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Marktplätze bei Amazon und Ebay Tausenden Onlinehändlern droht die Insolvenz

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Verband fordert Eingreifen der Politik
Von Z wie Zalando bis Z wie Zalando
Platz 10: Zalando Lounge
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Zalando Lounge ist der Rabattwarenladen des Online-Versandhändlers. Nutzer dieses Portals müssen sich registrieren. Danach bekommen sie Angebote mit bis zu 70 Prozent Rabatt. Die Mitgliedschaft in der Zalando Lounge ist kostenlos.

Umsatz (2014)*: 71,8 Millionen Euro**

*Quelle: Statista, EHI Retail Institute

**umfasst Einnahmen der Online-Shops in Deutschland im Segment Bekleidung, Schuhe und Textilien

(Foto: Zalando Lounge Screenshot)
Platz 9: Walbusch
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Bis in die 1960er-Jahre verkaufte Walbusch neben Herrenkleidung auch Elektrorasierer und Haushaltswaren. Später konzentrierte sich der Konzern auf den Verkauf von Herrenmode. Bekannt ist das Unternehmen für sein Hemd mit dem Walbusch-Kragen ohne Knopf. Zunächst war Walbusch nur als Versandhändler tätig. Erst 2009 wurde die erste Filiale eröffnet. Im Handelsblatt-Interview erklärte Firmenchef Christian Busch: „Die Frau entscheidet, was gekauft wird“.

Umsatz: 72,2 Millionen Euro

(Foto: Walbusch.de)
Platz 8: C&A Online
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Einst hatte C&A die Konfektionsgrößen eingeführt. Seitdem avancierte der Modekonzern zu den größten Bekleidungsherstellern Deutschlands. C&A beschäftigt mehr als 36.000 Menschen. Seit 2008 bietet der Konzern seine Kleidung auch im Internet an. Allerdings ist der Anteil des Internetgeschäfts gemessen am Gesamtumsatz in Deutschland (über drei Milliarden Euro) noch gering.

Umsatz: 79,3 Millionen Euro

(Foto: canda.com)
Platz 7: s.Oliver
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s.Oliver kommt nicht wirklich in Fahrt. Seit Jahren kämpft der Modekonzern mit wirtschaftlichen Problemen. Zwar konnte der Umsatz im vergangenen Jahr leicht gesteigert werden, doch das Online-Geschäft weist entgegen des Trends rückläufige Zahlen vor. 2013 lag der Online-Umsatz bei 127 Millionen Euro. Im Jahr darauf sanken die Einnahmen um mehr als 16 Millionen Euro.

Umsatz: 110,8 Millionen Euro

(Foto: dpa - picture-alliance)
Platz 6: Brands-4-Friends
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Im Umsatzranking auf Platz sechs ist die Private Sale GmbH aufgelistet. Hinter dem Unternehmen steckt brands4friends.de. Das ist eine kommerzielle Online-Community, die im Internet eine spezielle Sortimentsausrichtung anbietet. Zugang zum Angebot erhalten Interessenten nach einer Registrierung. brands4friends.de bot im September 2007 in Deutschland als erste Mode-Online-Community ihren Dienst an. Seitdem konnten die Erlöse kontinuierlich gesteigert werden.

Umsatz: 114,6 Millionen Euro

(Foto: brands4friends.de)
Platz 5: Esprit
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Der Online-Handel hat dem Moderiesen Esprit stark zugesetzt. Erst nach und nach erholt sich der Konzern – auch dank eines eigenen Online-Angebots. Mit einem Umsatz von mehr als 162 Millionen Euro positioniert sich Esprit in Deutschland auf dem fünften Platz.

Umsatz: 162,5 Millionen Euro

(Foto: Reuters)
Platz 4: Heine
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Die Heinrich Heine GmbH gehört zu den ersten Modeversandhändlern in Deutschland mit eigenem Online-Shop. Bereits 1996 konnten Kunden ihre Ware im Internet bestellen. Seit 2009 wird der Fokus auf das E-Commerce zunehmend verstärkt.

Umsatz: 204 Millionen Euro

(Foto: heine.de)

Auch Gerichte haben sich in der jüngsten Zeit immer wieder mit der Thematik beschäftigen müssen. So hat das Oberlandesgericht Frankfurt einen Fall, der sich mit einem Marktplatzverbot des Parfümherstellers Coty beschäftigt, dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Das höchste europäische Gericht soll nun klären, ob Plattformverbote mit dem Wettbewerbsrecht vereinbar sind.

In einem anderen Fall dagegen hatte das Oberlandesgericht Frankfurt dem Rucksackhersteller Deuter erlaubt, den Verkauf seiner Produkte über den Marktplatz Amazon zu verbieten. Die Unternehmen hätten ein berechtigtes Interesse, eine qualitativ hochwertige Beratung sicherzustellen, und dürften daher den Vertrieb bei Amazon untersagen, erklärte das Gericht. Die Hersteller berufen sich immer wieder darauf, dass nur ein selektiver Vertrieb eine angemessene Präsentation ihrer Waren sicherstellen könne. Dies sei gerade auf Portalen wie Amazon nicht gegeben.

