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McDonald's und Burger King Ärger um einen Friedenshamburger

Burger King bringt sich mit der Ankündigung, mit McDonald's einen McWhopper für den Weltfriedenstag bauen zu wollen, ins Gespräch. McDonald's findet das allerdings wenig erfreulich.
1 Kommentar
So sah die Zeitungs-Anzeige von Burger King aus. Quelle: ap
McWhopper

So sah die Zeitungs-Anzeige von Burger King aus.

(Foto: ap)

New YorkIn New York und Chicago schaltet Burger King ganzseitige Anzeigen. In München hängt die Fast-Food-Kette ein Riesenplakat auf und lässt Friedenszeichen aus einem Schaum-Helium-Gemisch in die Luft steigen. Mit viel Tamtam wirbt es für seine Idee: Am Weltfriedenstag, dem 21. September, will es zusammen mit dem Konkurrenten McDonald's einen Burger herstellen.

Der McWhopper ist allerdings weit von der Realität entfernt. Denn die öffentliche Kampagne stößt bei McDonald's sauer auf. Denn es wurde nicht von Burger King vorher gefragt, konnte sich also nicht mit Ideen einbringen. Da erscheint das Statement von Fernando Machado, Chef für globales Marketing bei Burger King unprofessionell: „Wir stellen alles transparent dar, denn wir wollen, dass McDonald's unseren Vorschlag ernst nimmt“.

Der Chef von McDonald's, Steve Easterbrook, reagierte auch sehr kühl. Auf Facebook lobte er das Engagement für eine gute Sache als seine „großartige Idee“, die allerdings etwas zu kurz greife. Es gäbe einen Unterschied zwischen „freundlichem Wettbewerb im Geschäft und dem beispiellosen Umstand von wahrem Schmerz und Leid durch Krieg“. Seine Aufforderung: Sich in einer „aussagekräftigen Bemühung“ zusammen zu tun.

Daraufhin hagelte es harsche Kommentare. Burger King habe „nicht den Wettbewerb mit richtigem Krieg“ verglichen, sondern mit einer „brillanten Idee versucht, Bewusstsein für den Weltfrieden zu stärken“, schrieb Andrew Javier Bernal. „McDonald's ist für keinen Spaß zu haben und denkt nur an sein Ego“, sagt Daniel Castano. Etwas nachdenklicher waren nur wenige: „Das war keine Friedensofferte von Burger King, sondern eine Kriegserklärung“, schrieb Flo Plan. „Sie drängt McDonald's in eine passive Position, als Chef von McDonald's wäre ich aufgebracht“.

Hier isst Amerika
Platz 10: Panera Bread
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Panera Bread ist eine Franchisekette von so genannten Bakery-Cafés. Auf der Angebotsliste stehen neben Backwaren auch Suppen, Salate, Nudeln und Sandwichs. Das Unternehmen wurde 1981 gegründet und betreibt heute 1362 Filialen in den USA und Kanada.

(Foto: ap)
Platz 9: Pizza Hut
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Pizza Hut ist eine US-Franchise-Kette mit mehr als 6000 Schnellrestaurants in den USA. Weltweit ist das Unternehmen mit 13 000 Restaurants in 130 Ländern vertreten. Es wurde 1958 von den beiden Studenten Frank und Dan Carney gegründet, heute gehört Pizza Hut zum Unternehmen Yum! Brands.

(Foto: ap)
Platz 8: Chick-fil-A
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Chick-fil-A ist eine US-Schnellrestaurantkette, die 1946 gegründet wurde. Mittlerweile hat sie in den Vereinigten Staaten 1500 Filialen. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Hühnchen-Sandwiches, Wraps und Salate. Die Unternehmensleitung unterstützt christlich-konservative, anti-homosexuelle Organisationen und sorgt damit in den USA immer wieder für Kritik.

(Foto: dapd)
Platz 7: Dunkin' Donuts
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Dunkin' Donuts ist ein US-Franchiseunternehmen. In den USA verfügt es über 7306 Filialen, weltweit sind es 10 479 Restaurants. Zum Angebot der 1950 gegründeten Kette gehören neben glasierten und gefüllten Donuts auch Bagels, Croissants, Brownies, Muffins und Kaffee. Die erste deutsche Filiale eröffnete 1999 in Berlin. US-Umsatz im Jahr 2014: 7,2 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 6: Taco Bell
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Die Franchise-Kette Taco Bell ist der größte Vertreter des sogenannten Tex-Mex-Fastfood. Auf der Speisekarte stehen vor allem Tacos, Burritos und Quesadillas. Weltweit hat Taco Bell 6100 Filialen, 5800 davon in den USA. In Deutschland betreibt die Kette bisher kein Restaurant. Ausnahme: US-Kasernen auf deutschem Boden.

(Foto: Reuters)
Platz 5: Wendy's
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Wendy's ist vor allem in den USA und Kanada aktiv. 5200 Filialen betreiben Franchisenehmer, 1400 das Unternehmen selbst. In den 80er-Jahren versuchte die Schnellrestaurant-Kette, in Deutschland Fuß zu fassen. Nicht zuletzt wegen gravierender Managementfehler musste sich das Unternehmen jedoch schnell wieder vom deutschen Markt zurückziehen. US-Umsatz im Jahr 2014: 8,5 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 4: Burger King
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Zur US-Schnellrestaurantkette Burger King gehören weltweit 13 000 Restaurants, die zu 90 Prozent von Franchisepartnern geführt werden. In Deutschland eröffnete 1976 das erste Burger-King-Restaurant am Berliner Kurfürstendamm. Im vergangenen Jahr sorgten Medienberichte über die Arbeitsbedingungen und Hygienemissstände in einigen deutschen Restaurants der Kette für einen erheblichen Imageschaden.

(Foto: dpa)

Auf jeden Fall erzielt Burger King viel Aufmerksamkeit. Das ist wohl die wahre Absicht der Idee, bei der Burger King zusammen mit McDonald's für einen Tag in einem „Pop-Up-Restaurant“ in Atlanta einen McWhopper herstellen wollte. Die Stadt wählte Burger King, weil sie auf halben Weg zwischen Miami und Chicago liege, den Sitzen der beiden Konzernzentralen.

Burger King ist „Goldsponsor“ für die Stiftung Peace One Day, die sich das Ziel gesteckt hat, „bis 2016 drei Milliarden Menschen mit dem Weltfriedenstag zu erreichen“, wie Gründer Jeremy Gilley sagte. „Unternehmen wie Burger King haben die Ressourcen und Fähigkeiten, das Bewusstsein massiv zu schärfen. Das Bewusstsein schafft Handeln und dieses Handeln rettet Leben.“

Als Goldsponsor gehört Burger King mit zum wichtigsten Sponsor, laut der Stiftung muss es dafür 250.000 Dollar zahlen. Andere Unterstützer sind die Unternehmensberatung McKinsey, der Konsumgüterkonzern Unilever oder das Internetunternehmen Skype.

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1 Kommentar zu "McDonald's und Burger King: Ärger um einen Friedenshamburger"

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  • und dies hier war mal wieder eine kostenlose Werbung für Fast-Food.
    Ich glaube das dritte oder vierte Mal in dieser Woche.

    Liebes HB, wie wäre es denn mal mit kostenloser Werbung für Obst oder Gemüse??

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