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Medienbericht Emirates erwägt angeblich den Abbau von 30.000 Stellen

Die Auswirkungen der Krise treffen auch die Fluggesellschaft Emirates. Diese prüft laut einem Bericht einen Stellenabbau und eine schnellere Ausmusterung der A380.
17.05.2020 Update: 18.05.2020 - 09:11 Uhr Kommentieren
Corona: Emirates erwägt den Abbau von 30.000 Stellen Quelle: AP
Emirates

Durch die zeitweise, fast vollständige Einstellung des Reiseverkehrs brachen die Gewinne der Gesellschaft stark ein.

(Foto: AP)

New York Die Emirates Group erwägt einem Medienbericht zufolge den Abbau von rund 30.000 Stellen, da der Betreiber der weltweit größten Langstreckenfluggesellschaft nach der Coronavirus-Pandemie die Kosten für den Flugverkehr am Boden reduzieren will.

Die Gruppe könnte die Zahl der Mitarbeiter laut Insidern um etwa 30 Prozent von mehr als 105.000 Ende März reduzieren. Emirates erwägt der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge auch, die Ausmusterung der A380-Flotte zu beschleunigen.

Ein Emirates-Sprecher erklärte am Montag: „Es gab keine Ankündigung von Massenentlassungen seitens der Fluggesellschaft. Jede derartige Entscheidung würde in angemessener Form mitgeteilt werden.“ Das Führungsteam habe alle Abteilungen angewiesen, eine gründliche Überprüfung der Kosten und Ressourcenplanung anhand der Geschäftsprognosen vorzunehmen, auch wenn man sich auf eine schrittweise Wiederaufnahme des Flugbetriebes vorbereite. „Wie unser Vorstandsvorsitzender mitteilte, bleiben in diesem Zeitraum die Erhaltung der liquiden Mittel, die Sicherung unseres Geschäfts und die Erhaltung eines größtmöglichen Teils unserer qualifizierten Mitarbeiter unsere oberste Priorität.“

Fluggesellschaften auf der ganzen Welt bauen Arbeitsplätze ab, nachdem sie von einer beispiellosen, fast vollständigen Einstellung des Reiseverkehrs betroffen waren. Etwa 70 Prozent der weltweiten Beförderungskapazitäten sind ungenutzt, und die Branche wird laut dem Dachverband International Air Transport Association (IATA) in diesem Jahr 314 Milliarden Dollar Umsatz bei den Ticketverkäufen verlieren.

Emirates-Präsident Tim Clark sagte dem in Abu Dhabi ansässigen „The National“ Anfang dieses Monats, dass er zumindest für die nächsten Jahre eine „gemäßigte“ Nachfrage nach Flugreisen erwarte. Er bezeichnete die Pandemie auch als Schwarzen Schwan für die Branche, also ein seltenes Ereignis mit extremen Auswirkungen. Emirates will Medienberichten zufolge ab dem 21. Mai Passagierflüge in neun Städte durchführen

Mehr: Auch außerhalb Europas hebt derzeit kaum ein Flugzeug ab. Wie Airlines in Nordafrika, Asien und Nordamerika die Pandemie überleben wollen.

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