Dass Hersteller Qualitätskriterien für den Vertrieb über Händler festlegen dürfen, ist unstrittig. Doch in der Praxis ist die Grenze zur gezielten Behinderung des Internetvertriebs mit dem Ziel der Preiskontrolle schnell erreicht. So beobachtet der BVOH beispielsweise, dass Hersteller einem Händler kaum Auflagen für den stationären Verkauf machen, die Kriterien für den Verkauf im Netz aber auf mehr als 20 Seiten detailliert regeln. „Diese Ungleichbehandlung ist eindeutig illegal“, so Prothmann. Beobachtet würden aber auch unzulässige Preisvorgaben oder das Verbot des Verkaufs über nationale Grenzen hinweg.

Der BVOH fordert deshalb von der Politik „ein entschlossenes Vorgehen gegen den grassierenden Missstand der wettbewerbswidrigen Vertriebsbeschränkungen“. Die Wettbewerbsbehörden müssten so gestärkt werden, dass sie wirksam gegen vertikale Beschränkungen einschreiten können sowie Strafen gegen das Vergehen müssen für die Unternehmen und deren Verantwortliche spürbarer werden.

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27 Kommentare zu "Marktplätze bei Amazon und Ebay: Tausenden Onlinehändlern droht die Insolvenz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • da würde ich trotzdem Online kaufen ,auch wenn die Mwst.erhöht würde.Erstmal durch die Arbeit und zweitens ,wenn ich jedesmal zum Shoppen nach Karlsruhe oder Pforzheim etc fahren muß,muß ich auch Zeit und Spritgeld +Parkgebühren zahlen ,also kommt es auf das gleiche raus.
    Es wird sogar noch teurer.( wir wohnen in einer ganz kleinen Stadt ,da gibt vllt .10 Geschäfte in der sogenannten Einkaufszone )

  • Man kann niemandem vorwerfen, die gültige Gesetzeslage auszunutzen. Es ist Sache der Politik Einzelhändler, Einkaufszentren usw. mit den nötigen Waffen zu versorgen, mindenstens gleichwertig zu Online Geschäften im Konkurrenzkampf zu überleben. Ich bin kein Politiker, doch als Denkansatz könnte man alle Onlineverkäufe statt mit 21% Mwst Satz mit 35% Mwst. verkaufen müssen. Da würde sich mancher Kunde überlegen, ob er sich lieber die Beine in der Stadt vertritt oder zu Hause für jede Bestellung deutlich mehr bezahlt.

  • Jeder der sich selbständig macht muss einen (neudeutsch) Businessplan haben.
    Wenn ich mich nicht ordentlich vorbereite und weiterentwickle werde ich mit meiner Geschäftsidee spätestens beim ersten Gegenwind Pleite gehen.
    Das trifft Online-Händler wie jedes andere Geschäft.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Zu viele Gesetze ? Beklagen genau die , die auch neue staatliche Regelungen fordern ! Beispiele gleich hier im Forum --

  • @Annette Bollmohr06.07.2016, 10:35 Uhr

    Vollkommen richtig.

    "Gesetze sind menschengemacht. Und sollten für die Menschen da sein, nicht umgekehrt."

    Aber sagen Sie das mal einem Juristen bzw. Politiker (auch meist ein Jurist). Sie werden in zwei große erstaunte Augen sehen.

  • Ich wünsche mir auch kompetente, freundliche Verkäufer/-innen, die sich Zeit für mich nehmen und mir beim Einkauf helfen.

    Wenn sich aber der "clevere" Kunde im Laden ausgiebig beraten lässt, um dann das Produkt online ein paar Prozent preiswerter zu bekommen, werden in den Geschäften nur noch "Überdentischschieber / -innen" übrig bleiben, die jeder 2. Kunde als überflüssig empfindet und die dann zusammen mit den Läden auch verschwinden werden.

    Ladengeschäfte müssen die Chance haben, Gewinne zu erwirtschaften. Haben sie die nicht, werden sie aufgegeben.

    Ich vermute die Zukunft darum leider so, dass in den Innenstädten nur noch Waren präsentiert, aber nicht mehr zwangsläufig verkauft werden. Finanziert werden diese Ausstellungsräume von den Herstellern. Gekauft wird online.

  • @Tom Schmidt 06.07.2016, 10:47 Uhr

    ".. erst in den Laden gehen und sich informieren und dann im Internet kaufen..."

    Volle Zustimmung. Der Zuatz müßte lauten:

    "... und dann sich über verödete Innenstädte wundern. "

    Übrigens: Ich informiere mich im Internet und kaufe/bestelle dann im realen Laden.

  • Ja... und die vielen mittelständischen Online-Händler machen die mittelständischen Ladengeschäfte kaputt (bzw. passen die sich mit einem Online-Handel dem Margendruck von Amazon & Co an).

    Letztendlich sind da aber auch die Verbraucher schuld... erst in den Laden gehen und sich informieren und dann im Internet kaufen... das kann nicht gut gehen.

  • ich kann Ihre Probleme absolut nachvollziehen. Mein Sugarbabe hat auch immer nur die besten Einkaufsstraßen dieser Welt im Kopf und ist in Mailand fast wie zuhause. Sie war vor meiner Zeit mit einem bekannten Fußballer liiert, der aber sehr geizig war, was das Thema Kreditkarte betraf. Aber wir haben uns arrangiert und ich freue mich jedes mal wenn Sie glücklich in meinen Armen liegt, nach einem aufregenden Shopping Tag

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