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McDonald's denkt um Big Mac mit Service

Sinkende Umsätze zwingen McDonald's zum Umdenken: In einigen Restaurants wird es demnächst mehrere kleine Bestellstationen sowie einen Tischservice geben. Auch über einen Lieferservice wird derzeit nachgedacht.
30.03.2015 - 11:59 Uhr 2 Kommentare

Grünkohl-Burger statt Big Mac?

Frankfurt/Main Schrumpfende Umsätze und weniger Kunden zwingen die Fastfoodkette McDonald's zum Umsteuern. „In den mehr als 40 Jahren hat es für die Gäste von McDonald's immer die gleiche Reise durch unsere Restaurants gegeben: am Counter bestellen, bezahlen, essen, Tablett zurückbringen. Das ändert sich“, kündigte Deutschland-Chef Holger Beeck in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Montag an.

An den wichtigsten Standorten werde McDonald's künftig einen Tischservice anbieten, sagte Beeck. Zudem soll es mehr Bestellstationen – genannt Kiosk – geben, an denen die Kunden fernab vom Tresen bestellen und bezahlen können, um Wartezeiten zu verringern.

Zehn dicke Fast-Food-Flops
Omelettburger
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Enormous Omelet Sandwich

Fett, fetter, Omelette-Sandwich: Dieses arterienverstopfende „Frühstückchen“, das Burger King 2005 auf den US-Markt brachte, hatte so viel Kalorien, Fett und Cholesterin zwischen seinen labberigen Brötchenhälften, dass es heftig kritisiert und schließlich größtenteils vom Markt genommen wurde – in einzelnen Restaurants findet man es aber noch hin und wieder.

Foto: Justin Baeder, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

(Foto: Wikipedia CC BY 2.5)
McPizza
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Pizza von McDonald's

Pizza liebt jeder – aber nicht von McDonald's. Die Fast-Food-Kette hat seit den Siebzigerjahren immer mal wieder versucht, Pizza in ihrem Angebot in verschiedenen Ländern der Welt zu etablieren – mit mäßigem Erfolg. Der Hauptgrund, dass die Versuche bis zum Jahr 2000 fast überall wieder eingestellt wurden: Es dauerte mit durchschnittlich elf Minuten einfach zu lange, die Pizza in den Filialen zuzubereiten. Auch die McSpaghetti, ebenfalls ein Versuchsballon der späten Siebziger, konnten sich nicht bei der breiten Masse durchsetzen.

Hier geht es zum Werbespot auf Youtube

(Foto: Screenshot)
McLobster
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McLobster

Für Hummer zu McDonald's? Das musste doch einfach schiefgehen. Das samt reichlich Sauce und etwas Salat in ein Hot-Dog-Brötchen geschaufelte Hummerfleisch verschwand nur wenige Wochen nach seiner Markteinführung auch schon wieder. Allerdings: In New England und im Osten Kanadas gibt es den McLobster noch, wann immer McDonald's billig tiefgekühltes Hummerfleisch einkaufen kann.

Foto: Kelapstick, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

(Foto: Wikipedia CC BY 2.5)
Mini-Burger
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Mini-Burger

Burger King versuchte mehrmals, Mini-Burger an den Mann zu bringen. In den späten Achtzigerjahren hießen sie „Burger Bundles“, dann „Burger Buddies“ und um das Jahr 2000 versuchte es der Fast-Food-Riese nochmal mit den „Burger Shots“ als Sechserpack. Doch auch die Umbenennungen konnten nichts daran ändern, dass die Kunden einfach nicht zu den Mini-Brötchen greifen wollten.

Foto: „BK Shots“ von Gustav H, CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

(Foto: Wikipedia CC BY 2.5)
Hot dogs rest in water before a hot dog eating competition in New York
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McHotdog

McDonald's versuchte sich seit den Neunzigerjahren vor allem bei sommerlichen Sportereignissen im mittleren Westen der USA immer mal wieder am Würstchen im Brötchen – obwohl der frühere CEO Ray Kroc es eigentlich verboten hatte, weil er den Hot Dog als unhygienisch erachtete. Auch in Chile und Japan wurden für kurze Zeit McHotdogs verkauft.

