McDonald's Verbraucherschützer gehen gegen Burger-Riesen vor

Überhöhte Mieten, zu geringes Angebot, Zwang zu schlechtem Service: Vor allem in Italien klagen viele Betreiber von McDonald’s-Restaurants über eine unfaire Behandlung. Die EU-Kommission geht den Beschwerden nach.
Von den rund 30.000 McDonald’s-Filialen auf der ganzen Welt werden rund 18.000 im Franchise-System betrieben. Quelle: Reuters
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Von den rund 30.000 McDonald’s-Filialen auf der ganzen Welt werden rund 18.000 im Franchise-System betrieben.

(Foto: Reuters)

BrüsselVerbraucherschützer haben bei der EU-Kommission eine Kartellbeschwerde gegen den US-Fast-Food-Konzern McDonald’s eingereicht. Die weltgrößte Burger-Kette missbrauche in Europa ihre dominante Marktstellung und schädige so Franchise-Nehmer und Konsumenten, teilte ein Bündnis von drei italienischen Organisationen am Dienstag in Brüssel mit. Die EU-Kommission müsse deswegen alle in ihrer Macht stehenden Mittel nutzen, um McDonald’s dazu zu bringen, unfaire Methoden einzustellen.

Das Unternehmen wollte die Vorwürfe am Dienstag zunächst nicht kommentieren. Eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte den Eingang der Beschwerde. Sie werde nun geprüft, hieß es.

Konkret kritisieren die italienischen Verbraucherschützer vor allem den Umgang des US-Konzerns mit Franchise-Nehmern. Den vertraglich an die Kette gebundenen Restaurantbetreibern würden unter anderem überhöhte Mieten abverlangt. Zudem gebe es Auflagen, die dazu führten, dass Kunden weniger Auswahl hätten und bei schlechterer Service-Qualität höhere Preise zahlen müssten.

Die Beschwerde wird nach Angaben der beteiligten Organisationen Codacons, Movimento Difesa del Cittadino und Cittadinanzattiva von der US-Gewerkschaft Seiu unterstützt. Bei Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht drohen Unternehmen in der EU Strafen in Höhe von bis zu zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes.

Hier isst Amerika
Platz 10: Panera Bread
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Panera Bread ist eine Franchisekette von so genannten Bakery-Cafés. Auf der Angebotsliste stehen neben Backwaren auch Suppen, Salate, Nudeln und Sandwichs. Das Unternehmen wurde 1981 gegründet und betreibt heute 1362 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 9: Pizza Hut
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Pizza Hut ist eine US-Franchise-Kette mit mehr als 6000 Schnellrestaurants in den USA. Weltweit ist das Unternehmen mit 13 000 Restaurants in 130 Ländern vertreten. Es wurde 1958 von den beiden Studenten Frank und Dan Carney gegründet, heute gehört Pizza Hut zum Unternehmen Yum! Brands.

Platz 8: Chick-fil-A
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Chick-fil-A ist eine US-Schnellrestaurantkette, die 1946 gegründet wurde. Mittlerweile hat sie in den Vereinigten Staaten 1500 Filialen. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Hühnchen-Sandwiches, Wraps und Salate. Die Unternehmensleitung unterstützt christlich-konservative, anti-homosexuelle Organisationen und sorgt damit in den USA immer wieder für Kritik.

Platz 7: Dunkin' Donuts
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Dunkin' Donuts ist ein US-Franchiseunternehmen. In den USA verfügt es über 7306 Filialen, weltweit sind es 10 479 Restaurants. Zum Angebot der 1950 gegründeten Kette gehören neben glasierten und gefüllten Donuts auch Bagels, Croissants, Brownies, Muffins und Kaffee. Die erste deutsche Filiale eröffnete 1999 in Berlin. US-Umsatz im Jahr 2014: 7,2 Milliarden Dollar.

Platz 6: Taco Bell
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Die Franchise-Kette Taco Bell ist der größte Vertreter des sogenannten Tex-Mex-Fastfood. Auf der Speisekarte stehen vor allem Tacos, Burritos und Quesadillas. Weltweit hat Taco Bell 6100 Filialen, 5800 davon in den USA. In Deutschland betreibt die Kette bisher kein Restaurant. Ausnahme: US-Kasernen auf deutschem Boden.

Platz 5: Wendy's
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Wendy's ist vor allem in den USA und Kanada aktiv. 5200 Filialen betreiben Franchisenehmer, 1400 das Unternehmen selbst. In den 80er-Jahren versuchte die Schnellrestaurant-Kette, in Deutschland Fuß zu fassen. Nicht zuletzt wegen gravierender Managementfehler musste sich das Unternehmen jedoch schnell wieder vom deutschen Markt zurückziehen. US-Umsatz im Jahr 2014: 8,5 Milliarden Dollar.

Platz 4: Burger King
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Zur US-Schnellrestaurantkette Burger King gehören weltweit 13 000 Restaurants, die zu 90 Prozent von Franchisepartnern geführt werden. In Deutschland eröffnete 1976 das erste Burger-King-Restaurant am Berliner Kurfürstendamm. Im vergangenen Jahr sorgten Medienberichte über die Arbeitsbedingungen und Hygienemissstände in einigen deutschen Restaurants der Kette für einen erheblichen Imageschaden.

  • dpa
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