Mattel macht Verlust Barbie bleibt ein Sorgenkind

Der einstige Verkaufsschlager Barbie ist für Hersteller Mattel weiter ein Problemfall. Selbst mit neuer Figur verkauft sich die Puppe nicht besser. Der Konzern rutscht unterdessen tiefer in die roten Zahlen.
Auch die neuen Modelle haben die Verkäufe der legendären Puppe nicht ankurbeln können. Quelle: AP
Barbie mit Kurven

Auch die neuen Modelle haben die Verkäufe der legendären Puppe nicht ankurbeln können.

(Foto: AP)

New YorkBarbie-Hersteller Mattel ist zu Jahresbeginn tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der US-Spielwarenhersteller machte im ersten Quartal einen Verlust von 73 Millionen Dollar (64,3 Millionen Euro), nachdem im Vorjahresquartal ein Minus von 58 Millionen Dollar aufgelaufen war, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz ging um sechs Prozent auf knapp 870 Millionen Dollar zurück.

Bei Anlegern kamen die Zahlen nicht gut an - die Aktie fiel nachbörslich um über sechs Prozent.

Mattel nannte Währungseffekte als Grund für das Minus im ersten Quartal. Die Verkäufe seien darüber hinaus weitgehend stabil geblieben, obwohl Mattel Ende 2015 die Lizenz für die Prinzessinnen-Serie von Disney verloren habe, erklärte das Unternehmen. Diese Produkte hatten zuvor zehn Prozent der Verkäufe ausgemacht.

Die größten Spielwarenhersteller der Welt
Platz 10: Zapf Creation AG
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Die deutsche Zapf Creation AG aus dem oberfränkischen Rödental ist nach eigenen Angaben Europas größter Puppenhersteller und vertreibt Marken wie die „Baby Born“. 2014 machte das Unternehmen einen Umsatz von 58,9 Millionen Euro.

Quelle: Unternehmensangaben

Platz 9: Bruder
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Auch Bruder hat sich spezialisiert: Das Fürther Familienunternehmen bietet Spielfahrzeuge im einzigartigen Maßstab 1:16 an. Das Unternehmen ist auch international tätig und unterhält für den nordamerikanischen Markt ein Lager in den USA. 2014 wurde ein Umsatz von 75 Millionen Euro erwirtschaftet.

Platz 8: Steiff
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Der 1877 von Margarete Steiff gegründete Plüschtierhersteller erlebte 2014 eine herbe Niederlage: Der Europäische Gerichtshof entschied, dass der Hersteller keinen Schutz des europaweit bekannten Markenzeichens „Knopf im Ohr“ mehr beanspruchen kann. Einem Knopf im Ohr fehle es schlicht an Unterscheidungskraft. Umsatzwerte von Steiff liegen nur für 2013 vor, in diesem Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 93,27 Millionen Euro.

Platz 7: Schleich
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Das international tätige Unternehmen Schleich aus Schwäbisch Gmünd produziert handbemalte, möglichst originaltreue Hartgummifiguren. 2014 wurde Schleich, das 1986 in Konkurs gegangen war, durch den französischen Investor Ardian für 220 Millionen Euro gekauft. 2013 betrug der Umsatz 106 Millionen Euro.

Platz 6: Ravensburger
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Die international tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in, nun ja, Ravensburg, ist auch heute noch weltweit vor allem durch die Herstellung von Gesellschaftsspielen und Puzzles bekannt. Der Umsatz 2014 betrug 373,2 Millionen Euro.

Platz 5: Playmobil
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Der Systemspielzeughersteller der zur Geobra Brandstätter Stiftung mit Sitz im fränkischen Zirndorf gehört, produziert seit 1974 seine nach dem Kindchen-Schema konstruierten Figuren. Mit seinen ursprünglich „Klickies“ genannten Figuren erwirtschaftete Playmobil 2014 einen Umsatz von 535 Millionen Euro.

Platz 4: Simba-Dickie-Group
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Die Simba-Dickie-Group tätigte 2013 einen prominenten Zukauf: Der Spielwarenhersteller, der sich einst durch einen Zusammenschluss der Unternehmen Simba Toys und Dickie Toys gegründet hatte, kaufte den insolventen Modelleisenbahnhersteller Märklin. 2014 betrug der Umsatz der Unternehmensgruppe 602 Millionen Euro.

Allerdings konnten offenbar auch die neuen Barbie-Varianten die Verkäufe nicht ankurbeln. Mattel verkauft seit Anfang des Jahres auch „kleine“, „große“ und „rundliche“ Versionen der berühmtesten Puppe der Welt. Zudem ist eine sprechende Barbie dazugekommen.

  • afp
  • rtr
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