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McKinsey-Studie Chinesische Verbraucher sind vorsichtiger beim Geldausgeben

Die Lebenshaltungskosten in Chinas Städten steigen. Das dämpft die Konsumlust. Doch es gibt eine gesellschaftliche Gruppe, deren Konsum weiter wächst.
18.12.2019 - 13:48 Uhr Kommentieren
Die Mittelschicht treibt in China den Absatz von Konsumgütern an. Quelle: dpa
Chinesische Konsumenten

Die Mittelschicht treibt in China den Absatz von Konsumgütern an.

(Foto: dpa)

Peking Chinesische Verbraucher zeigen eine größere Zurückhaltung bei ihren Ausgaben, wie eine Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey in China zeigt, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Befragt wurden von Mai bis Juli 5400 chinesische Bürger aus 44 Städten zu ihren Konsumgewohnheiten.

Sechzig Prozent sagten, dass sie ihr Geld nicht vorschnell ausgeben wollen, selbst wenn sie sich „reich“ fühlten. Im Jahr 2017 sagten das noch 52 Prozent der Befragten. Vor allem Verbraucher in großen, teuren Städten wie Peking, Schanghai und Guangzhou reagieren auf das schwächere Wirtschaftswachstum Chinas und die gestiegenen Lebenshaltungskosten in den Städten, heißt es in der Erhebung.

Andererseits gibt es eine Gruppe, die ungeachtet der wirtschaftlichen Lage Chinas weiter konsumiert. „Das Wachstum kommt heute stärker aus kleineren Städten und aus der unteren Mittelschicht, also von Menschen, die sich zum Beispiel zum ersten Mal ein Auto kaufen“, erklärt Daniel Zipser, Leiter des Bereichs Konsumgüter und Handel von McKinsey in China.

Mit dem Binnenkonsum stützt China das unter anderem durch den anhaltenden Handelsstreit belastete Wirtschaftswachstum des Landes. Um den Konsum aufrecht zu erhalten, hat die chinesische Regierung in den vergangenen Monaten einige Maßnahmen zur Stimulierung eingeführt.

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    Wenn deutsche Firmen Kunden aus China gewinnen wollen, müssen sie sich inzwischen mehr anstrengen als noch in der Vergangenheit. „Wenn es um die beste Qualität geht, liegen deutsche Unternehmen in bestimmten Bereichen oft noch vorn, etwa bei Automobilen“, so Zipser. „Wenn es aber um ein eher undifferenziertes Produkt geht, greifen die chinesischen Verbraucher eher bei chinesischen Unternehmen zu.“

    „Made in Germany weiterhin ein Verkaufsargument“

    Laut der Umfrage haben chinesische Konsumenten inzwischen eine klare Präferenz für chinesische Marken in 13 von 19 Produktkategorien, darunter Dinge des täglichen Bedarfs wie frische Lebensmittel und Reinigungsprodukte, aber auch Mobiltelefone, Tablet-Computer oder Haushaltsgeräte wie Kühlschränke.

    Dieser Trend besteht allerdings schon seit längerem. „Neu in diesem Jahr ist die Tatsache, dass viele Konsumenten lokale Marken auch bei teuren Premium-Produkten wählen“, heißt es in dem Report. „Das Label 'Made in Germany' hat immer noch großen Stellenwert“, sagt McKinsey-Experte Zipser. Es sei aber zunehmend wichtig, dass dahinter auch ein tatsächlicher Qualitätsvorsprung stecke. Vor allem bei Lebensmitteln wie etwa Molkereiprodukten sei „Made in Germany“ weiter ein starkes Verkaufsargument.

    Mehr: Die Erzeugerpreise in China sind mit 1, 4 Prozent weniger stark gefallen als erwartet. Der Druck auf die Regierung nach Konjunkturmaßnahmen nimmt zu.

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