(Foto: Reuters)
Satisfries
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Satisfries

30 Prozent weniger Fett, aber voller Geschmack – das versprechen die Satisfries von Burger King, ein Wortspiel aus dem englischen „satisfaction“, zu deutsch Befriedigung, und „fries“ für Pommes Frites. Allenfalls „befriedigend“ fanden die Kunden die Fritten, sodass die kalorienreduzierte Variante 2014 im wichtigen US-Markt größtenteils aus dem Programm flog – in Deutschland gibt es die fettärmere Variante hingegen noch.

Foto: obs/Burger King Beteiligungs GmbH

(Foto: obs)
Ananas
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Hula Burger

Katholiken durften bis in die Sechzigerjahre hinein freitags kein Fleisch essen – auch in der Fastenzeit sollen sie auf Fleisch verzichten. Hier sah McDonald's-Gründer Ray Kroc eine Marktlücke und erfand den „Hula Burger“, der anstelle der Hackfleischbulette eine Scheibe gegrillte Ananas mit Käse enthielt. Der Burger war ein Flop – stattdessen setzte sich aber der Fischburger durch, den es als „Filet-o-Fish“ noch heute gibt.

(Foto: dpa/picture-alliance)

„Vier strategische Leitlinien“ bestimmen laut Beeck das neue Konzept. Es werde sich vieles im Erscheinungsbild der Restaurants ändern, das Produktangebot werde entschlackt und übersichtlicher, die Qualität verbessert und der Service schneller und effizienter. „Alles, was nicht hineinpasst, wird nicht gemacht.“ Beeck kündigte zudem an, dass McDonald's „in drei Jahren deutlich digitaler sein“ werde – Kunden könnten sich dann zum Beispiel ein individuelles Menü zusammenstellen.

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Standort erkennen

    Die Lieferung nach Hause, für einige Tage beim Franchisenehmer in Osnabrück im Test, beobachte das Unternehmen „mit großem Interesse“, sagte Deutschland-Chef Beeck weiter. „Damit setzen wir uns auseinander.“ Der „McHome“ genannte Lieferservice brachte Produkte von McDonald's von 11.30 Uhr bis 22.00 Uhr, freitags und samstags auch bis 23.00 Uhr, zu den Kunden nach Hause.

    McDonald's hat in Deutschland knapp 1400 Restaurants, die meisten von einem Franchisenehmer betrieben. In diesem Jahr sollen acht neue Standorte eröffnet werden.

    Laut „FAZ“ waren die Umsätze in den vergangenen zwei Jahren rückläufig; im Januar und Februar dieses Jahres waren die Zahlen laut Beeck deutlich positiv. Er führte dies auch auf die neue Werbekampagne zurück. Beeck umschrieb die Lage mit den Worten: „Unsere Vorbereitung auf herausfordernde Zeiten war unzureichend, wir waren an einigen Stellen zu langsam und bequem geworden. "Fehler macht man vor allem, wenn die Geschäfte gut laufen.“

    Der Mutterkonzern McDonald's tauschte wegen sinkender Gewinne und Umsätze den Chef auf. Steve Easterbrook übernahm die Geschäftsführung am 1. März und löste damit Donald Thompson ab.


    • afp
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    2 Kommentare zu "McDonald's denkt um: Big Mac mit Service"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich bestelle mir jetzt zwei "Ultra Big Macs"
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      Eine dreifache Portion Pommes und eine Familienflasche Cola.
      Alles soll an meinen tisch (Nummer 23) gebracht werden. Dort gibt es Stahlstühle, welche für 500kg Lebendgewicht ausgelegt sind.
      Ich bezahle per (ungültiger) Karte, aber das merkt dort keiner. Dann rolle ich heraus und steige in meinen Laster.
      Ich bin eben ein typischer Mac-Würg Kunde.

    • Ja, Lieferservice, klasse. Dann braucht die Couchpotatoe überhaupt nicht mehr den Arsch bewegen und kann sich seine 5000kJ direkt an die Haustür bringen lassen. McD sollte besser eine Abgabe an die Krankenkassen zahlen.

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