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Mattel in den Miesen Liebesentzug für Barbie

Spielzeugfigur und Feministinnen-Hassobjekt Barbie verkauft sich immer schlechter. Der sinkende Absatz zieht Hersteller Martell jetzt sogar in die roten Zahlen. Der will sich stärker in Richtung Bausteine orientieren.
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Die Barbie-Puppe verkauft sich nicht mehr gut. Quelle: Reuters

Die Barbie-Puppe verkauft sich nicht mehr gut.

(Foto: Reuters)

Bangalore Liebesentzug für Barbie: Wegen sinkender Absätze mit der langbeinigen Traditionspuppe ist der weltgrößte Spielzeugkonzern Mattel in die roten Zahlen gerutscht. Dazu trugen auch schwächere Verkäufe im Geschäft mit Fisher-Price-Kleinkindspielzeug bei, wie das Management am Donnerstag mitteilte.

Im abgelaufenen Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von gut elf Millionen Dollar – nach einem Gewinn von 38,5 Millionen vor Jahresfrist. Der Konzernumsatz gab fünf Prozent nach auf 946 Millionen Dollar und lag damit etwas unter den Erwartungen von Analysten.

Die größten Spielzeughersteller der Welt
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Der weltgrößte Spielzeugproduzent und Barbie-Hersteller Mattel ist auch auf dem deutschen Spielwarenmarkt die Nummer eins. Seit mehr als 50 Jahren ist es die hohe Nachfrage nach Barbie-Puppen, die die Geschäfte des kalifornischen Unternehmens ankurbelt. Im vergangenen Quartal setzte Mattel etwa zwei Milliarden Dollar um.

(Foto: AFP)
Jahres-Pk Spielwaren-Fachverband idee+spiel
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Hätten Sie's gewusst? Jeder Mensch besitzt - rein statistisch - 75 Legosteine. Allein die im Jahr 2010 verkauften Legosteine würden ein Gebäude von 5000 Quadratmetern Grundfläche mit einer Höhe von 52 Stockwerken ergeben. Mit der Produktion von 381 Millionen kleiner Reifen ist der dänische Spielwarenriese Lego auch einer der größten Reifenhersteller der Welt. 2010 machte das Unternehmen einen Umsatz von umgerechnet 2,15 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 500 Millionen Euro.

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 24306324 Lego, Spielzeug, VW Bulli, Camper
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Komplett mit Gardinen und Dachaufbau: Mit einer Reihe von Automodellen wie dem VW-Bulli zielt der Konzern auch auf die erwachsene Zielgruppe. Der rote Kultwagen T1 aus dem Jahre 1962 kostet knapp 100 Euro und besteht aus genau 1322 Teilen. Lego hat auch einen Unimog mit über 2000 Teilen und pneumatisch betriebenem Kran sowie zahlreiche andere Technik-Produkte erfolgreich auf den Markt gebracht. Allein vom 190 Euro teuren Unimog verkaufte der Konzern in Deutschland bislang rund 60.000 Exemplare.

(Foto: Lego)
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Der US-Konzern Hasbro, zu dem Marken wie Parker, Play-Doh und Monopoly gehören, kommt in Deutschland auf einen Marktanteil von etwa neun Prozent und zählt mit Mattel und Lego zu den größten Playern auf dem Spielzeugmarkt. Nach vorläufigen Berechnungen kommt der Konzern für 2011 auf einen Umsatz von etwa 4,35 Milliarden Dollar.

(Foto: gms)
Das Bobby-Car wird 40
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Die Simba-Dickie-Group: 2011 hatte der international operierende Spielwarenhersteller seinen Umsatz um neun Prozent auf 620 Millionen Euro gesteigert. Er wuchs damit stärker als die Branche und hat auf dem deutschen Spielwarenmarkt einen Marktanteil von 7,6 Prozent.

(Foto: dapd)
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Zu dem Bobby-Car-Hersteller gehört auch die traditionsreiche Spielzeugmarke Schuco, die in diesem Jahr 100 wird.

(Foto: dpa)
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Die größte deutsche Spielwarenmarke Playmobil stellt seine Männchen seit 40 Jahren auf Malta her - bis Ende 2011 etwa 2,4 Milliarden. Weil der Umsatz 2011 erstmals seit Jahren stagnierte, geht der Konzern jetzt in die Vollen: 2012 sollen mehr als 80 Millionen Euro in neue Maschinen, Formen und Gebäude gesteckt werden. Das sind rund 15 Prozent vom Umsatz der Gruppe aus dem fränkischen Zirndorf. Mit einem Umsatz von 559 Millionen Euro gehört das Unternehmen in der zersplitterten Spielwarenbranche zu den größten Anbietern.

(Foto: dpa)

Firmenchef Bryan Stockton sprach am Sitz im kalifornischen El Segundo von einem „herausfordernden Umfeld im Einzelhandel“. Das Babyspielzeug von „Fisher Price“ verkaufte sich ebenfalls schlechter, genauso wie Spielzeugautos. Zu Mattel gehören unter anderem „Matchbox“ und „Hot Wheels“. Der Hersteller muss damit kämpfen, dass viele Kinder sich lieber Smartphones oder Spielekonsolen wünschen.

Mattel will daher vom florierenden Bausteine-Geschäft profitieren. Dazu kündigte er zuletzt den Kauf des kanadischen Herstellers Mega Brands für rund 460 Millionen Dollar an, mit dem er den dänischen Rivalen Lego attackieren will.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
  • dpa
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