz und müssen Mitarbeiter entlassen.
27 Kommentare
Viele Onlinehändler beklagen sich, dass Adidas und Nike den Vertrieb ihrer Produkte über das Netz behinderten. Quelle: dpa
Lieber im Geschäft

Viele Onlinehändler beklagen sich, dass Adidas und Nike den Vertrieb ihrer Produkte über das Netz behinderten.

(Foto: dpa)

DüsseldorfTausende Onlinehändler sehen sich durch Vertriebsbeschränkungen von Herstellern und Markeninhabern in ihrer Existenz bedroht. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Onlinehandel (BVOH) unter mehr als 7000 Händlern in Europa. „Gerade viele kleine und mittelständische Onlinehändler stehen vor der Insolvenz“, sagte BVOH-Präsident Oliver Prothmann dem Handelsblatt.

Nach Angaben der befragten Händler behindern oder untersagen in Europa fast 2000 Hersteller und Markeninhaber den Vertrieb ihrer Produkte über das Internet. So verbiete fast ein Drittel dieser Marken den Verkauf über Marktplätze wie Amazon oder Ebay. „Der Schaden dieser Beschränkungen für Händler, aber auch für Verbraucher beträgt Jahr für Jahr Milliarden Euro“, so Prothmann.

Fast jeder zweite Onlinehändler beklagt sich über Umsatzverluste durch Herstellerbeschränkungen. Allein in Deutschland macht rund ein Fünftel der Onlinehändler nach eigenen Angaben aufgrund dieser Beschränkungen einen jährlichen Verlust von mehr als 25 Prozent. Nach Hochrechnungen des BVOH aus den Umfragedaten mussten bereits mehr als 10.000 Händler deswegen Mitarbeiter entlassen.

Große Bedenken gegen Beschränkungen des Onlinehandels hat auch das Bundeskartellamt, das im Jahr 2014 ein Pilotverfahren gegen Adidas und Nike angestrengt hat. Denn nach Ansicht der Wettbewerbshüter dienen die Beschränkungen häufig der Preiskontrolle und können damit wettbewerbswidrig sein. Adidas gab daraufhin nach und lockerte seine Vertriebsbeschränkungen.

Was die Deutschen alles über ihr Handy einkaufen
Shopping via Smartphone
1 von 11

Die Deutschen haben das Shopping über das Smartphone für sich entdeckt: Laut einer Untersuchung von Deals.com sollen 2015 in Deutschland 14,4 Milliarden Euro über mobile Endgeräte umgesetzt werden – eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Durchschnittlich landen dabei 54 Euro im mobilen Warenkorb. Damit liegt Deutschland noch hinter den USA mit 74 Euro und Großbritannien mit 56 Euro. Die Franzosen hingegen geben weniger aus: Dort sind es nur 50 Euro.

Wofür die Deutschen das meiste Geld ausgeben...

(Foto: picture alliance)
10. Platz
2 von 11

Den zehnten Platz der beliebtesten mobil gekauften Güter von Januar bis Juni 2015 belegen die Haushalts- und Gartenwaren mit 8,4 Prozent.

(Foto: dpa)
9. Platz
3 von 11

Technik und Elektronik landet mit 9,4 Prozent auf dem neunten Platz der Güter, die die Deutschen am häufigsten über ihr Handy shoppen.

(Foto: dpa)
8. Platz
4 von 11

Büroklammern, Stifte, Post-its oder Papier: Schreibwaren und Bürobedarf kaufen die Deutschen auch über das Smartphone. Die Kategorie landet auf dem achten Platz mit 9,8 Prozent.

(Foto: ZBSP)
7. Platz
5 von 11

Dank Apps wie Facebook oder Xing dürften Smartphone-Nutzer keinen Geburtstag im Freundes- und Bekanntenkreis mehr vergessen. Praktisch, wenn man dann direkt über das Handy auch noch ein Geschenk oder Blumenstrauß bestellen kann. Viele Deutschen haben das schon erkannt: Blumen und Geschenkartikel erreichen 9,8 Prozent.

(Foto: picture alliance/dpa)
6. Platz
6 von 11

Für einen neuen Kleiderschrank oder die schicke Designer-Vase muss man nicht mehr zwangsläufig das Sofa verlassen: Denn auch Möbel und Einrichtungsgegenstände können über das Handy eingekauft werden. Die Kategorie liegt mit 10,2 Prozent auf dem sechsten Platz.

(Foto: dpa)
5. Platz
7 von 11

Auch das Spielzeug für den Nachwuchs kaufen viele Deutschen bereits über ihr Smartphone: Hobbyartikel und Spielzeug erreichen mit 12,6 Prozent den fünften Platz.

