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Media-Saturn-Holding in der Krise Kriselnde Ceconomy kämpft weiter mit sinkenden Umsätzen

Das Geschäft der Elektronikmärkte Saturn und Media Markt schwächelt weiter. Im ersten Quartal sank der Umsatz. Nun drohen harte Einschnitte.
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Die Elektronikmärkte von Ceconomy werden mit harter Hand saniert. Quelle: dpa
Media Markt

Die Elektronikmärkte von Ceconomy werden mit harter Hand saniert.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie kriselnde Elektronikhandelsholding Ceconomy kämpft weiter mit Rückgängen bei Umsatz und Ertrag. Die Erlöse seien im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 auch bedingt durch das in diesem Jahr spätere Oster-Geschäft um zwei Prozent auf fünf Milliarden Euro geschrumpft, teilte Ceconomy am Dienstag mit. Vor allem in Südeuropa ging das Geschäft zurück. Der bereinigte operative Ertrag (Ebitda) stagnierte bei 80 (Vorjahr: 82) Millionen Euro. Ein Sparprogramm soll Besserung bringen. „Ceconomy befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der auch die geschäftliche Entwicklung beeinflusst“, sagte der neue Chef Jörn Werner.

Unter dem Strich schrieb Ceconomy einen knappen Gewinn von 14 Millionen Euro - nach einem Verlust von 109 Millionen Euro vor Jahresfrist. Damals hatten Abschreibungen auf den von Ceconomy gehaltenen Metro-Anteil das Ergebnis belastet. Ihre Jahresprognose bekräftigten die Düsseldorfer und erwarten weiter ein leichtes Umsatzwachstum bei einem leichten Rückgang des operativen Ertrags Ebitda und Ebit.

MediaMarktSaturn steuert nun auf harte Einschnitte zu. Der seit März amtierende neue Konzernchef Werner tritt auf die Kostenbremse. Hunderte von Stellen - vor allem in der Ingolstädter Zentrale der Elektronikhandelskette - sollen wegfallen. Ab dem Geschäftsjahr 2020/21 sollen so 110 bis 130 Millionen Euro gespart werden. Zunächst kostet das Programm aber: Im laufenden Geschäftsjahr werden dafür voraussichtlich rund 150 bis 170 Millionen Euro anfallen. „Mit der Reorganisation werden wir viel schneller, agiler und fokussierter agieren“, hatte der neue MediaMarktSaturn-Chef Ferran Reverter angekündigt.

Ceconomy war im Sommer 2017 in die Unabhängigkeit gestartet, der damalige Metro-Konzern wurde aufgespalten. „Das Beste kommt erst noch - für unsere Kunden und Aktionäre“, hatte der damalige Chef Pieter Haas versprochen. Doch es folgten Pleiten, Pech und Pannen. Haas nahm nach mehreren Gewinnwarnungen seinen Hut. Media Markt und Saturn stehen in erbittertem Wettbewerb mit Online-Händlern wie Amazon. Aber auch hausgemachte Probleme belasteten die Ketten - Haas hatte immer neue Projekte angestoßen, die Kosten liefen aus dem Ruder.

Werner versucht nun, das Erbe seiner Vorgänger aufzuräumen. „Wir müssen (..) die Frage beantworten, wie wir in einer digitalisierten Welt und einem radikal veränderten Umfeld künftig unser Geschäft betreiben wollen“, sagte Werner nun. Er wolle die „strategische Positionierung“ Ceconomys mit Hochdruck vorantreiben. Im zweiten Quartal habe es erste Lichtblicke gegeben - unter anderem in Deutschland gebe es operative Verbesserungen, zudem legte der Online-Umsatz um 13,4 Prozent zu.

Mehr: Seit Jahren streitet Ceconomy mit Minderheitsgesellschaft Erich Kellerhals. Warum der Streit zuletzt wieder aufflammte.

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