(Foto: dpa)

Es sind immer wieder die gleichen Unternehmen, die mit Beschränkungen des Onlinevertriebs auffallen. So nannten die befragten Onlinehändler am häufigsten die Hersteller Nike, Adidas, Fossil und Deuter. Auch der Hersteller von Haustierzubehör, Trixi, wurde oft genannt, wenn es um die Behinderung des Internethandels geht.

Verband fordert Eingreifen der Politik
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Marktplätze bei Amazon und Ebay - Tausenden Onlinehändlern droht die Insolvenz

27 Kommentare zu "Marktplätze bei Amazon und Ebay: Tausenden Onlinehändlern droht die Insolvenz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • da würde ich trotzdem Online kaufen ,auch wenn die Mwst.erhöht würde.Erstmal durch die Arbeit und zweitens ,wenn ich jedesmal zum Shoppen nach Karlsruhe oder Pforzheim etc fahren muß,muß ich auch Zeit und Spritgeld +Parkgebühren zahlen ,also kommt es auf das gleiche raus.
    Es wird sogar noch teurer.( wir wohnen in einer ganz kleinen Stadt ,da gibt vllt .10 Geschäfte in der sogenannten Einkaufszone )

  • Man kann niemandem vorwerfen, die gültige Gesetzeslage auszunutzen. Es ist Sache der Politik Einzelhändler, Einkaufszentren usw. mit den nötigen Waffen zu versorgen, mindenstens gleichwertig zu Online Geschäften im Konkurrenzkampf zu überleben. Ich bin kein Politiker, doch als Denkansatz könnte man alle Onlineverkäufe statt mit 21% Mwst Satz mit 35% Mwst. verkaufen müssen. Da würde sich mancher Kunde überlegen, ob er sich lieber die Beine in der Stadt vertritt oder zu Hause für jede Bestellung deutlich mehr bezahlt.

  • Jeder der sich selbständig macht muss einen (neudeutsch) Businessplan haben.
    Wenn ich mich nicht ordentlich vorbereite und weiterentwickle werde ich mit meiner Geschäftsidee spätestens beim ersten Gegenwind Pleite gehen.
    Das trifft Online-Händler wie jedes andere Geschäft.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Zu viele Gesetze ? Beklagen genau die , die auch neue staatliche Regelungen fordern ! Beispiele gleich hier im Forum --

  • @Annette Bollmohr06.07.2016, 10:35 Uhr

    Vollkommen richtig.

    "Gesetze sind menschengemacht. Und sollten für die Menschen da sein, nicht umgekehrt."

    Aber sagen Sie das mal einem Juristen bzw. Politiker (auch meist ein Jurist). Sie werden in zwei große erstaunte Augen sehen.

  • Ich wünsche mir auch kompetente, freundliche Verkäufer/-innen, die sich Zeit für mich nehmen und mir beim Einkauf helfen.

    Wenn sich aber der "clevere" Kunde im Laden ausgiebig beraten lässt, um dann das Produkt online ein paar Prozent preiswerter zu bekommen, werden in den Geschäften nur noch "Überdentischschieber / -innen" übrig bleiben, die jeder 2. Kunde als überflüssig empfindet und die dann zusammen mit den Läden auch verschwinden werden.

    Ladengeschäfte müssen die Chance haben, Gewinne zu erwirtschaften. Haben sie die nicht, werden sie aufgegeben.

    Ich vermute die Zukunft darum leider so, dass in den Innenstädten nur noch Waren präsentiert, aber nicht mehr zwangsläufig verkauft werden. Finanziert werden diese Ausstellungsräume von den Herstellern. Gekauft wird online.

  • @Tom Schmidt 06.07.2016, 10:47 Uhr

    ".. erst in den Laden gehen und sich informieren und dann im Internet kaufen..."

    Volle Zustimmung. Der Zuatz müßte lauten:

    "... und dann sich über verödete Innenstädte wundern. "

    Übrigens: Ich informiere mich im Internet und kaufe/bestelle dann im realen Laden.

  • Ja... und die vielen mittelständischen Online-Händler machen die mittelständischen Ladengeschäfte kaputt (bzw. passen die sich mit einem Online-Handel dem Margendruck von Amazon & Co an).

    Letztendlich sind da aber auch die Verbraucher schuld... erst in den Laden gehen und sich informieren und dann im Internet kaufen... das kann nicht gut gehen.

  • ich kann Ihre Probleme absolut nachvollziehen. Mein Sugarbabe hat auch immer nur die besten Einkaufsstraßen dieser Welt im Kopf und ist in Mailand fast wie zuhause. Sie war vor meiner Zeit mit einem bekannten Fußballer liiert, der aber sehr geizig war, was das Thema Kreditkarte betraf. Aber wir haben uns arrangiert und ich freue mich jedes mal wenn Sie glücklich in meinen Armen liegt, nach einem aufregenden Shopping Tag

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote